National League

12. Januar 2020 17:24; Akt: 12.01.2020 18:53 Print

Die Tessiner machen den Strichkampf noch enger

Lugano besiegt Davos 2:1, Ambri-Piotta gewinnt bei den Lakers 4:1. Der Strichkampf rund um Meister Bern wird noch spannender.

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Die Parade des Tages: Luganos Goalie Niklas Schlegel stoppt den Davoser Aaron Palushaj. (Bild: Keystone/Samuel Golay)

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Der bereits äusserst spannende Strichkampf in der National League wird noch enger. Der HC Lugano bezwingt den HC Davos mit viel Kampf 2:1 und ist nun erster Verfolger des achtplatzierten SC Bern. Der Vorsprung des Meisters auf die Tessiner beträgt nur noch zwei Punkte. Nur einen Punkt dahinter folgen Ambri und das am Sonntag spielfreie Fribourg-Gottéron.

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Lugano gelingt mit dem Sieg auch die Revanche für die 1:5-Auswärtsniederlage gegen den selben Gegner am Vorabend. Dem HC Davos bot sich die Chance, nach gut fünf Jahren wieder die Tabellenführung in der Schweizer Meisterschaft zu übernehmen, wie bereits beim letzten Versuch am Dienstag gegen die ZSC Lions (3:4 n. V.) gelang den Bündnern der dafür nötige Sieg nicht. Lugano zeigte sich im Vergleich zum Vorabend kämpferisch stark verbessert. Im Landwassertal konnten die Bianconeri nur im Startdrittel (1:1) mithalten, danach übernahm Davos das Spieldiktat und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.

Zunächst ging es auch am Sonntagnachmittag im gleichen Stil weiter, Lugano bekundete viel Mühe, gegen motivierte Davoser das 0:0 zu halten. Doch als Dominic Lammer in der 15. Minute etwas entgegen dem Spielverlauf Lugano im Powerplay in Führung schoss, verlieh dies den Tessinern den nötigen Boost.

Im fortan ausgeglichenen Spiel gelang es Lugano immer wieder, auch selbst den Gegner unter Druck zu setzen. Sven Jungs 1:1-Ausgleich im Mitteldrittel bei 4-gegen-4-Hockey konnte das Heimteam gleich zu Beginn des letzten Abschnitts kontern, als Linus Klasen nach nur 51 Sekunden traf. Lugano verwaltete den Vorsprung geschickt, indem es eben nicht bloss verwaltete, sondern immer wieder auch selber die Offensive suchte. Matchwinner war am Ende Luganos Goalie Niklas Schlegel, der einmal gegen Aaron Palushaj, sowie 75 Sekunden vor Schluss gegen Mattias Tedenby mirakulös Gegentore verhinderte.

Ambri gelingt die Revanche

Auch dem zweiten Tessiner Club unter dem Strich gelang die Revanche. Am Vortag war Ambri-Piotta den Rapperswil-Jona Lakers zuhause noch 2:5 unterlegen, nun verhinderten die Biancoblù ihrerseits mit einem 4:1-Auswärtssieg, dass auch das Schlusslicht wieder mitten in den Strichkampf zurückkehren konnte. Der Rückstand der Lakers auf Bern bleibt bei zehn Punkten.

Genau wie die Lakers am Vorabend profitierte nun Ambri von einem Blitzstart. Scottie Upshall nützte den ihm gewährten Freiraum im Slot und schoss den Gast nach nur 68 Sekunden 1:0 un Führung. Ambri zeigte sich nach dem uninspirierten Auftritt am Samstag verbessert und liess die Lakers in der Folge nie mehr am Sieg schuppern. Rapperswil-Jona kam erst kurz vor Spielhälfte zum einzigen Tor, als Roman Cervenka bei doppelter Überzahl zum 1:3 verkürzte. Kurz zuvor hatte Ambri dank eines Doppelschlags innert 30 Sekunden für klare Verhältnisse gesorgt, Brian Flynns 3:0 fiel gar in Unterzahl.

Im Schlussdrittel liess Ambri-Piotta nichts mehr anbrennen, Mauro Dufner kam dem 2:3 und damit Spannung am nächsten, als er den Pfosten (45.) traf. Auch in der Schlussphase, als die Lakers Goalie Melvin Nyffeler durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, konnte Rapperswil nichts mehr ausrichten, Flynn machte mit seinem zweiten Treffer des Abends, einem Empty Netter acht Sekunden vor Schluss, alles klar.


Eisbrecher – der Hockey-Podcast von Tamedia

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Rangliste: 1. Zug 34/65 (111:92). 2. Genève-Servette 36/65 (100:82). 3. ZSC Lions 36/65 (118:89). 4. Davos 35/64 (112:96). 5. Lausanne 34/53 (97:91). 6. Biel 36/51 (100:105). 7. SCL Tigers 34/48 (84:99). 8. Bern 36/48 (94:106). 9. Lugano 36/46 (91:103). 10. Fribourg-Gottéron 34/45 (80:89). 11. Ambri-Piotta 36/45 (89:102). 12. Rapperswil-Jona Lakers 35/38 (89:111).

Lugano - Davos 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)
6309 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Altmann/Gnemmi.
Tore: 16. Lammer (Suri/Ausschluss Kienzle) 1:0. 27. Jung (Ambühl, Du Bois/Ausschlüsse Bertaggia; Marc Wieser) 1:1. 41. (40:51) Klasen 2:1.
Strafen: 4-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten (Chiesa, Lajunen) gegen Lugano. 3-mal 2 plus 10 Minuten (Kienzle) gegen Davos.
Lugano: Schlegel; Chorney, Wellinger; Chiesa, Riva; Loeffel, Jecker; Vauclair; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Bürgler, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Walker; Haussener.
Davos: van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Buchli; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Hischier; Herzog, Corvi, Ambühl; Meyer, Marc Aeschlimann, Egli; Frehner.
Bemerkungen: Lugano ohne Jörg, Morini (beide verletzt) und Postma, Davos ohne Rantakari (beide überzählige Ausländer), Dino Wieser, Paschoud und Bader (alle verletzt). Lattenschuss Klasen (26.). - 57:59 Time-out Davos, danach bis 58:45 und dann von 59:00 bis 60:00 ohne Goalie, mit 6. Feldspieler.

Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)
5679 Zuschauer. - SR Tscherrig/Kaukokari, Kaderli/Ambrosetti.
Tore: 2. Upshall (Flynn) 0:1. 27. (26:34) Hofer 0:2. 28. (27:04) Flynn (Dotti/Ausschluss Hinterkircher!) 0:3. 29. (28:34) Cervenka (Clark/Ausschlüsse Hinterkircher, Ngoy) 1:3. 60. (59:52) Flynn 1:4 (ins leere Tor). Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 plus 10 Minuten (Hinterkircher) gegen Ambri-Piotta. Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (28.-29. Bader); Schneeberger, Dufner; Profico, Randegger; Hächler, Maier; Vukovic, Schmuckli; Wellman, Rowe, Simek; Clark, Cervenka, Casutt; Schlagenhauf, Dünner, Eggenberger; Loosli, Ness, Hüsler.
Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Ngoy, Jelovac; Fohrler; Trisconi, Goi, Hinterkircher; D'Agostini, Flynn, Upshall; Hofer, Müller, Zwerger; Joël Neuenschwander, Dal Pian, Incir; Mazzolini.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Kristo, Schweri, Egli und Forrer, Ambri-Piotta ohne Rohrbach, Bianchi, Kostner, Kneubühler, Novotny (alle verletzt) und Sabolic (überzähliger Ausländer). Lattenschüsse Dufner (45.) und Müller (52.). Pfostenschuss Müller (56.). Timeout Rapperswil-Jona Lakers (58:37). Rapperswil-Jona Lakers von 58:19 bis 58:44 und 59:01 bis 59:52 ohne Torhüter.

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(kk)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zuger am 12.01.2020 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spannung pur

    So macht dieser Sport Spass.

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  • J. Bondo am 13.01.2020 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rapperswil

    Die Frage ist nicht Rapperswil B oder A die Frage ist doch warum machen die ein Sonntagsspiel und sind nicht bereit dafür. Wir standen bereits vor der Kasse mehr als 30 Minuten für die gratis Kindertickets, und dann im Stadion das pure Chaos Verpflegungsstände ohne Verpflegung und Wartezeiten an den Getränkeständen aber bitte so kann man das Livehockey auch zum verleiden bringen? Wir waren da ... gewesen ... sorry gerne wieder aber dann bitte mit etwas mehr QUALITÄT

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  • Dr.Med.Prof. Klugscheisser am 13.01.2020 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rappi

    1 mal gegen Ambri verloren und alle ziehen über Rappi hinüber von wegen, Wir hätten zu wenige Zuschauer und Bla Bla Bla klar sind wir Letzter aber dennoch nicht so Scheisse wie alle meinen. Bei einer Allfälligen Ligaqualli gegen Kloten würde es eng werden aber mal Ehrlich: Ich hätte nichts gegen eine 10er Liga mit Direktem Auf/Abstieg sowie für den Vize B Meister Liga Quali. Mehr Wechsel in der NLA und das B wäre auch Interssanter.(Dann wäre ich gerne im B) Weil Spiele gegen Olten,Ajoie und Langenthal machten immer Spass und es halt noch nicht alles auf "NHL" getrimmt. Gruss aus Rappi

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arno 2.0 am 14.01.2020 17:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wohlwind

    Die Zeit der aufbrausenden Trainer, del Curto, Shedden etc. dürfte wohl Vergangenheit sein. Nur verstehe ich den HCD nicht, dass man nach del Curto, einen Trainer Wohlwend holt, welcher dasselbe naturell hat. Fürchterlich wie der mit hochrotem Kopf immer wieder an der Bande zu explodieren droht.

  • J. Bondo am 13.01.2020 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rapperswil

    Die Frage ist nicht Rapperswil B oder A die Frage ist doch warum machen die ein Sonntagsspiel und sind nicht bereit dafür. Wir standen bereits vor der Kasse mehr als 30 Minuten für die gratis Kindertickets, und dann im Stadion das pure Chaos Verpflegungsstände ohne Verpflegung und Wartezeiten an den Getränkeständen aber bitte so kann man das Livehockey auch zum verleiden bringen? Wir waren da ... gewesen ... sorry gerne wieder aber dann bitte mit etwas mehr QUALITÄT

    • F. Lido am 13.01.2020 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @J. Bondo

      Da kommen sie einmal in 10 Jahre an den Hockeymatsch. Gibt ja gratis Ticket. Aber hauptsache motzen. Saisonkarte kaufen und man muss nicht anstehen. Hopp Rappi

    • J. Bondo am 13.01.2020 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @F. Lido

      Gratis Tickets für Kids ja wir haben immerhin 140 für 2 Erwachsene bezahlt Herr Lido, Wollten auch noch essen im Stadion aber dazu kam's nicht, dafür im 10' etwas später am Abend. Danke trotzdem aber sagt es einfach wenn wir nicht mehr kommen sollen.

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  • Kein Rappi-Fan am 13.01.2020 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rappi-Bashing

    Was soll dieses Rappi-Bashing? Über den Verbleib eines Clubs in der NLA wird sportlich auf dem Eis in einer Ligaquali entschieden. Anzahl Siege in der Quali, Anzahl Zuschauer etc. spielen keine Rolle. Jene die Rappi schlecht schreiben, sind vom eigenen Club gelangweilt, der da 50 runden lang auf eine Playoff-Quali hindümpelt und dann nach Runde 1 in die Ferien fährt - oder es nicht mal in die Playoffs schafft. Gruß aus der NLB

  • Dr.Med.Prof. Klugscheisser am 13.01.2020 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rappi

    1 mal gegen Ambri verloren und alle ziehen über Rappi hinüber von wegen, Wir hätten zu wenige Zuschauer und Bla Bla Bla klar sind wir Letzter aber dennoch nicht so Scheisse wie alle meinen. Bei einer Allfälligen Ligaqualli gegen Kloten würde es eng werden aber mal Ehrlich: Ich hätte nichts gegen eine 10er Liga mit Direktem Auf/Abstieg sowie für den Vize B Meister Liga Quali. Mehr Wechsel in der NLA und das B wäre auch Interssanter.(Dann wäre ich gerne im B) Weil Spiele gegen Olten,Ajoie und Langenthal machten immer Spass und es halt noch nicht alles auf "NHL" getrimmt. Gruss aus Rappi

    • Hockeyfan am 13.01.2020 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      Ligaquali Rappi vs. Kloten

      Rapperswil steht bei 1.09 Punkte pro Spiel, Kloten holte in der Abstiegssaison 0.94 Punkte. Rappi siegte in der Aufstiegssaison zu rund 78.3 Prozent, Kloten steht derzeit bei rund 80.6. Als Rappi Aufstieg, spielten drei Teams ohne Ausländer, weil man nicht absteigen konnte, jetzt spielen im B alle mit Ausländer. Kloten scheint somit besser zu sein als Rappi vor zwei Jahren, Rappi wiederum besser als Kloten damals. Es wäre spanndend, wenn es zu dieser Ligaquali kommen würde, wobei Kloten es zuerst soweit schaffen muss. Nicht unrealistisch, dennoch schwierig!

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  • Ganjaflash am 12.01.2020 23:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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