Playoff-Final

13. April 2019 23:23; Akt: 14.04.2019 10:17 Print

Bern gleicht die Serie nach Overtime-Sieg aus

Der SC Bern hat sich den Heimvorteil zurückgeholt. In einer spektakulären Partie setzen sich die Berner nach Verlängerung 3:2 durch.

Sciaroni trifft und gleicht die Serie in der Verlängerung wieder aus. (Video: SRF)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Bereits zwei Stunden vor Spielbeginn gibt es beim Public Viewing vor dem Stadion keinen freien Sitzplatz mehr zu ergattern. Die Arena ist selbstredend (und anders als am Donnerstag in Bern) ausverkauft; der Hunger in Zug auf den zweiten Meistertitel nach 1998 ist riesig. Vorerst aber erlitten die Zuger auf dem Weg auf den Thron einen Rückschlag. Zum ersten Mal in diesen Playoffs beendeten sie ein Heimspiel mit einer Niederlage. Bern auf der anderen Seite gewann das sechste von sieben Auswärtsspielen.


Sciaroni hatte in der Qualifikation selten geglänzt. In der Playoffs aber vermochte sich der im Herbst neu zum Team gestossene Stürmer zu steigern. In der Verlängerung drückte er den Puck auf Zuspiel von André Heim über die Linie. Nach 62 Minuten hatte sich Bern bereits ein erstes Mal als Sieger gefühlt. Tristan Scherwey aber erzielte den vermeintlichen Siegtreffer mit dem Schlittschuh; das Tor wurde zurecht aberkannt.

Haas stellt seine Wichtigkeit unter Beweis

Bei Bern kehrten mit Gaëtan Haas, der zuletzt neun Partien verletzt gefehlt hatte, und Thomas Rüfenacht (am Donnerstag aus privaten gründen abwesend) zwei wichtige Spieler in die Aufstellung zurück. Haas, der als Center die vierte Linie anführte, stellte seine Wichtigkeit nach 24 Minuten unter Beweis. Mit einem Schuss aus spitzem Winkel erzielte er sein erstes Playoff-Tor in diesem Jahr und den SCB 1:0 in Führung.


Haas bringt den SC Bern im zweiten Drittel in Führung. (Video: SRF)

Wie bereits in Spiel 1 ging Bern erneut in Führung, diesmal sogar zweimal. Zug aber reagierte auf die Gegentore zweimal im Powerplay. Und beide Male hiess der Torschütze Dennis Everberg. Zuerst lenkte er einen Schuss von Garrett Roe ab, danach traf er 42 Sekunden vor der zweiten Pause mit einem platzierten Schuss aus naher Distanz. Bei beiden Treffern passte die Zuordnung bei Bern nicht optimal.


Dennis Everberg trifft seelenruhig und wunderschön zum 2:2. (Video: SRF)

Grassi nach Check von Lammer verletzt

Insgesamt aber hatten die Berner mehr Zugriff auf das Spielgeschehen als am Donnerstag, obwohl Zug wieder deutlich mehr Spielanteile besass und vor allem im dritten Abschnitt, begünstigt auch durch Berner Strafen, dem Siegtreffer deutlich näher kam. Bern auf der anderen Seite hatte in der 42. Minute einen Pfostenschuss durch Mark Arcobello zu beklagen.


Der Ausgleichstreffer von Roe im Powerplay. (Video: SRF)


Jan Mursak bringt den SCB erneut in Führung: (Video: SRF)

Ohne Personalsorgen ging die Partie für die Berner erneut nicht über die Bühne: Daniele Grassi fiel in der 13. Minute nach einem Zusammenprall mit Dominic Lammer verletzt aus. Bei Zug konnte Reto Suri wie erwartet nicht mittun. Der Stürmer, der die Partie im Stadion mitverfolgte, war am Donnerstag nach einem üblen Check von Adam Almquist ausgeschieden. Almquist wurde in der Berner Abwehr ersetzt durch den erst 21-jährigen Colin Gerber, der zuvor noch ohne Eiszeit in den Playoffs war, seine Sache aber gut machte. Wie das endgültige Strafmass gegen Almquist ausfällt, dürfte am Montag bekannt werden.

Telegramm:

Zug - Bern 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n.V.

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Hebeisen, Castelli/Kovacs.

Tore: 24. Haas (Bieber) 0:1. 28. Everberg (Roe, Alatalo/Ausschluss Sciaroni) 1:1. 31. Mursak (Ebbett) 1:2 (Strafe angezeigt). 40. (39:18) Everberg (Roe/Ausschluss Berger) 2:2. 65. Sciaroni (Heim) 2:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Martschini; Arcobello.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Alatalo; Zryd, Stadler; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Simion; Lammer, Senteler, Leuenberger; Zehnder, Albrecht, Schnyder.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Beat Gerber; Untersander, Colin Gerber; Marti; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Boychuk, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Grassi, Haas, Berger; Bieber.

Bemerkungen: Zug ohne Suri (verletzt), McIntyre und Widerström (beide überzählige Ausländer), Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Andersson (beide verletzt), Kämpf und Brügger (beide überzählig). Grassi verletzt ausgeschieden (13.). Pfostenschuss Arcobello (42.). Schlittschuh-Tor von Scherwey aberkannt (62.).

Eishockey

(dho/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Blitz am 13.04.2019 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Final

    Was wollen wir mehr die zwei besten Manschaften der Saison spielen einen Hammer Final weiter so. Also lasst uns Feiern für eure Farben

    einklappen einklappen
  • BlauWiiss am 13.04.2019 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der bessere hat heute gewonnen

    Gratulation nach Bern! Man sah ein Team welches sich super auf den EVZ eingestellt und unseren Zugern kein Platz zum powern geschenkt hat. Da erwartet unseren Coaching Staff einiges an Arbeit, wenn wir diese Serie für unsere Gunsten gewinnen möchten. Lassen wir uns überraschen und freuen uns auf weitere packende Finalspiele.

  • dominik müller am 13.04.2019 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    zug-scb

    und die zuger fans bewerfen die scb spieler mit bier lausige fans in zug

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bärner-Ludi am 14.04.2019 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Duplikat-Meister Bern

    Nachdem YB schon wieder Meister geworden ist, wird der SCB gleich nachdoppeln und mit 3 Siegen aneinander Problemlos den Titel holen. Das kleine Zug hat im Final nichts mehr zu suchen.

  • Jo Pel am 14.04.2019 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    tolles Hockey

    Die Maschinerie SCB hat gestern perfekt funktioniert. Gratuliere, verdienter Sieg für Bern. Wahnsinn diese Intensität beider Teams, nach einer langen Saison. Dass noch Steigerungspotential besteht, hätte ich nicht geglaubt. Ich hoffe mein EVZ kann wieder kontern.

  • Renato am 14.04.2019 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr sehr schade

    Ich hoffe nicht für zug jedoch für tobias Stephan das er endlich einmal einen pot kriegt über jahre top leistungen gezeigt und jetzt wird er ausgemustert an ihm lag und liegt es sicher nicht wen zug nicht Meister wird eher an einem lino der immer noch kein brot hat wen hart gespielt wird. Was zug in der Verlängerung gezeigt hat wahr nicht s gar nichts.

  • Sugus am 14.04.2019 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fakt ist..

    Wer hat das Telegramm geschrieben? Bei den Strafen war es gerade umgekehrt. 5x2 gegen Bern, 2x2 gegen Zug. Fakt ist: Zug konnte nur Tore in der Überzahl schiessen. SCB hingegen konnte Zug im Powerplay nach dem 2:2 Anschlusstreffer reagieren und das Tor verriegeln. In der OT war Zug nicht zurück auf dem Eis, ich sah nur den SCB spielen.

  • kuede am 14.04.2019 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Geschenke!!!

    Alles lief für Zug! Wie kann man nur das Break auf diesem Niveau verspielen?

    • Fred am 14.04.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

      Zug war gewarnt!!!

      Vielleicht hätte Zug die Serie gegen Biel doch mal anschauen sollen!! Ein Sieg reicht nicht, erst mit vier Siegen ist man Meister!!!

    einklappen einklappen