Davos

13. März 2011 23:01; Akt: 13.03.2011 23:47 Print

Kann Zug mit Davos mithalten?

von Marcel Allemann - Ob Zug mit Davos sportlich mithalten kann, sei dahingestellt. Aber den Emotionen sind nach dem zwischenmenschlichen «Tohuwabohu» in dieser Saison Tür und Tor geöffnet.

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Provokation: Zugs Holden (l.) und Grossmann (r.) sind sich nicht einig. (Foto: Keystone)

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Eigentlich pflegen der HCD und der EVZ seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis, doch in dieser Saison wurde dieses ­getrübt. Es begann bereits in der Vorsaison, als der EVZ
mit ­Davos am 21. August seine neue Arena einweihen wollte. Das Fest wurde durch Randale im Gästesektor gestört, dabei gingen zwei Glasscheiben zu Bruch.

Am 8. Oktober, beim ersten Ernstkampf der Saison, kam es dann auch auf dem Eis zu Scharmützeln. Josh Holden ­provozierte Petr Taticek (HCD), worauf dieser den Zuger von hinten niederschlug. Taticek erhielt acht Spielsperren. Und am 16. November folgte die nächste Eskalation. Blaser (Zug) blieb nach einem Check von Tallarini (HCD) kurz bewusstlos liegen – nach dem Spiel tickte EVZ-­Coach Doug Shedden aus. Er forderte lange Sperren für «so hinterlistige Spieler wie Forster und Joggi» und bezeichnete HCD-Trainer Arno Del Curto als «Arschloch». Sheddens Agent Daniel Giger beendete das Theater, indem er Del Curto von einer Klage abbrachte und stattdessen dafür sorgte, dass Shedden krebskranken Kindern eine Spende zukommen liess. Revanche nahm Del Curto trotzdem. Beim nächsten Spiel am 4. Dezember fegte der HCD den EVZ mit 8:4 weg. Zum Schluss gab Del Curto die Zuger auch noch der Lächerlichkeit preis, indem er Ersatzgoalie Giovannini einwechselte.

Erst aufs neue Jahr hin glätteten sich die Wogen, bei der letzten Partie am 22. Januar kam es zu keinen besonderen Vorkommnissen. Doch nun ist Playoff – es beginnt eine neue Zeitrechnung.