Ducks und Canadiens

20. Dezember 2011 08:20; Akt: 20.12.2011 08:56 Print

Kein Schweizer Abend in der NHL

Jene Schweizer, die in der Nacht auf Dienstag in der NHL im Einsatz gestanden waren, hatten keinen Grund zum Feiern. Anaheim und Montreal kassierten eine Niederlage.

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(*1977), Verteidiger, New York Islanders. Der Berner verpasste die ganze letzte Saison wegen einer Schulterverletzung. Der drittbeste Skorer der Islanders der Saison 2009/2010 (als Verteidiger notabene) will nun neu durchstarten. Als erster Schweizer überhaupt ist er Captain eines NHL-Teams. (*1982), Torhüter, Anaheim Ducks. War letzte Saison eigentlich die unbestrittene Nummer 1 der «Enten», doch dann liessen ihn plötzlich seltsame Gleichgewichtsstörungen ausfallen. Diese scheinen überwunden zu sein. (*1990), Verteidiger, Anaheim Ducks. Erhielt im März 2011 einen Millionenvertrag, der ihn für weitere vier Jahre an die «Ducks» bindet. Der Zuger hat sich in der NHL durchgesetzt. (l., *1988), Verteidiger, Montreal Canadiens. seit 2008 bei den «Habs». In den ersten beiden Jahren jeweils für rund eine Handvoll Partien in der NHL im Einsatz, sonst im Farmteam. 2010/2011 kam Weber dann auf 41 Einsätze (plus 3 Playoff-Partien), was ihm einen neuen Zweijahresvertrag einbrachte. (*1992), Stürmer, New York Islanders. Der Erstrunden-Draft erhielt während dem Trainingscamp 2010 einen Dreijahresvertrag und begann die Saison in der NHL. Doch nach nur 9 Spielen musste «El Niño» zurück zu den Junioren. Die Chancen standen gut, die Saison 2011/2012 als Stammspieler der Islanders in Angriff zu nehmen. Doch Niederreiter verletzte sich und wurde deshalb vorerst im AHL-Farmteam aufgebaut. Nach sechs Spielen kehrte er am 14. November zu den Islanders zurück. (l., *1986), Verteidiger, Montreal Canadiens. Mit seinen guten Leistungen an der WM in der Slowakei erspielte sich der Zuger einen Einjahres-Zweiweg-Vertrag bei den «Habs». Der 25-Jährige war auch von Chicago umworben worden. Am 6. Oktober kam Diaz zum Saisonauftakt gegen Toronto (0:2) zu seinem NHL-Debüt und steht seither regelmässig im Kader der Kanadier. (l., *1990), Verteidiger, Nashville Predators. Die erste Saison in Übersee verlief für den Berner nicht nach Wunsch. Er brach sich in der Vorbereitung das Handgelenk und verbrachte daraufhin die gesamte Spielzeit in der AHL bei den Milwaukee Admirals. Auch die zweite Übersee-Saison begann für Josi nicht optimal. Erneut hat er sich im Trainingscamp verletzt. Offiziell war von einer Oberkörperverletzung die Rede, doch eigentlich ist es eine Hirnerschütterung. Die dritte in Josis noch junger Karriere. Am 2. Oktober wurde der Berner deshalb erneut ins Farmteam geschickt. Er darf aber trotzdem auf NHL-Einsätze hoffen. Am 26. November 2011 kam Josi gegen Detroit zu seinem Debüt für die Nashville Predators. (*1992), linker Flügel, Calgary Flames. Der Erstrunden-Draft konnte sich im diesjährigen Trainingscamp knapp nicht durchsetzen. Er wurde zurück zu den Junioren nach Portland geschickt. Bärtschi war der letzte Kreativspieler, der den Kaderschnitt nicht überstand. Nach einer starken Saison mit den Junioren wurde der Langenthaler am 8. März doch noch in die NHL berufen, wo er tags darauf gegen die Winnipeg Jets zum Debüt kam. (*1990), rechter Flügel, Montreal Canadiens. Wurde 2010 doch etwas überraschend ins Trainingscamp der Florida Panthers eingeladen, verbrachte die Saison aber bei den OHL-Junioren der Oshawa Generals. Dort hinterliess der Berner eine derart gute Visitenkarte, dass er von den Montreal Canadiens einen Dreijahresvertrag erhielt. Der 20-Jährige, der nicht gedraftet wurde, konnte sich den Verein gar aus mehreren Offerten aussuchen. Dennoch ist Berger noch nicht für einen Platz in der NHL reif. Die «Habs» haben ihn aus dem Trainingscamp ins Farmteam zu den Hamilton Bulldogs abgeschoben. , (*1978), Torhüter, St. John's IceCaps (AHL). Nach vier Saisons Abstinenz wollte es der Freiburger noch einmal in der NHL versuchen und unterschrieb einen Probevertrag bei den Winnipeg Jets. Der Stanley-Cup-Sieger von 2001 mit Colorado schaffte es nicht ins Team des NHL-Neulings - am 4. Oktober einigte er sich mit dem AHL-Farmteam St. John's IceCaps auf einen Vertrag. Damit wahrt sich Aebischer die Chance auf ein NHL-Comeback auf Umwegen. (*1989), Torhüter, Montreal Canadiens. Die NHL ist für den jungen Schweizer Keeper nach wie vor zu weit entfernt. Mayer wird die Saison erneut im Farmteam bei den Hamilton Bulldogs bestreiten. Immerhin kam er wie im Vorjahr bei einem Testspiel der «Habs» zum Einsatz.

Die Schweizer in der NHL-Saison 2011/2012.

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Jonas Hiller und Luca Sbisa verloren mit Anaheim in Dallas 3:5. Raphael Diaz unterlag mit Montreal bei Titelhalter Boston mit 2:3. Yannick Weber war bei den Canadiens überzählig.

Für Anaheim geraten die Playoffs immer mehr ausser Reichweite. Die Ducks hatten auch in Dallas einen missglückten Auftritt, obwohl sie innert einer Viertelstunde einen 0:3-Rückstand aufholten. Im Defensiv-Verhalten offenbarten die Kalifornier gravierende Mängel. Jonas Hiller im Tor erlebte Hochs und Tiefs. Mal wartete er mit einer Weltklasse-Parade auf, mal liess er sich aus spitzem Winkel erwischen. Beim entscheidenden 3:4 von Michael Ryder in der 47. Minute war der Ostschweizer machtlos. Auch in dieser Situation wurde den Dallas-Stürmern zu viel Raum zugelassen. Der Zuger Verteidiger Luca Sbisa verliess das Eis mit einer Minus-1-Bilanz. Er musste gleich zweimal eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen.

Anaheims Auswärts-Bilanz ist haarsträubend. Die Ducks warten in der Fremde seit zwölf Spielen und dem 27. Oktober auf einen Sieg.

Montreal unterliegt den Bruins

Montreal zeigte beim aktuellen NHL-Champion eine ansprechende Leistung, die nicht belohnt werden sollte. Die Canadiens waren das Team mit der höheren Anzahl Torschüsse (35 gegenüber 31), es mangelte ihnen aber an Effizienz und Bostons starker Keeper Tim Thomas liess sie verzweifeln. Brad Marchands 3:1 in der 55. Minute bedeutete die Vorentscheidung. Die Gäste schafften nur noch 74 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer durch Erik Cole. In den Reihen von Montreal kam Raphael Diaz auf eine Plus-1-Bilanz. Nur ein Teamkollege erhielt von Headcoach Randy Cunneyworth mehr Einsatzzeit.

Boston findet langsam aber sicher zur Meister-Form. Die Bruins haben ihre letzten fünf Partien allesamt gewonnen. Sie sind Leader der Eastern Conference und haben ihren schwachen Saisonstart wettgemacht.

Die Highlights zum Spiel zwischen Montreal und Boston. (Quelle: nhl.com)

Die Highlights zum Spiel zwischen Anaheim und Dallas. (Quelle: nhl.com)

(sda)

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