Luomala

07. März 2011 20:10; Akt: 07.03.2011 19:54 Print

Klotens hart arbeitender Glücksbringer

von Marcel Allemann - Seit die Kloten Flyers Arbeitsbiene Marko Luomala dem träge gewordenen Kimmo Rintanen vorziehen, läuft es.

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Ein Gewinn für die Kloten Flyers: Der Finne Marko Luomala (2.v.l.) lässt sich feiern. (keystone)

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Luomala hat in der Eishockey-Welt zwar keinen so klingenden Namen wie der 155-fache finnische Internationale und mehrfache WM- und Olympia-Medaillengewinner Rintanen. Dennoch hat er seinen Landsmann in den Playoffs aus dem Team verdrängt. Als die zweite Viertelfinal-Partie gegen die ZSC Lions mit 3:5 verloren ging, drohte den «Fliegern» die Derby-Serie zu entgleiten.

Trainer Anders Eldebrink rea­gierte: Der blasse Rintanen musste auf die Tribüne, Luomala bekam seine Chance. Und mit Arbeitsbiene Luomala kam auch die Intensität ins Klotener Spiel zurück. «Rintanen ist ein grossartiger Spieler und geniesst unheimlich viel Respekt – auf und neben dem Eis», so Luomala, und fast schon entschuldigend gegenüber der Legende sagt er: «Es bin ja nicht ich, der diese Entscheidung gefällt hat. Aber so ist das nun einmal im Eishockey-Business und letztendlich muss
ich für mich schauen. Ich wusste, dass ich diese Chance packen muss. Bei einem schlechten Spiel wäre ich wieder draussen gewesen.»

Doch der zweifache Familienvater zeigte zwei starke Spiele, mit seinem Einsatz beschäftigt er die ZSC-Verteidigung permanent. «Das ist mein Spiel», sagt der im Januar von Kärpät Oulo (Fi) zu den Flyers gestossene Finne, «ich habe nicht so viel Talent wie andere, aber ich kann laufen und kämpfen.» Heute sind diese Tugenden noch wichtiger. Denn Abwehrminister Micki DuPont ­laboriert an einer Fussverletzung und ist fraglich. Trotzdem ist Luomala guten Mutes: «Wenn wir während der ganzen Partie hart arbeiten, werden wir uns durchsetzen. Denn es sieht so aus, als verfügten die Lions nicht mehr über so viel Energie.»