Party im Oberaargau

03. April 2019 22:30; Akt: 03.04.2019 23:34 Print

Langenthal triumphiert in der Swiss League

Der Schlittschuhclub Langenthal holt zum dritten Mal nach 2012 und 2017 den Meistertitel in der Swiss League – und qualifiziert sich für die Ligaqualifikation gegen die Lakers oder Davos.

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Verdienter Titel: Langenthal verliert auf dem Weg zum Titel gerade einmal drei Playoff-Duelle. (Bild: Keystone)

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Erstmals seit 2013 (damals Lausanne - Olten 4:0) ging der Playoff-Final der zweithöchsten Spielklasse wieder mit 4:0 aus. Finalgegner La Chaux-de-Fonds dominierte den ersten Final, führte in diesem bis 44 Sekunden vor Schluss vor eigenem Publikum 2:1, verlor Spiel 1 aber nach nur 88 Sekunden Verlängerung noch mit 2:3 und erholte sich von diesem Tiefschlag nicht mehr.

La Chaux-de-Fonds erzielte während der gesamten Finalserie bloss drei Tore. Im vierten Final gingen die Neuenburger Gäste nach 13 Minuten durch Adam Hasani nochmals in Führung. Diesen Vorsprung vermochte La Chaux-de-Fonds aber bloss 94 Sekunden lang zu halten.

Am Ende war der SC Langenthal gewiss der verdiente Meister. Die Langenthaler dominierten während der letzten zwei Monate die Liga fast nach Belieben. Sie beendeten die Qualifikation mit zehn Siegen aus den letzten elf Runden. Sie eliminierten in Viertel- und Halbfinals mit Kloten (4:1) und Olten (4:2) jene Teams, die mit dem Aufstieg in die National League liebäugelten.

Und im Final liessen die Oberaargauer dem Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds nicht den Hauch einer Chance. Trainer Per Hanberg verlieh dem SCL aus dem Oberaargau die gleiche defensive Stabilität wie bei den ersten beiden Titelgewinnen schon Heinz Ehlers (2012) und Jason O'Leary (2017).

Ligaqualifikation erst in neun Tagen

4002 Zuschauer in der erstmals diese Saison ausverkauften Schoren-Halle standen am Ende Spalier beim Titelgewinn und der Pokalübergabe. Die Langenthaler können diesmal den Meistertitel ausgiebig feiern, denn bis zum ersten Spiel der Ligaqualifikation bleiben noch neun Tage Zeit.

Als herausragende Figuren beim Titelgewinn ragten Goalie Philip Wüthrich, Captain Stefan Tschannen und die Kanadier Brent Kelly und Pascal Pelletier aus dem grandiosen Ensemble heraus. Goalie Wüthrich kassierte in der Finalserie während 150:02 Minuten kein Gegentor.

Tschannen erzielte in den Playoffs nur drei Tore, darunter aber die wichtigsten - wie den 2:2-Ausgleich in Spiel 1 in La Chaux-de-Fonds und das Siegtor in Spiel 4 in doppelter Überzahl. Brent Kelly beendet nach neun erfolgreichen Jahren in Langenthal in diesem Frühling seine Karriere. Der Kanadier war der Langenthaler Antreiber bei allen drei Titelgewinnen.

Pelletier stiess erst im Januar zu Langenthal. Er skorte in 25 Spielen im Schnitt mehr als einen Punkt pro Partie und kam zum zweiten Meistertitel in der Schweiz in Folge, nachdem er vor einem Jahr zum Meister-Ensemble der ZSC Lions in der National League gehört hatte.

Nur drei Playoff-Niederlagen

Der SC Langenthal verlor in den Playoffs bloss drei Partien – genau gleich viele (oder wenige) wie der Lausanne Hockey Club 2013, die SCL Tigers 2015 und die Rapperswil-Jona Lakers 2018. Lausanne (gegen Langnau), Langnau (gegen die Lakers) und Rapperswil-Jona (gegen Kloten) setzten sich danach auch in der Ligaqualifikation durch und stiegen in die National League auf.

Und Langenthal? Der SC Langenthal wird die Ligaqualifikation gegen Rapperswil oder Davos auf jeden Fall bestreiten. Er will diese auch gewinnen. Aber ob Langenthal in der Lage sein wird, die Auflagen der Liga für einen allfälligen Aufstieg zu erfüllen, darf bezweifelt werden.

Zumal der neue Sportdirektor Kevin Schläpfer und der künftige Präsident Gian Kämpf (der nach 17 Jahren Stephan Anliker als Präsident ablösen wird) bereits öffentlich erklärt haben, dass der SCL in Zukunft den Gürtel eher enger schnallen muss und einen Umbruch in Angriff nehmen will.

Eishockey

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • CB am 03.04.2019 23:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratuliere

    Gratulation von einem Oltner-Fan und für die weiteren Spiele 'Toi Toi Toi'!

  • Manuele Celio am 04.04.2019 00:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation aus Kloten

    Herzlichen Glueckwunsch zum SL-Titel! Verdient gewonnen - Chapeau. Viel Erfolg in der Liga-Quali!!

  • Twixi am 03.04.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SCL

    Das ist doch schön für den SCLangenthal. Nächstes Ziel Geld sammeln für ein neues Stadion und für die NHL A

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Die neusten Leser-Kommentare

  • marko 34 am 05.04.2019 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückwunsch

    Glückwunsch

  • Andre am 05.04.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liga deppen

    Langenthal behauptet sie würden keine show spiele austragen wollen deswegen verzichten sie. Warum haben sie vor 2 Jahren den gegen ambri gespielt? Warum haben sie einen Antrag gestellt und bewilligt bekommen und nun plötzlich nicht mehr A tauglich ? Wieso bekommt den ambri jedes Jahr eine Bewilligung? Aber eben solange die grossen clubs diesen Modus durchführen haben die kleineren keine Chance und die grossen sowie z. B kloten dürfen sogar noch betrügen,

    • marko 34 am 06.04.2019 09:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andre

      Leider

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  • Hockeyfan am 05.04.2019 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Liga-Quali

    Schade treten sie zur Liga-Qualifikation nicht an. Das wäre sehr heiss geworden! Wenn man bedenkt, dass Rapperswil sage und schreibe 15 Punkte weniger als Kloten letzte Saison holte und Kloten abstieg, wäre das sehr spannend geworden. Sehr schade, habe mich auf ein heisses Duell gefreut.

    • tjj am 05.04.2019 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hockeyfan

      der kleine unterschied, kloten hatte nla spieler und nati spieler und grosse zerfallserscheinung. rapperswil hat ein kleines bisschen besseres team als letzte saison und keine zerfallserscheinung. aus meiner sicht wäre das duell einseitig verlaufen.

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  • Rolf G. am 05.04.2019 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Schande!!!

    Welch eine Farce! Langenthal verzichtet auf einen möglichen Aufstieg! Vielleicht wäre ja La Chaux de Fonds gerne in die Ligaqualifikation gestiegen. Super Organisation des Eishockeyverbandes, Bravo!

  • ruedi lanz am 04.04.2019 19:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schön war es

    Wie schön, sich wieder einmal an der ersten Aufstieg der Langenthaler in die Nati B zu erinnern. Es muss irgend ein Mal in den Sechziger gewesen sein, als wir mit einem Extrazug nach Martigny fuhren, um das entscheidende Spiel gegen Charrat mit zu verfolgen. Unvergesslich die Fete bei Heimreise, mit einem als Bar "umgebauten Güterwagen! Und wie stolz wir Jünglinge doch waren, weil uns die Spieler das Duzis anboten!