Der Präsident irrt

19. Mai 2012 15:53; Akt: 19.05.2012 15:55 Print

Lausanne kann Kloten ersetzen

von Klaus Zaugg - Kennt Liga-Präsident Marc Furrer seine eigenen Reglemente nicht? Lausanne kann sehr wohl in die NLA aufsteigen.

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Jubeln die Lausanner Spieler schon bald in der NLA? (Bild: Keystone/AP)

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Marc Furrer ist der Präsident der Nationalliga. In dieser Funktion hat er sich in verschiedenen Medien zitieren lassen, man werde die nächste Saison entweder mit Kloten oder dann mit elf Teams spielen. Weil es die Reglemente nicht zulassen, dass Lausanne für die Kloten Flyers in die NLA aufsteigt.

Umfrage
Soll Lausanne in die NLA aufrücken, falls bei den Kloten Flyers der Vorhang fällt?
60 %
40 %
Insgesamt 1699 Teilnehmer

Mit einer Dreiviertelsmehrheit können die Vertreter der NLA- und NLB-Klubs an der Liga-Versammlung vom 7. und 8. Juni sehr wohl beschliessen, dass Lausanne die Kloten Flyers in der NLA ersetzt. Dies bestätigt Liga-Manager Ueli Schwarz, mit den Reglementen vertraut, gegenüber 20 Minuten Online: «Da ist unser Präsident möglicherweise falsch zitiert oder falsch verstanden worden. Lausanne hat zwar die sportlichen Anforderungen für einen Aufstieg gemäss Reglement nicht erfüllt. Deshalb habe ich schon gewisse Bedenken für einen allfälligen Aufstieg. Aber an der Ligaversammlung kann mit einer Dreiviertelsmehrheit der Aufstieg von Lausanne beschlossen werden. So demokratisch sind die Strukturen unserer Liga.»

Mit einer Dreiviertelsmehrheit wäre es auch möglich, die Kloten Flyers zu begnadigen – d.h. die Kloten Flyers (die EHC Kloten Sport AG) in Konkurs fallen zu lassen und Lizenz auf eine Nachfolgegesellschaft zu übertragen. Doch dieses Ansinnen haben die Vertreter der NLA- und NLB Klubs verworfen.

Lausanne darf sich durchaus Chancen ausrechnen

Werden die Klubs im Falle eines Falles einem Aufstieg von Lausanne zustimmen? Die NLA-Klubs haben je drei, die NLB-Klubs je zwei Stimmen. Ergibt ein Total von 58 Stimmen. Für eine Dreiviertelsmehrheit darf es nicht mehr als 14 Gegenstimmen geben. Bei einer Meisterschaft mit elf Teams würden die Klubs zwei Heimspiele verlieren, müsste der Modus neu ausgearbeitet werden, würde es eine Neuregelung des Auf/Abstieges brauchen plus Nachverhandlungen beim TV-Vertrag – deshalb gibt es gewisse Chancen, dass ein Aufrücken von Lausanne für die Kloten Flyers die erforderliche Mehrheit findet.

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Es wäre zwar schade um Kloten, aber ich sehe keine Möglichkeit, wie es die Flyers noch schaffen sollen. Lausanne ist meiner Meinung nach ein guter Kandidat, auch wenn sie es sportlich bisher nicht geschafft haben aufzusteigen, heisst das nicht, dass sie nicht fähig wären auf einem guten Level in der NLA mitzuspielen! Ausserdem bietet Lausanne eine gute Infrastruktur, eine breite Fanbasis und scheint auch fähig zu sein ein würdiges NLA-Budget ohne grössere Probleme stemmen zu können! Ich möchte einfach keine Saison mit 11 Mannschaften sehen, in der der NLB-Meister automatisch aufsteigt! – Phil

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kusi am 19.05.2012 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    überfordert

    Herr Furrer wurde falsch verstanden oder falsch zitiert, wer's glaubt ? Es ist schlicht so das die höchsten Funktionäre in der Sportverbänden in der Schweiz einfach überfordert sind. Das ist leider nicht nur im Hockeyverband so.

  • Tom Meier am 19.05.2012 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Lausanne ???

    Habe ich was verpasst?? Um den Aufstieg hat doch Langenthal gespielt ... Wieso sollte nicht Langenthal dieses Loch stopfen? Oder ist da schon eingerechnet, dass Langenthal nicht in die NLA will und somit Lausanne zum Handkuss kommt?

  • Anthare am 19.05.2012 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht HC Thurgau ins A?

    Lausanne ist nur eine beliebige Mannschaft aus der Nati B, mehr nicht. Nati B-Meister ist der SC Langenthal und hat als einzige Mannschaft einen legitimen Anspruch auf einen Platz im A. Wenn die Oberaargauer ablehnen, dann wird in der höchsten Spielklasse mit 11 Mannschaften die Meisterschaft ausgetragen. Wer aufsteigen will, soll sich das auch sportlich verdienen. Wenn Lausanne aus einer Laune heraus der Aufstieg gewährt wird, wäre dies eine Bankrotterklärung des Schweizer Eishockeys.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Saphir am 20.05.2012 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unlogisch

    Lausanne darf sehr gerne in der NLA mitmachen - wenn sie den Ausfstieg sportlich schaffen... Also nie! Es geht auch mit 11 Teams tiptop! Niemand vermisst Kloten, niemand will Lausanne.

  • ronnie am 20.05.2012 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    bestechung

    eigentlich müsste jemand nur genügend stimmen kaufen und dann doch kloten neu lancieren! ist sicher die günstigere variante :)

  • Tom Meier am 19.05.2012 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Lausanne ???

    Habe ich was verpasst?? Um den Aufstieg hat doch Langenthal gespielt ... Wieso sollte nicht Langenthal dieses Loch stopfen? Oder ist da schon eingerechnet, dass Langenthal nicht in die NLA will und somit Lausanne zum Handkuss kommt?

  • kusi am 19.05.2012 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    überfordert

    Herr Furrer wurde falsch verstanden oder falsch zitiert, wer's glaubt ? Es ist schlicht so das die höchsten Funktionäre in der Sportverbänden in der Schweiz einfach überfordert sind. Das ist leider nicht nur im Hockeyverband so.

  • jacky am 19.05.2012 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    lausanne in die NLA

    wer einmal in lausanne einen matc gesehen hat, der weiss, die gehören in die NLA. die stimmung und das fanaufgebot, das sie in der NLB haben, schaffen nicht mal NLA clubs. finanziell stehen sie gut da und ich denke, dass sie es sportlich absolut schaffen können. überhaupt wäre es für das schweizer eishockey ein gewinn, lausanne in der NLA zu haben, auch wenn es schade ist um kloten. aber eine meisterschft mit 11 clubs ist mühsam und unnötig. seid euch selber lieb!!!