NHL

26. Februar 2011 10:48; Akt: 28.02.2011 14:03 Print

Martin Gerbers zweite NHL-Rückkehr

von Klaus Zaugg / Jürg Federer - Nationaltorhüter Martin Gerber (36) kehrt zum zweiten Mal in dieser Saison in die NHL zurück und wird in Edmtonon vorübergehend die Nummer zwei hinter Devan Dubnyk (25).

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(*1982), Torhüter, Anaheim Ducks. Mit 59 Spielen in der Regular Season letzte Saison die absolute Nr. 1 der «Enten». Dies ist auch 2010/2011 so. Derzeit laboriert der Schweizer Nati-Goalie allerdings an Gleichgewichtsstörungen herum. Er fällt auf unbestimmte Zeit aus. (*1990), Verteidiger, Anaheim Ducks. Wurde vergangene Saison nach 8 Spielen zu den Junioren zurückgeschickt. Auch dieses Jahr begann er bei den «Grossen», wurde aber schnell in die AHL abgeschoben. Bereits im November wurde der Verteidiger wieder ins NHL-Team zurückgerufen. Am 23.11. erhielt er die Bewilligung, vom Hotel in eine eigene Wohnung zu ziehen. Das ist in der NHL gleichbedeutend mit einem Stammplatz. (*1988), Verteidiger, Montreal Canadiens. 11 NHL-Spiele (8 Regular Season/3 Playoffs) hat der Neuenburger bis Ende Saison 2009/2010 bestritten. Weber erhielt in den Testspielen der «Habs» zur aktuellen Spielzeit viel Vertrauen, trotzdem wurde er in die AHL abgeschoben. Im November erhielt er aber eine zweite Chance. Diese hat Weber gepackt. (*1974), Torhüter, Edmonton Oilers. Der Emmentaler wurde ins AHL-Team Oklahoma City Barons abgeschoben, wurde Mitte November von den Oilers aber wieder ins NHL-Team zurückgeholt. Am 25.11. kam er gegen Colorado zu seinem NHL-Comeback, nach nur zwei Spielen musste er am 1.12. aber wieder zurück ins Farmteam. Am 26.2. erhält er erneut den Marschbefehl fürs NHL-Team, da sich Oilers-Goalie Nikolai Khabibulin im Training am Auge verletzt hatte. Allerdings nimmt Gerber nur vorübergehend die Rolle des Ersatztorhüters ein. (*1977), Verteidiger, New York Islanders. Der Berner ist ein gestandener Mann in der NHL. Mit 49 Punkten war er vergangene Saison sogar drittbester Skorer seines Teams - und das als Verteidiger. Nun hat sich Streit aber im Trainingscamp an der Schulter verletzt und fällt deshalb wohl ein halbes Jahr aus. (*1985), rechter Flügel, Ottawa Senators. Der Klotener wurde nach seiner tollen Leistung an den Olympischen Spielen in Vancouver (5 Tore in 5 Spielen) unter Vertrag genommen. Er ist allerdings eher als Investition für die Zukunft zu betrachten. Wick wird eher im Farmteam wertvolle Erfahrungen sammeln. Vorerst wurde er in die AHL zu den Binghamton Senators geschickt. Am 24. Februar 2011 wird er erstmals in die NHL beordert. Am 25. kommt er zu seiner ersten NHL-Partie gegen die Buffalo Sabres. Nach zwei Spielen musste er wieder in die AHL, kam aber ab dem 17. März zu einer zweiten Chance. Nach vier weiteren NHL-Spielen musste der Schweizer am 25. März erneut zurück ins Farmteam. (*1992), Stürmer, New York Islanders. Der Erstrunden-Draft hat während dem Trainingscamp einen Dreijahresvertrag erhalten und konnte die Saison in der NHL beginnen. Nach guten Leistungen in den ersten Spielen hat «El Niño» seine Ansprüche auf einen NHL-Stammplatz unterstrichen. Nach neun Spielen wurde er jedoch zu den Junioren nach Portland abgeschoben. (*1983), Verteidiger, Dallas Stars. Für Blindenbacher gilt Ähnliches wie für Roman Wick. Der Zürcher hat sich zuletzt in Schweden einen Namen gemacht und versucht nun die NHL zu erobern. Doch auch er musste die Saison in der AHL beginnen. Am 23.11. erhielt er den «Marschbefehl» für die NHL. Ohne eine Minute Eiszeit wurde er am 1. Dezember zurück ins Farmteam geschickt. Am 14. Februar 2011 bricht er das Abenteuer Nordamerika ab. (*1990), Verteidiger, Nashville Predators. Der Berner hat auf eigenen Wunsch eine zusätzliche Saison in der Schweiz verbracht und sich in dieser Zeit in der NLA zu einem sicheren Wert etabliert. Wegen einer Handgelenk-Verletzung beginnt er aber die Saison beim Farmteam Milwaukee Admirals. Trotz solider Leistungen in der AHL wartet Josi noch auf sein NHL-Debüt. (*1990), rechter Flügel, Florida Panthers. Die Einladung ins Trainingscamp war für ihn schon ein Erfolgserlebnis. Für die NHL reichts dieses Jahr aber noch nicht. Er wird die Saison bei den OHL-Junioren der Oshawa Generals bestreiten. (*1989), Torhüter, Montreal Canadiens. Die NHL ist für den jungen Schweizer Keeper noch zu weit entfernt. Mayer will sich deshalb als Nummer 1 im Tor des AHL-Farmteams Hamilton Bulldogs etablieren. Immerhin hat er in einem Testspiel gegen Ottawa sein NHL-Debüt erlebt. (*1991), Verteidiger, Edmonton Oilers. Die Einladung ins Trainingscamp der Oilers war eine Überraschung und eine Belohnung für die guten Leistungen im «Rookie Camp». Schlumpf wurde am 20.9.2010 nach wenigen Tagen im Camp zu seinem Junioren-Team Shawinigan geschickt, mit dem er die Saison in der Juniorenliga QMJHL bestreiten wird. (*1987), rechter Flügel, Boston Bruins. Der schweizerisch-slowakische Doppelbürger hat auch im vierten Versuch den Sprung ins NHL-Stammkader bei Tampa Bay nicht geschafft und wartet weiterhin auf seinen ersten Einsatz in der härtesten Liga der Welt. Er spielte in der AHL für die Norfolk Admirals, bevor er am 10. Dezember zu den Boston Bruins getradet wurde und anschliessend in der AHL für Prividence spielte. Im Januar 2011 entschloss sich Simek für eine Rückkehr in die Schweiz und unterzeichnete einen Vertrag bei Servette.

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Gerber ist die Nummer 1 im AHL Team von Oklahoma. Er hat diese Saison für Edmonton erst zwei NHL-Partien bestritten und beide gewonnen (95 Prozent Abwehrquote). Edmonton-Torhüter Nikolai Khabibulin hat sich im Training der Oilers am Auge verletzt. Gemäss Headcoach Tom Renney hat ein Eissplitter eine Blutung im Auge von Khabibulin ausgelöst. Auf Rat der Klubärzte fällt Khabibulin für das Heimspiel von heute Freitag gegen die St. Louis Blues aus.

Der Kanadier Devan Dubnyk ist vorerst als Nummer 1 noch gesetzt. Er hat diese Saison allerdings erst 8 von 23 Spielen gewonnen (Fangquote 91,40 Prozent).

Stargoalie Chabibulin (38, Fangquote von 89,30 Prozent) ist wegen seines hohen Salärs (3,75 Mio Dollar Jahresgehalt) und des langfristigen Vertrages (bis 2013) praktisch untransferier- und untauschbar und «blockiert» Martin Gerbers dauerhaftes Comeback in die NHL: Aus politischen Gründen (er ist zu teuer für die Ersatzbank) wird ein gesunder Chabibulin Gerber immer vorgezogen.

Dubnyk ist ein Billiggoalie (800 000 Dollar Jahresgehalt) mit auslaufendem Vertrag und hat schon wegen seines Alters bei den Oilers eine stärkere Position als Gerber. Der Schweizer kassiert im Farmteam 200 000 Dollar Jahresgehalt und bei Edmonton in der NHL sind es 500 000 Dollar. Der Lohn wird beim Ligawechsel auf die Spiel- und Trainingstage hochgerechnet. Gerber hat bis heute 228 NHL-Spiele bestritten. Sein Vertrag läuft im Frühjahr aus. Sein Ziel ist es nach wie vor, auch nächste Saison in einer NHL-Organisation zu spielen.