Spengler Cup

30. Dezember 2011 11:12; Akt: 30.12.2011 17:58 Print

Nach hartem Kampf: Davos erreicht Finale

Die Dramaturgie aus Sicht der Turnierorganisatoren stimmt: Das Heimteam zieht in den Final des Spengler Cups ein - dank einem hartumkämpften 4:2-Sieg über Vitkovice.

Bildstrecke im Grossformat »
Der HC Davos gewinnt zum 15. Mal in der Vereinsgeschichte den Spengler Cup. Das Team von Arno Del Curto besiegt im Final den KHL-Vertreter Dinamo Riga knapp mit 3:2. Dinamo-Trainer Pekka Rautakallio konnte die Final-Pleite trotz grossem Einsatz an der Bande nicht verhindern. Seine Mannschaft konnte nur zeitweise ihre Leistung abrufen. Dinamo Riga qualifiziert sich nach dem HCD als zweite Mannschaft für den Final. GA Wolfsburg konnte lange Zeit mithalten. Nicht nur das: Über weite Strecken waren sie sogar die bessere Mannschaft. Am Schluss schaute dennoch ein 4:1-Sieg für die Letten heraus. Finale O-ho! Dank einem 4:2-Sieg gegen die Widersacher aus Vitkovice steht der HCD am Spengler Cup im Finale. Allerdings lieferten die Tschechen dem Gastgeber einen harten Fight. Und überdies zeigte sich HCD-Coach Arno Del Curto oft unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Wolfsburg schafft die Überraschung und wirft das Team Canada aus dem Turnier. Mit 3:2 nach Penaltys müssen sich die Favoriten gegen den Underdog aus Deutschlang geschlagen geben. Domenico Pittis kann es kaum fassen. Am Freitag spielt Wolfsburg gegen Dinamo Riga um den Finaleinzug am Spengler Cup. Den anderen Halbfinal bestreiten der HC Davos und Vitkovice. Anders Eldebrink muss zusehen, wie seine Spieler während 60 Minuten nicht auf Touren kommen. Für Torhüter Ronnie Rüeger war es ein Turnier zum Vergessen. Die Tschechen vom HC Vitkovice stehen dagegen als dritter Halbfinalist fest. Wer hätte das gedacht? Gleich mit 8:1 fertigt Gastgeber Davos das Team Canada ab. Massgeblich mitverantwortlich für das Davoser Torfestival: Petr Sykora mit drei Toren. Nach dem zweiten Drittel stand es 2:1 für Davos - hernach brachen die Kanadier ein. Gruppensieg! Dinamo Riga bleibt auch gegen die Grizzly Adams Wolfsburg ungeschlagen. Mangelnden Kampfgeist oder Siegeswillen müssen sich die Wolfsburger aber gewiss nicht vorwerfen lassen. Endstation Maris Jucers: Lange bissen sich die Deutschen die Zähne an Rigas Hintermann aus. Leonardo Genoni (m.) sichert seiner Mannschaft mit einer grandiosen Parade kurz vor Schluss den Sieg. Seine Teamkollegen bedanken sich bei ihrem Schlussmann. Die HCD-Fans haben Grund zu feiern. Nach dem 2:1 über Vitkovice kann der HCD morgen um den Gruppensieg spielen. Reto von Arx (r.) und seine Mannschaft hat die Aufgabe gegen die punktelosen Tschechen souverän gemeistert. Nun geht es morgen gegen das Team Kanada. Die Flyers können wieder lachen! Das überzeugende 6:0 gegen Wolfsburg ist gleichzeitig der erste Sieg am Spengler Cup. Wolfburgs Keeper Daniar Dshunussow kann die Scheibe im letzten Moment sichern. Matchwinner ist Roman Wick (m.). Der Stürmer trifft doppelt, sein zweites Tor zum 6:0 ist besonders sehenswert. Das Team Canada feiert gegen Vitkovice einen klaren 7:1-Sieg. Die Kanadier haben gut lachen. Die Tschechen wussten oft nicht, was sie machen sollen. Die Kloten Flyers kassieren beim 2:9 gegen Dinamo Riga fast ein «Stängeli». Riga-Trainer Pekka Rautakallio scheint trotz des klaren Resultats nicht alles zu passen. Die Klotener kamen gegen die Letten meistens einen Schritt zu spät.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen setzte sich der HC Davos äusserst knapp gegen den tschechischen Vizemeister HC Vitkovice durch. In der Vorrunde hatten die Davoser dank einer Tordoublette von Petr Taticek nach einem 0:1-Rückstand mit 2:1 gewonnen. In der "Revanche" im Halbfinal führte Vitkovice wiederum bis zur 25. Minute mit 2:1. Wiederum Taticek (2:2) und fünf Minuten später Pavel Brendl (3:2) bewerkstelligten die Wende für die Davoser. Die Siegsicherung mit dem 4:2 gelang 46 Sekunden vor Schluss Petr Sykora mit einem Schuss ins leere Tor.

Umfrage
Wer gewinnt den Spengler Cup?
61 %
39 %
Insgesamt 2620 Teilnehmer

Wie schon am Vortag gegen Kloten zeigte Vitkovice aber eine starke, leidenschaftliche Leistung. Die Tschechen liessen sich von Davos nicht mehr derart klar dominieren wie in der Vorrunde. Dennoch erwies sich Goalie Roman Malek mit fast 40 Paraden als klar stärkster Spieler Vitkovices. Der junge Australier Nathan Walker erzielte zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung sein zweites Goal im Turnier.

Für den HC Davos traf neben Taticek, dem starken Brendl und Sykora noch der Tessiner Gregory Sciaroni (1:0). Der HCD zog verdientermassen in den Final ein; die Bündner erspielten sich in diesem rassigen, ausgeglichenen Spiel die besseren Torchancen. Die Davoser bestritten letztmals vor zwei Jahren am Silvester den Final des Spengler Cup, damals unterlagen sie Dynamo Minsk mit 1:3. Der letzte Turniersieg des Heimteams liegt fünf Jahre zurück, damals wurde im Endspiel das Team Canada 3:2 besiegt.

Den Finalgegner ermitteln am Freitagabend im zweiten Halbfinal Dinamo Riga und Wolfsburg.

HC Davos - HC Vitkovice 4:2 (1:1, 2:1, 1:0)
Vaillant-Arena. - 6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Jablukov (De), Kohler/Kaderli.
Tore: 4. Sciaroni (Earl, Sejna) 1:0. 12. Sedivy (Collenberg) 1:1. 24. (23:35) Walker (Kucsera) 1:2. 25. (24:31) Taticek (Joggi, Reto von Arx) 2:2. 30. Brendl (Guggisberg, Niinimaa) 3:2. 60. (59:13) Sykora (Taticek) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen den HCD, 3mal 2 Minuten gegen Vitkovice.
Davos: Genoni; Joggi, Forster; Ramholt, Grossmann; Untersander, Niinimaa; Back; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Guggisberg, Earl, Brendl; Sciaroni, Rizzi, Sejna; Bürgler, Steinmann, Sieber.
Vitkovice: Malek; Malik, Kudelka; Puncochar, Ovcacik; Collenberg, Sedlak; Randegger, Voracek; Pohl, Stefanka, Klimek; Kucsera, Huzevka, Walker; Jan Kana, Strapac, Sedivy; Tomas Kana, Sykora, Pabiska.
Bemerkungen: HCD ohne Stoop, Guerra, Wieser (alle verletzt). 26. Pfostenschuss von Guggisberg. 30. Lattenschuss von Forster. Vitkovice von 58:53 bis 59:13 ohne Goalie.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • D. S. am 30.12.2011 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber keine Kunst... ;)

    Schon ab dem zweiten Satz habe ich fast keine Lust den Artikel zu lesen. Der Sport mag vielleicht stimmen, aber punkto Kunst wäre ich nicht ganz einverstanden.

  • Roger am 30.12.2011 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    keinen Wiederstand mehr

    das letzte Drittel zeigte absolut keinen Wiederstand mehr der Kanadier, die wollten dann nur noch Kräfte sparen, da sie wussten, sie könnten den Halbfinal trotzdem erreichen. Klare Taktik, die jede Mannschaft angewandt hätte, dass es nicht aufging, ist dem Kampfgeist der Deutschen zu verdanken. Die Kanadier sind immer ein aufgeblasener Kampfhaufen, jetzt haben sie die Quittung

    einklappen einklappen
  • swissgr am 30.12.2011 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Earl

    Ich wünsche mir einen Transfer von Earl!! Der wäre perfekt für Davos!! Bitte AdC!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valentina am 30.12.2011 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Morgen wirds so oder so hart

    War toll, habe mich sogar erwischt mal den Daumen für die CZE gedrückt zu haben. Die CZE >Super Team. Jetzt heissts, Hopp HCD.

  • Petra S. am 30.12.2011 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Vikovice

    Danke Vitkovice. War ein total spannender Match. Ihr seit ein total sympatisches Team. Hoffe wir sehen Euch irgendwann wieder!

  • swissgr am 30.12.2011 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Earl

    Ich wünsche mir einen Transfer von Earl!! Der wäre perfekt für Davos!! Bitte AdC!!!

    • Didi am 30.12.2011 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      Fleissig

      Finde ich auch! Aber wen abtreten? Auf die CZE möchte ich auch nicht verzichten.

    einklappen einklappen
  • D. S. am 30.12.2011 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber keine Kunst... ;)

    Schon ab dem zweiten Satz habe ich fast keine Lust den Artikel zu lesen. Der Sport mag vielleicht stimmen, aber punkto Kunst wäre ich nicht ganz einverstanden.

  • Roger am 30.12.2011 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    keinen Wiederstand mehr

    das letzte Drittel zeigte absolut keinen Wiederstand mehr der Kanadier, die wollten dann nur noch Kräfte sparen, da sie wussten, sie könnten den Halbfinal trotzdem erreichen. Klare Taktik, die jede Mannschaft angewandt hätte, dass es nicht aufging, ist dem Kampfgeist der Deutschen zu verdanken. Die Kanadier sind immer ein aufgeblasener Kampfhaufen, jetzt haben sie die Quittung

    • Hockey Nerd am 30.12.2011 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      HCD4Ever

      Bist 'n bischen spät drann mit deinem Kommentar, Roger.

    einklappen einklappen