Kloten-Krise

09. Mai 2012 11:01; Akt: 09.05.2012 13:29 Print

Nun beginnt das grosse Taktieren

von Klaus Zaugg - Was tun Hockey-Teams, wenn sie unter Druck sind? Sie verzögern das Spiel. Genau das tun jetzt die Kloten Flyers im Finanzkrisen-Boxplay.

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Bringt Hans-Ulrich Lehmann (oben links) die Kloten Flyers wieder auf Kurs? (Bild: Keystone/AP)

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Bis am 10. Mai wollte der Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann entscheiden, ob er bei den Kloten Flyers als Retter einsteigen will und Präsident und Besitzer Jürg Bircher hatte erklärt, bis zum 10. Mai werde er eine Lösung präsentieren.

Dieser Termin kann nicht eingehalten werden. Hans-Ulrich Lehmann erklärt gegenüber 20 Minuten Online, dass er erst am 15. Mai über seine Kloten-Pläne informieren wird. «Eine Überprüfung der Zahlen ist bis zum 10. Mai einfach nicht möglich. Den kompletten Abschluss per 30. April in so kurzer Zeit zu erstellen ist sowieso eine Herkules-Arbeit für die Kloten Flyers, die vollständigen Zahlen liegen mir noch nicht vor. Ich brauche also noch ein paar Tage mehr Zeit und werde am 15. Mai informieren.»

Die Agenten der wichtigen Spieler der Kloten Flyers erklären übereinstimmend, dass es nun auf ein paar Tage auch nicht mehr ankomme. Die Kloten Flyers haben also zum ersten Mal erfolgreich auf Zeit gespielt.

«Rampen-Verkauf» droht noch immer

Präsident und Besitzer Jürg Bircher betonte zwar gegenüber 20 Minuten Online, es gebe einen Plan B, falls Hans-Ulrich Lehmann nicht einsteige. Man prüfe auch andere Lösungen. Allerdings ist es wie in einem Hockeyspiel: Die Uhr läuft unerbittlich. Die Kloten Flyers haben die April-Löhne nicht bezahlt (20 Minuten Online berichtete) und spätestens Ende Mai müssen diese Löhne bezahlt werden. Sonst werden die ersten Spieler den Markt sondieren und ein unkontrollierter «Rampen-Verkauf» beginnt.

Liga-Geschäftsführer Ueli Schwarz ist über die Situation informiert. Aber er sitzt wie auf heissen Kohlen. Er weilt momentan an der WM in Helsinki, wird aber zwischendurch in die Schweiz fliegen – auch, um sich um den «Fall Kloten» zu kümmern. Er mag nicht darüber spekulieren, wie gross die Chancen einer Rettung sind, sagt aber: «Hans-Ulrich Lehmann und Jürg Bircher verhandeln nach wie vor - und so lange verhandelt wird, gibt es Hoffnung.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pädi am 09.05.2012 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    LÖSUNG ??

    Was für ein Aufstand , was für eine Lösung meinen die aus dem Hut zu Zaubern ?? Freut euch doch auf die ERSTE oder ZWEITE Liga , wo sonst könnt Ihr sooo viele Kantons Derbys Spielen ?? :-) Und ich muss Markus recht geben , solch eine Misswirtschaft muss einfach Bestraft werden und das währe der Zwangsabstieg !!!

  • sandra am 09.05.2012 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Abschluss

    tja, manchmal dauert es länger bis man die Bilanzen frisiert hat...

  • Chlotner am 09.05.2012 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Mir blibet am Lebe

    Es darf und kann nicht sein, dass so ein Traditionsverein auf Grund von unfähigen Geschäftsleuten in den Abgrund geritten wird. Kloten muss und wird überleben, auch wenn Leistungsträger abgegeben werden müssen. Was zählt ist der EHC in der NLA wo er ohne Diskussion hingehört! BLAU-WISS-ROT bis zum Tod.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sandra am 09.05.2012 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Abschluss

    tja, manchmal dauert es länger bis man die Bilanzen frisiert hat...

  • Nötzli am 09.05.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtige Zahlen längst bekannt...

    Ein Witz, das mit der langen Zeit, welche für den Abschluss benötigt würde. Die entscheidenden Zahlen, an denen sowohl Hr. Lehmann als auch die Liga Interesse haben, müssten längst bekannt sein. Es sind dies die Darlehen der Aktionäre und die offenen Kreditoren. Allenfalls noch der an der oberen Grenze liegende Wert der 1en Mannschaft. Ob jetzt der Ertrag ein wenig besser abgegrenzt ist, oder auch nicht, ist für die wichtigen Entscheidungen überhaupt nicht relevant. Da wird der unbedarften Öffentlichkeit wieder ein Märchen aufgetischt.

  • Pädi am 09.05.2012 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    LÖSUNG ??

    Was für ein Aufstand , was für eine Lösung meinen die aus dem Hut zu Zaubern ?? Freut euch doch auf die ERSTE oder ZWEITE Liga , wo sonst könnt Ihr sooo viele Kantons Derbys Spielen ?? :-) Und ich muss Markus recht geben , solch eine Misswirtschaft muss einfach Bestraft werden und das währe der Zwangsabstieg !!!

  • Chlotner am 09.05.2012 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Mir blibet am Lebe

    Es darf und kann nicht sein, dass so ein Traditionsverein auf Grund von unfähigen Geschäftsleuten in den Abgrund geritten wird. Kloten muss und wird überleben, auch wenn Leistungsträger abgegeben werden müssen. Was zählt ist der EHC in der NLA wo er ohne Diskussion hingehört! BLAU-WISS-ROT bis zum Tod.

    • au chlotener am 09.05.2012 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      Jawohl

      Ganz Deiner Meinung!!!

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  • Markus am 09.05.2012 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klote

    Da sieht man einmal mehr was passiert wenn man über den Verhältnissen lebt. wie lugano damals. in meinen Augen sind alle Spieler uberbezahlt, wenn ich denke was ein normaler Arbeiter verdient wo von morgen bis am Abend arbeitet.

    • Bestii am 09.05.2012 12:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Lustig

      haha lustig das so zu lesen wenn man bircher persönlich kennt:)

    • sarah am 09.05.2012 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      genau

      sehe ich genau so... deshalb ist es immer noch besser wenn man seine lage von anfang an klar darstellt... wie vor ein paar jahren die tigers!! die wahrheit kommt früher oder später sowieso raus!!!

    • ronnie am 09.05.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

      Angebot und nachfrage

      Diese Löhne sind zu noch aber nicht viel zu hoch. auch nicht jeder spieler ist Überbezahlt. Es geht um angebot und Nachfrage und diese ist in den meisten Fällen gegeben. Wären diese spieler nicht bei Kloten, würden sie etwa das gleiche bei einem anderen Verein verdienen.

    • René am 09.05.2012 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Überbezahlte Löhne

      Dass die Löhne überbezahlt sind, ist bekannt. Welche Ausländer, die NHL-Erfahrung haben und viele Spiele gemacht haben, würden sonst in die Schweiz kommen?

    • Insider am 09.05.2012 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Saläre im CH-Hockey

      Dann schau mal die irrsinnigen Saläre im CH-Fussball an! Klar gibt es auch im Eishockey Spieler, welche 300'000 und mehr verdienen. Aber der Grossteil muss sich mit weit weniger zufrieden geben. 4. Blockspieler verdienen nicht mehr als ein normaler Arbeiter. Und wenn schon ein Schiri (Kurmann, siehe 20 Min online) 120'00 verdient und auf nächstes Jahr noch mehr erhalten soll... Ich kenne einige Spieler, welche nicht soviel verdienen und weit mehr arbeiten müssen (Training) als die Profi-Refs. Wenn jemand bei irgendwas gut ist, soll er auch sein Geld dafür erhalten. (M)eine Meinung

    • Franz Gasser am 09.05.2012 16:21 Report Diesen Beitrag melden

      Kleinstadt

      Das ist es. Eishockey auf diesem Niveau ist für eine Kleinstadt einfach die falsche Liga. Kloten, Langenthal, Bruntrutt, alle sollen Mannschaften stellen aber doch nicht der NLA!

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