Zürich

01. März 2011 07:24; Akt: 01.03.2011 08:13 Print

Reizfigur Pittis ist ruhiger geworden

von Marcel Allemann - Für die Kloten-Fans ist er die Reiz-, für die ZSC-Anhänger die Schlüsselfigur. Domenico Pittis ist ein Hauptdarsteller der Zürcher Viertelfinal-Serie.

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Domenico Pittis (l.) wird von Klotens Michael Liniger bedrängt. (Foto: Photopress)

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Im Januar 2008 wechselte Domenico Pittis über Nacht von den Kloten Flyers zu den ZSC Lions. Entsprechend gross war damals die Aufregung und verschiedenste Gerüchte über die Gründe kursierten. Pittis selbst hat nie preisgegeben, was damals in Kloten wirklich vor­gefallen war. Für die Fans der Flyers ist er seither ein Verräter. Dafür schätzt man ihn bei den ZSC Lions umso mehr, er war eine der Schlüsselfiguren beim Triumph in der Champions League 2009 und ist der aktuelle PostFinance-Topskorer des Teams.

«Klar ist es immer speziell, wenn man an den Ort zurückkehrt, wo man früher gespielt hat – und während der Playoffs ist es noch zusätzlich emotional», gesteht der Kanadier, er frohlockt jedoch auch: «Mittlerweile bin ich ja länger beim ZSC, als ich bei Kloten war.» Doch da irrt Pittis: Bislang bestritt er 182 NLA-Partien für ­Kloten, aber «nur» 169 für den ZSC. Dieses Verhältnis kann sich in dieser Saison höchstens noch drehen, wenn die ZSC Lions den Final erreichen.

Doch davon ist die Mannschaft noch meilenweit entfernt. Vielmehr gilt es, den 0:1-Rückstand heute im Hallenstadion auszugleichen – ein 0:2 könnte fast schon vorentscheidenden Charakter haben. Der Rolle Pittis’ kommt dabei eine grosse Bedeutung zu, aufgrund seiner Klotener Vorgeschichte ist er ein beliebtes Opfer für Provo­kationen. Doch der Heisssporn früherer Tage ist ruhiger geworden. «Ich bin lang genug dabei, da lernt man aus Fehlern der Vergangenheit», sagt Pittis und erklärt: «Wir spielen nicht für uns selber, sondern fürs Team. Deshalb gilt es, eigene Interessen zurückzustellen und diszipliniert aufzutreten.»