National League

02. Januar 2020 21:51; Akt: 02.01.2020 22:43 Print

SCB gewinnt Derby, Zug neu alleiniger Leader

Die Berner können den Vorsprung auf den Strich ausbauen, Zug distanziert dank einem Sieg in Fribourg die ZSC Lions.

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Der SC Bern und der EHC Biel lieferten sich in der in dieser Saison erstmals ausverkauften Postfinance-Arena von Anfang an ein rasantes Derby mit wenigen Unterbrüchen. Der Meister setzte sich verdient, aber nicht ohne Zittern mit 3:2 durch. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel, die Seeländer wirkten anfänglich aber eher gefährlicher. Nach gut 17 Minuten brachte Gregory Sciarony den Meister nach starker Vorarbeit Vincent Praplans dennoch in Führung. Und nach dem Seitenwechsel setzte der SCB den starken Biel-Goalie Jonas Hiller unter Dauerdruck. Es dürfte das beste Drittel der Berner in der laufenden Saison gewesen sein. Der Schönheitsfehler war, dass aus den vielen hochkarätigen Chancen einzig das 2:0 durch Tristan Scherwey resultierte.

Und so herrschte unverhofft wieder Spannung, nachdem Peter Schneider in der 50. Minute im Nachschuss für Biel den Anschlusstreffer erzielt hatte. Und gut fünf Minuten später glich David Ullström im Powerplay tatsächlich aus. Bern wankte, fiel aber nicht. 42 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Ramon Untersander mit einem satten Weitschuss für die Entscheidung. (ädu)

Zug neu alleiniger Leader

Alleine schon diese Aktion hat den Sieg, ja gar die Tabellenführung verdient. Es läuft die 35. Minute, Fribourg hat die gute Chance, seine Führung auf 3:1 auszubauen. Doch Zug-Goalie Leonardo Genoni blockt den Puck – dann startet die grosse Show von Jan Kovar. Der 29-jährige Tscheche übernimmt den Puck, läuft hinter dem eigenen Tor durch, und beginnt einen Gegner nach dem anderen zu umkurven, bis er schliesslich vor Fribourg-Kepper Reto Berra auftaucht und auch noch eiskalt abschliesst.

Es ist der erneute Ausgleich für Zug, zuvor war es Lino Martschini, der in der 23. Minute die Fribourger Führung durch Daniel Brodin (11.) egalisierte. Zwar erholt sich Fribourg schnell von Kovars Sturmlauf, kommt kurz vor der zweiten Drittelspause nochmals zu zwei guten Chancen, scheitert aber jeweils an Genoni. Ausserdem trifft Fribourgs Jorden Gähler in der 33. Minute in Überzahl nur den Pfosten. Doch Schlussdrittel finden dann auch Kovars Teamkollegen, dass seine Aktion die Tabellenführung verdient hat. Keine zwei Minuten ist es alt, da bringt Erik Thorell Zug erstmals in Führung. Sein Handgelenkschuss ins Lattenkreuz hätte nicht präziser sein können. Danach übernimmt Zug, das dank dem 3:2-Sieg an den ZSC Lions in der Tabelle um zwei Punkte distanziert, das Spieldiktat, vergibt mehrfach die Entscheidung – und verdient sich noch die drei Punkte, die lange Zeit eher für Fribourg bestimmt schienen. (fas)

Lindgren zurück - und schon siegt Davos wieder

Nach dem in jeglicher Hinsicht völlig missglückten Spengler-Cup gelang dem HC Davos im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres eine Rehabilitation. Der 3:1-Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers dürfte bei den Bündnern nach aufregenden letzten Tagen wieder etwas mehr Ruhe einkehren lassen.

Mit der Rückkehr von Topskorer und Leitwolf Perttu Lindgren fand der HCD zum Erfolg zurück. Der finnische Stürmer hatte vor der Weihnachtspause beim 5:4-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Ambri mit drei Assists geglänzt, sich dabei aber verletzt und den Spengler-Cup anschliessend verpasst. Gegen die Lakers stand Lindgren am Ursprung des Sieges, gelang ihm doch in der 12. Minute das wegweisende 1:0.

Nicht geschmeckt haben dürfte HCD-Trainer Christian Wohlwend einzig, dass die Partie trotz einer deutlichen Überlegenheit seines Teams bis zu Yannick Frehners 3:1 in der 58. Minute offen blieb. Die Davoser sündigten mehrfach im Abschluss oder scheiterten am starken Rappi-Goalie Melvin Nyffeler. Als ernsthafter Kandidat für den Sieg kamen die Lakers aber trotzdem nicht in Frage, dafür präsentierten sie sich in der Offensive letztlich zu harmlos.

Wohlwend, der während dem Spengler-Cup für Aufsehen gesorgt hatte, weil er die eigenen Fans kritisierte, überraschte vor Spielbeginn mit einer spektakulären Aktion, indem er mit einem Mikrofon zu den Fans sprach. «Ich habe mich dafür entschuldigt, dass wir am Spengler-Cup durch das Schonen von Spielern in Kauf genommen haben zu verlieren. Das werden wir in Zukunft nie mehr tun, sondern alle nötigen Kräfte forcieren, um die Spiele zu gewinnen», erklärte der HCD-Trainer nach Spielschluss gegenüber «MySports». Über die Reaktion seines Teams gegen die Lakers war Wohlwend happy: «Wir haben sie dominiert, müssten einfach viel mehr Tore schiessen.» (mal)

Ambri in Lausanne chancenlos

Der zweite und wesentlich erfolgreichere Schweizer Spengler-Cup-Teilnehmer HC Ambri-Piotta blieb im ersten Spiel nach den Tagen in den Bündner Bergen ohne Aussicht auf Punkte und verlor in Lausanne mit 5:1. Zwar gingen die Leventiner durch Robert Sabolic in Führung, doch Cody Almond gelang postwendend der Ausgleich. Im zweiten Drittel sorgte Lausanne trotz eines Restausschlusses gegen ihr Raubein Tim Traber (Kniestich) mit Toren von Joël Genazzi, Joël Vermin und Petteri Lindbohm für einen 4:1-Vorsprung und die entscheidende Differenz. (mal)

Telegramme:

Bern - Biel 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
17'031 Zuschauer (ausverkauft). - SR Mollard/Wiegand, Fuchs/Kaderli. - Tore: 18. Sciaroni (Praplan) 1:0. 32. Scherwey (Ebbett, Pestoni) 2:0. 50. Schneider (Forster, Gustafsson) 2:1. 56. Ullström (Brunner, Rajala/Ausschluss Ruefenacht) 2:2. 60. (59:18) Untersander (Moser, Arcobello) 3:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Rajala.
Bern: Karhunen; Andersson, Beat Gerber; Krueger, Blum; Untersander, Colin Gerber; Burren; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Pestoni, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Mursak, Praplan; Berger, Heim, Kämpf; Spiller.
Biel:Hiller; Salmela, Sataric; Rathgeb, Forster; Kreis, Fey; Fuchs, Ullström, Rajala; Künzle, Cunti, Brunner; Riat, Gustafsson, Schneider; Tschantré, Neuenschwander, Tanner; Schläpfer, Wüest.
Bemerkungen: Bern ohne Jeremi Gerber, Henauer (beide U20), MacDonald (krank), Bieber und Grassi, Biel ohne Hügli, Lüthi, Pouliot, Ulmer (alle verletzt) und Moser (U20). - Lattenschuss Ullström (17.). – Timeout Biel (59:18).

Fribourg-Gottéron - Zug 2:3 (1:0, 1:2, 0:1) 6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR DiPietro/Salonen, Kovacs/Wolf. - Tore: 11. Brodin (Gunderson) 1:0. 23. Klingberg (Schlumpf) 1:1. 33. Sprunger (Stalberg, Boychuk/Ausschluss Diaz) 2:1. 36. Kovar 2:2. 42. Thorell (Klingberg/Ausschluss Stalberg) 2:3. - Strafen: je 3 mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Hofmann.
Fribourg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Marti; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Gähler; Sprunger, Bykow, Stalberg; Brodin, Boychuk, Mottet; Vauclair, Walser, Marchon; Lhotak, Mojonnier, Lauper.
Zug:Genoni; Diaz, Morant; Thiry, Alatalo; Schlumpf, Geisser; Zryd; Klingberg, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Senteler, Zehnder; Leuenberger, Albrecht, Volejnicek.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Desharnais, Forrer, Rossi, Schmutz (alle verletzt), Schmid (U20) und Chavaillaz (krank), Zug ohne Bachofner, Bougro, Langenegger, Schnyder, Stadler, Zgraggen (alle verletzt) und Hollenstein (U20). - Pfostenschüsse: Boychuk (33.); Hofmann (38.).

Davos - Rapperswil-Jona Lakers 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) 5019 Zuschauer. - SR Müller/Urban, Progin/Schlegel. - Tore: 12. Lindgren (Baumgartner, Marc Wieser) 1:0. 22. Marc Wieser (Herzog, Baumgartner/Ausschluss Ness) 2:0. 41. (40:49) Dünner (Flurin Randegger, Dominik Egli/Ausschluss Guerra; Eggenberger) 2:1. 58. Frehner (Du Bois/Ausschluss Guerra!) 3:1. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 plus 10 Minuten (Ness) gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Clark.
Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Heinen; Barandun; Palushaj, Corvi, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Herzog, Marc Aeschlimann, Meyer; Kessler, Chris Egli, Frehner. Lakers: Nyffeler: Vukovic, Dufner; Dominik Egli, Flurin Randegger; Hächler, Maier; Schmuckli; Kristo, Wellman, Loosli; Clark, Rowe, Casutt; Eggenberger, Dünner, Schlagenhauf; Mosimann, Ness, Hüsler; Simek.
Bemerkungen: Davos ohne Ambühl (wurde am Spieltag Vater einer Tochter), Dino Wieser, Paschoud und Bader (alle verletzt) sowie Hischier, Stoop (beide krank) und Rantakari (überzähliger Ausländer), Lakers ohne Cervenka (gesperrt) sowie Forrer und Schweri (beide verletzt). - Pfosten: 3. Lindgren. - Latte: 41. Wellman. - 47. Clark ausgeschieden. - 58:19 Timeout Rapperswil, anschliessend ohne Torhüter.

Lausanne - Ambri-Piotta 5:1 (1:1, 3:0, 1:0) 9234 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fluri, Huguet/Cattaneo. - Tore: 10. Sabolic (D?Agostini) 0:1. 11. Almond (Jeffrey) 1:1. 23. Genazzi (Jeffrey) 2:1. 28. Vermin (Emmerton, Grossmann) 3:1. 40. (39:52) Lindbohm (Bertschy/Ausschluss Traber; Müller) 4:1. 47. Bertschy (Ausschluss Grossmann!) 5:1. - Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Traber) plus Spieldauer (Traber) gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; D'Agostini.
Lausanne: Stephan; Heldner, Grossmann; Lindbohm, Frick; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Jooris, Kenins; Moy, Emmerton, Vermin; Almond, Jeffrey, Herren; Trabert, Froidevaux, Leone; Roberts.
Ambri: Manzato (41. Östlund); Ngoy, Pinana; Plastino, Fischer; Fora, Dotti; Forler, Jelovac; D?Agostini, Flynn, Sabolic; Joël Neuenschwander, Müller, Zwerger; Trisconi, Dal Pian, Hinterkircher; Incir, Anthony Neuenschwander, Mazzolini. Bemerkungen: Lausanne ohne Antonietti (verletzt) und Junland (überzähliger Ausländer), Ambri ohne Bianchi, Conz, Hofer, Kneubühler, Kostner, Novotny und Rohrbach (alle verletzt) sowie Goi (krank).

Rangliste: 1. Zug 30/59. 2. ZSC Lions 32/57. 3. Davos 30/56. 4. Genève-Servette 32/56. 5. Lausanne 32/51. 6. Biel 32/47. 7. SCL Tigers 31/46. 8. Bern 32/44. 9. Ambri-Piotta 32/41. 10. Fribourg-Gottéron 31/40. 11. Lugano 32/37. 12. Rapperswil-Jona Lakers 32/33.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy am 02.01.2020 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Hochspannunh

    Wiedermal an Spannung kaum zu überbieten (ausser bei LHC-HCAP). Knappe Spiele mit Toren in den letzten Minuten, Shorthander, Pfostenschüsse oder gar Verlängerung. Darum liebe ich unsere Nationalleague!

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  • Klaus von Arb am 02.01.2020 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    EV Zug

    Lino Martschini traf heute nicht, es war Carl Klingberg, der Schwedische Flügel vom EVZ

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  • Klaus von Arb am 02.01.2020 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    Detail

    Zug war bereits am 23. Dez 19 nach dem Sieg gegen Bern Leader...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ganjaflash am 03.01.2020 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • dominik müller am 03.01.2020 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ambri fäns wo?

    wo sind jetzt alle Ambri fans?

  • Bob-Design am 03.01.2020 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SCB-Meister

    Würde wetten dass der SCB wieder Meister wird. Sieht auf der Tabelle zwar nicht so aus, doch da werden sich noch viele wundern. Wäre auch nicht das erste mal dass der SCB kurz vor den Playouts stand und am Ende im Finale stand. Diesmal spricht sogar mehr für Bern. Der Start war mies, obwohl sie genug Tore schiessen. Durch den Torhüterwechsel hat sich auch hinten viel verbessert. Zug muss hoffen dass sie im Viertelfinale nicht gegen Bern müssen.

  • Ganjaflash am 03.01.2020 01:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
    • marko 34 am 03.01.2020 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ganjaflash

      Süss

    • hockeytown am 03.01.2020 16:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ganjaflash

      wuste gar nicht, dass früher solche bären im gebiet der heutigen stadtbern rumwatschelten? man lernt nie aus. allez scb weitere siege werden folgen bis zum grossen ziel ( hoffe es ) ;-)

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  • dominik müller am 02.01.2020 23:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der beste

    Der beste Bieler der Schiedsrichter

    • Marius Bär am 03.01.2020 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dan

      Tja also gestern konnte der Ehcb nur dank ihm noch ausgleichen in überzahl !

    • dominik müller am 03.01.2020 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marius Bär

      Der EHCB hat getan was sie tun mussten die Schiedsrichter waren die Schuldigen am verpfiffenen Ende

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