National League

01. November 2019 19:44; Akt: 01.11.2019 23:56 Print

Berner Tief hält an, Ambri überrascht Biel

Der Meister kassiert in Lausanne eine klare Niederlage, die Tessiner siegen im Seeland. Gottéron und Servette gewinnen klar.

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Der SC Bern steckt immer tiefer im Schlamassel. Der Meister unterliegt Lausanne 0:5. Er verbleibt zwar auf Platz 9, doch der Rückstand auf die über dem Strich klassierten Teams ist mittlerweile auf mindestens sechs Punkte angewachsen.

Dabei hatten die Berner die Partie hervorragend begonnen und im ersten Drittel die Gastgeber klar dominiert. Doch weil sie ihre Chancen nicht nutzten und in Unterzahl einen Treffer von Cory Emmerton zuliessen, führte Lausanne nach dem ersten Drittel 1:0. Des Ungemachs nicht genug: Bei der Aktion, die zur Strafe führte und als Bandencheck gewertet wurde, hatte sich Daniele Grassi auch noch verletzt. Und kurz nach dem Seitenwechsel erhöhten die effizienten Einheimischen durch Cody Almond und Lukas Frick auf 3:0. Die Mannschaft von Kari Jalonen kämpfte zwar verbissen weiter, doch richtig gefährlich wurde sie nur selten. Im Schlussdrittel schoss Lausanne noch zwei weitere Tore und holte, ohne brillant zu spielen, problemlos drei Punkte. (ädu)

Gottéron nützt Zuger Nachlässigkeiten eiskalt

Fribourg-Gottéron findet mit der neuen Trainerkonstellation immer besser ins Spiel. Das 4:0 in Zug war der dritte aufeinanderfolgende Sieg unter dem Trio Christian Dubé, Pavel Rosa und Sean Simpson, der damit eine erfolgreiche Rückkehr in die Innerschweiz feierte, wo er 1998 Meister wurde. Die Entscheidung fiel in den letzten zehn Minuten: Der Reihe nach trafen Verteidiger Benjamin Chavaillaz nach einem der vielen Zuger Fehler in der Vorwärtsbewegung, die Stürmer Samuel Walser und David Desharnais, Letzterer in doppelter Überzahl, sowie mit einem «Empty netter» Verteidiger Ryan Gunderson.

Die vierte Heimniederlage für Zug war nicht nur wegen der Schlussphase bitter: Der EVZ hätte bereits nach 40 Minuten klar führen müssen, allein im zweiten Drittel betrug das Schussverhältnis 19:6. Abschluss um Abschluss kam aufs Tor von Nationaltorhüter Reto Berra, der aber einen Glanzabend erwischte und letztlich verdient den ersten Shutout der Saison feierte. Und war er einmal geschlagen, rettete noch die Latte nach einem Distanzschuss von Dominik Schlumpf. Nicht wunschgemäss verlief auch das Zuger Powerplay. Acht Minuten konnten sie mit einem Mann mehr spielen, vor allem, weil sich Gottéron in der Offensivzone etliche Disziplinlosigkeiten leistete, aber Hofmann, Martschini und Co. agierten zu ungenau. (mke)

Zweiter Shutout für Servette-Goalie Descloux

Nach drei Niederlagen in den letzten vier Partien zeigte Genf-Servette eine starke Reaktion. Die Westschweizer besiegen Lugano 4:0. Goalie Gauthier Descloux liess sich seinen zweiten Shutout nach demjenigen in der 3. Runde gegen die ZSC Lions notieren. Die Entscheidung fiel kurz vor Spielhälfte, als der von den ZSC Lions nach Genf gekommene Marco Miranda mit seinem zweiten Saisontreffer auf 3:0 erhöhte.

Im Startdrittel hatten Topskorer Tommy Wingels und Eric Fehr für einen beruhigenden Vorsprung gesorgt, in dieser Phase waren die Einheimischen deutlich effizienter, war doch das Schussverhältnis mit 6:6 ausgeglichen. Stark reagieren konnte Lugano-Trainer Sami Kapanen nicht, dem Finnen waren wegen zahlreicher Absenzen die Hände gebunden. Der Notstand war so gross, dass der 16-jährige Stürmer Lorenzo Canonica zu seinem Debüt in der höchsten Spielklasse kam. Für die Südtessiner war es die zweite Niederlage dieser Woche nach zuvor drei Siegen. (mke)

Ambri überrascht in Biel

Ambri-Piotta, noch vor kurzem im Kampf um die Playoff-Plätze beinahe abgeschrieben, hat sich mit einem überraschenden 3:2-Sieg in Biel zurückgemeldet. Dieser war keineswegs gestohlen, das Team von Luca Cereda zeigte sich gegen den Tabellenzweiten furchtlos. Für die fehleranfälligen Seeländer war es die erste Heimniederlage gegen die Leventiner seit vier Jahren.

Peter Schneider brachte Biel nach einer herrlichen Kombination in Führung. Der Österreicher war zuletzt dreimal überzählig. Sein Landsmann Dominic Zwerger erzielte mit einem Abstauber den verdienten Ausgleich für die Gäste. Die Leventiner blieben aufsässig und belohnten sich mit dem 2:1 durch Tommaso Goi (32. Minute). Toni Rajala erzielte kurz darauf mit seinem elften Saisontreffer den Ausgleich im Powerplay. Ebenfalls in Überzahl erfolgreich war Marco Müller. Das 3:2 für die Tessiner in der 43. Minute war die Entscheidung – auch, weil Mike Künzle zweimal alleine vor Ambris Goalie Dominik Hrachovina scheiterte. (rom)

Davos dank starkem Mitteldrittel

Die Rapperswil Jona-Lakers verlieren gegen den HC Davos 3:4 und verpassen den Sprung über den Playoff-Strich. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison zeigten sich die Bündner abgeklärt. War die 1:0-Führung nach dem ersten Drittel und einem Treffer von Sven Jung noch schmeichelhaft, zogen sie im Mittelabschnitt dank teils sehenswerten Toren von Benjamin Baumgartner, Luca Hischier und Marc Aeschlimann auf 4:1 davon. Nico Dünner traf zwischenzeitlich im Powerplay für die Lakers, die im Vergleich zu den Gästen viel weniger effizient waren. Nur in den letzten Sekunden mussten die Bündner noch etwas zittern, nachdem Kevin Clark die Lakers in der letzten Minute auf 3:4 herangebracht hatte.

Mit dem siebten Sieg im zwölften Spiel liegt Davos nur noch einen Punkt hinter Zug und Lugano, dies bei weit weniger absolvierten Spielen. (rom)

Lausanne - Bern 5:0 (1:0, 2:0, 1:0)

8998 Zuschauer. - SR Lemelin/Stefik, Kaderli/Obwegeser.

Tore: 15. Emmerton (Bertschy/Ausschluss Grassi) 1:0. 22. Almond (Nodari) 2:0. 25. Frick (Jeffrey) 3:0. 48. Vermin (Jeffrey) 4:0. 56. Herren (Junland, Jeffrey/Ausschluss Rüfenacht) 5:0. - Strafen: 5mal 2 plus 10 (Froidevaux) Minuten gegen Lausanne, 9mal 2 plus 3mal 10 (Grassi, Kämpf, Rüfenacht) Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Bertschy; Arcobello.

Lausanne: Stephan; Lindbohm, Frick; Heldner, Junland; Nodari, Genazzi; Oejdemark; Bertschy, Emmerton, Jooris; Vermin, Jeffrey, Herren; Moy, Almond, Kenins; Leone, Froidevaux, Antonietti; Traber

Bern: Schlegel; Untersander, Colin Gerber; Andersson, MacDonald; Burren, Blum; Krueger; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Ebbett, Scherwey; Sciaroni, Bieber, Kämpf; Grassi, Berger, Spiller.

Bemerkungen: Lausanne ohne Wärn (überzähliger Ausländer) und Grossmann, Bern ohne Koivisto, Mursak, Pestoni, Beat Gerber, Heim und Jeremi Gerber (alle verletzt). Grassi verletzt ausgeschieden (13.).

Zug - Fribourg-Gottéron 0:4 (0:0, 0:0, 0:4)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Altmann/Wolf.

Tore: 53. Chavaillaz (Stalberg, Abplanalp) 0:1. 56. Walser Vauclair, Lhotak) 0:2. 58. (57:20) Mottet (Desharnais, Gunderson/Ausschlüsse Diaz, Genoni) 0:3. 59. (58:09) Gunderson (Stalberg/Ausschlüsse Genoni; Schmutz) 0:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Fribourg. - PostFinance-Topskorer: Hofmann; Gunderson.

Zug: Genoni; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Stadler; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Martschini, Kovar, Hofmann; Simion, Leuenberger, Bachofner; Langenegger, Albrecht, Zehnder.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Marti; Rossi, Schmutz, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Vauclair, Walser, Lhotak; Lauper, Schmid.

Bemerkungen: Zug ohne Schnyder, Thorell und Senteler, Fribourg ohne Bykow, Sprunger, Marchon und Forrer (alle verletzt). Lattenschuss Schlumpf (23.). Zug von 57:28 bis 58:09 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Lugano 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)

6143 Zuschauer. - SR Hebeisen/Kaukokari, Gnemmi/Progin.

Tore: 12. Wingels (Völlmin, Le Coultre) 1:0. 16. Fehr (Winnik) 2:0. 27. Miranda (Karrer, Le Coultre) 3:0. 45. Rod 4:0. - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Wingels; Klasen.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Smons; Wingels, Smirnovs, Rod; Maillard, Fehr, Winnik; Douay, Berthon, Bozon; Wick, Kast, Miranda; Riat.

Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Chiesa, Riva; Loeffel, Vauclair; Wellinger; Fazzini, Lajunen, Klasen; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Haussener, Jörg; Vedova, Jecker, Canonica.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Fritsche, Mercier, Richard und Tanner, Lugano ohne Morini, Romanenghi, Walker, Zangger (alle verletzt) und Suri (krank).

Biel - Ambri-Piotta 2:3 (1:0, 1:2, 0:1)

6332 Zuschauer. - SR Salonen/Wiegand, Fuchs/Cattaneo.

Tore: 20. (19:29) Schneider (Kessler) 1:0. 26. Zwerger (Rohrbach) 1:1. 32. Goi (Bianchi, Joël Neuenschwander) 1:2. 34. Rajala (Fuchs/Ausschluss Flynn) 2:2. 43. Müller (Joël Neuenschwander, Zwerger/Ausschluss Tschantré) 2:3- Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Rajala; D'Agostini.

Biel: Hiller; Rathgeb, Forster; Fey, Salmela; Moser, Kreis; Sataric; Tschantré, Pouliot, Rajala; Riat, Fuchs, Künzle; Schneider, Cunti, Kessler; Ulmer, Jan Neuenschwander, Holdener.

Ambri-Piotta: Hrachovina; Plastino, Jelovac; Ngoy, Fischer; Fohrler, Dotti; Pinana; D'Agostini, Müller, Hofer; Trisconi, Flynn, Egli; Rohrbach, Dal Pian, Zwerger; Joël Neuenschwander, Goi, Bianchi; Mazzolini.

Bemerkungen: Biel ohne Ullström (krank), Lüthi, Gustafsson, Hügli, Kohler und Brunner, Ambri ohne Fora, Kneubuehler, Incir, Kostner, Novotny und Sabolic (alle verletzt). Timeouts: Biel (59.), Ambri (60.). Biel ab 58:52 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:4 (0:1, 1:3, 2:0)

6021 Zuschauer (Saisonrekord). - SR DiPietro/Tscherrig, Ambrosetti/Kovacs.

Tore: 17. Jung (Hischier, Du Bois) 0:1. 25. Baumgartner (Hischier) 0:2. 26. Dünner (Egli/Ausschluss Sandro Aeschlimann) 1:2. 27. Hischier 1:3. 34. Marc Aeschlimann (Frehner, Guerra) 1:4. 41. (40:36) Wellman (Rowe/Ausschluss Rantakari) 2:4. 60. (59:20) Clark (Wellman) 3:4 (ohne Torhüter). - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Egli; Lindgren.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Hächler, Maier; Vukovic, Dufner; Egli, Randegger; Gähler, Schmuckli; Hüsler, Ness, Casutt; Clark, Rowe, Simek; Dünner, Wellman, Kristo; Mosimann, Schlagenhauf, Forrer.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Rantakari, Paschoud; Stoop, Guerra; Kienzle; Marc Wieser, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Herzog, Baumgartner, Ambühl; Frehner, Marc Aeschlimann, Dino Wieser; Eggenberger.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Antonietti, Cervenka, Profico und Schweri, Davos ohne Buchli, Nygren und Kortin (alle verletzt). - Lattenschüsse Mosimann (35.) und Ness (52.). - Timeout: Rapperswil-Jona (54.); Davos (56.).

Rangliste: 1. ZSC Lions 18/37 (64:45). 2. Biel 19/32 (51:48). 3. Lausanne 17/30 (52:44). 4. Genève-Servette 19/30 (54:51). 5. Zug 16/25 (52:47). 6. Lugano 17/25 (44:48). 7. Davos 12/24 (41:32). 8. SCL Tigers 16/21 (39:48). 9. Bern 18/21 (51:60). 10. Rapperswil-Jona Lakers 18/21 (44:54). 11. Fribourg-Gottéron 16/20 (33:38). 12. Ambri-Piotta 18/20 (41:51).

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