Rekord-WM-Spieler

01. Juni 2014 20:53; Akt: 01.06.2014 21:12 Print

Seger hat noch nicht genug von der Nati

Mathias Seger bleibt der Schweizer Eishockey-Nati weiterhin erhalten. Der Captain würde gerne auch unter dem neuen Coach Glen Hanlon zum Einsatz kommen.

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Der krönende Abschluss: Mathias Seger feiert mit den ZSC Lions nach der Finalissima in Lugano seinen sechsten und letzten Titel. Der Kreis schliesst sich. Am 28. Februar 2017 wird bekannt, dass Seger noch ein Jahr anhängt und bis 2018 bei den ZSC Lions bleibt. Dann ist aber definitiv Schluss. Seger sichert sich in Zug am 13. September 2016 mit seinem 1073. Spiel den NLA-Rekord. Ende März 2016 gibt Seger bekannt, dass er zwar nie aus der Nati zurücktreten wird, der 38-Jährige ist sich aber bewusst, dass seine internationale Karriere zu Ende ist. Am 11. Januar 2014 bestreitet der ZSC-Captain im Derby gegen Kloten sein 1000. NLA-Spiel im Trikot seiner Lions. In Minsk bestreitet Seger seine 16. WM. Der Rekordspieler der Schweizer Nationalmannschaft (305 Länderspiele) ist damit alleiniger Rekordhalter – weltweit! Die Fans der ZSC-Lions begrüssen am 20. April 2014 ihre Meisterhelden – Seger mit Pokal – im Hallenstadion. Für den 36-jährigen Captain ist es der fünfte Titel. In Sotschi setzt es für Seger und seine Teamkollegen eine Enttäuschung ab. Die Schweiz verpasst an den Spielen 2014 die angestrebte Qualifikation für den Viertelfinal. Seinen grössten Erfolg mit der Schweizer Nationalmannschaft feiert Seger (l.) an der WM 2013, als sich die Eisgenossen Silber holen, auch wenn die Enttäuschung nach dem verlorenen Final gegen Schweden gross ist. In Abwesenheit von Streit wird Seger zum Captain ernannt. Bei der Ankunft am Flughafen Zürich Kloten wird der Captain von den Fans in Beschlag genommen. 2012 wird der Verteidiger zum vierten Mal Meister mit den ZSC Lions. Die Garderoben-Party geht dieses Mal in der Berner Postfinance-Arena über die Bühne. Unvergessen: Nach der anschliessenden Meisterfeier in Zürich entsteht dieses Foto: Seger macht sich am frühen Morgen mit dem Meisterpokal im Tram auf den Weg nach Hause. Seit Frühling 2010 arbeiten Seger und Simpson in der Nationalmannschaft zusammen. Simpson übernimmt das Amt von Ralph Krueger. Seine dritten Olympischen Spiele nimmt Seger (3. v.l.) 2010 in Vancouver in Angriff. Es sind dies die letzten Winterspiele unter seinem langjährigen Coach Ralph Krueger. Die Schweizer kehren mit einem achten Platz im Gepäck aus Kanada zurück. Mit dem Hochstemmen von Trophäen kennt sich der Captain mittlerweile aus. Ein grosser Erfolg in Segers Karriere ist sicherlich auch der Gewinn der Hockey Champions League 2009. Der ZSC setzt sich gegen Metallurg Magnitogorsk durch. 2008 übernimmt Sean Simpson das Traineramt bei den Lions. Nach einer siebenjährigen Durststrecke wird im Hallenstadion wieder gefeiert. Der Titel 2008 ist Segers dritter mit dem ZSC. In der Nationalmannschaft ist Streit der Captain. Dieses Bild entstand an den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin. Seit der Saison 2005/06 ist der Verteidiger Captain bei den Zürchern. Er übernimmt das Amt von Streit, der nach fünf gemeinsamen Jahren in die NHL zu den Montreal Canadiens wechselt. Von 2000 bis 2005 spielt Seger beim ZSC mit seinem Freund und Nationalmannschaftskollegen Mark Streit zusammen. Segers Olympia-Premiere geht 2002 in Salt Lake City über die Bühne. Nationaltrainer Ralph Krueger ist wenig erfreut. Das hat wohl mit dem Abschneiden der Schweiz zu tun: Die Eisgenossen müssen sich mit dem 11. Rang begnügen. Zusammen mit Michael Zeiter (M.) und Morgan Samuelsson feiert Seger 2001 seinen zweiten Meistertitel mit den Lions. Gefeiert wird übrigens in der Garderobe der Resega in Lugano. Bereits in seiner Premieren-Saison wird der junge Verteidiger Schweizer Meister mit den Lions. Seger feiert mit dem T-Shirt seiner Heimat Flawil. Nach drei Jahren in Rapperswil folgt der Gang nach Zürich. Seger (r.) wechselt 1999 zu den ZSC Lions und ist dort bis heute nicht mehr wegzudenken. 1997 läuft der Verteidiger erstmals für die A-Nationalmannschaft auf. Zwischen 1995 und 1997 spielte er für die Junioren-Auswahl der Schweiz. Mathias Seger (r.) beginnt seine Karriere beim EHC Uzwil, 1996 erfolgt der Sprung in die Nationalliga A zu Rapperswil-Jona (Bild), wo er zum Nationalverteidiger reift.

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Mathias Seger, der Captain des Schweizer Eishockey-Nationalteams, möchte auch unter dem neuen Trainer Glen Hanlon für die Schweiz spielen, wie er in einem Interview gegenüber der «Ostschweiz am Sonntag» sagte.

«So kann ich ja nicht aufhören, oder? Wenn ich vom neuen Trainer die Chance erhalten, werde ich sie gerne wahrnehmen», so der 36-jährige Verteidiger der ZSC Lions. Nachdem die Schweiz an der WM in Minsk die Viertelfinals verpasste hatte, waren Gerüchte über einen Rücktritt Segers aus dem Nationalteam aufgekommen.

Seger, der diese Gerüchte nun aus der Welt schaffte, hatte in Minsk seine 16. WM bestritten. So viele Titelkämpfe auf höchster Ebene kann weltweit kein anderer Spieler vorweisen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • R . Platter HCD Fan am 01.06.2014 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super seger

    Super seger! Mathias seger ist ein vorbild für alle eishockeyspieler ! Bescheiden, geerdet und immer da wenn er gebraucht wird! Respekt!!

  • Iggy am 01.06.2014 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bin Kein ZSC fan

    Dieser Seger ist einfach Weltklasse. Obwohl er wohl die schlechteste WM zeigte in seiner Karriere dieses Jahr zeigte,kann man einfach stolz sein,einen Seger im Nationalteam zu haben.Er ist definitiv der beste Captain in der NLA.TOP Nationalstolz

  • Freddy Bumann am 01.06.2014 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Super aber

    Vor Seger sollten wir alle den Hut ziehen!! hätten doch nur alle seine Einstellung... Habs aber schon in den Playoffs gesagt, seine Eiszeit muss dem Alter angepasst werden, sonst häufen sich die Fehler!! v.a. auf int. Niveau... hat jetzt schon eine Traumkarriere der Hr. Seger!!!!!

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  • Peter K. am 02.06.2014 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Seger...aber:

    Oh je...ganz klar. Seger war das Zugpferd der Nati und war extrem wichtig. Aber seine Zeit ist abgelaufen. Er kommt nicht mehr mit und ist des Öfteren überfordert. Seine Grösse in allen Ehren. Aber man sollte auch wissen wenn es nicht mehr reicht und Platz machen für die Jungen...

  • rene fasel am 02.06.2014 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    oh man:(

    jeder der nur ein kleines bisschen Ahnung von Hockey hat sollte es wissen: Seger ist zu alt für die Nati!!! bei der letzten WM oder auch bei Olympia wahr er klar überfordert!!! es wäre das beste für die Hockey-Schweiz wenn er endlich aufhören würde!

  • Dr. Ice am 02.06.2014 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Er war wirklich ein grosser Spieler, guter Kapitän, aber trotzdem wäre es nun der Moment gewesen, den Jüngeren Platz zu machen. Nun wird es halt durch das Nichtaufgebot vollzogen, was wesentlich weniger Würde verbreitet.

  • Alexander am 02.06.2014 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    Prima

    er gehört einfach dazu. Nichts geht ohne Seger. Das schreibt ein Berner:-) Bin gespannt wie das Nati Team unter Hanlon aussieht.

  • Wayne G am 02.06.2014 06:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    Etwas gegen Segi zu sagen, kommt natürlich einer Götterlästerung. Ein faire, vorbildliche Kampfsau, die niemals aufgibt. Eine Lichtgestalt der letzten Jahre. Dennoch hatte ich an der vergangenen WM das Gefühl, dass ihm alles ein bisschen zu schnell ging. Ob das mit dem Alter besser wird?! Wir werden sehen. Hanlon muss ihn ja auch erst wieder nominieren.