ZSC-Trainer Grönborg

11. September 2019 09:00; Akt: 12.09.2019 16:20 Print

Sein Ziel ist es, unbeliebt zu bleiben

von Marcel Allemann - Rikard Grönborg soll den ZSC Lions wieder Beine machen. Er freut sich auf den Druck, der ihn erwartet.

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Eigentlich ist Grönborg in der Schweiz total unbeliebt. Er stand an der Bande des Gegners, als die Nati in den WM-Finals jeweils Schweden unterlag. 2013 als Assistenztrainer und 2018 als Headcoach. «Ich hoffe, die Schweizer vergeben mir», sagt der 51-Jährige und fügt diesen Worten ein entschuldigend wirkendes Lächeln bei.

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Er ist gekommen, um die mit der verpassten Playoff-Qualifikation letzte Saison tief gefallenen ZSC Lions wieder auf Erfolgskurs zu bringen. So gesehen muss es daher Grönborgs Ziel sein, ausserhalb von Zürich unbeliebt zu bleiben.

Nur mit dem Finger schnippen, funktioniert nicht

«Was letzte Saison war, wurde ausgiebig analysiert. Doch die Spieler müssen es nun hinter sich lassen, ändern können wir es nicht mehr» sagt der Mann, dessen Markenzeichen sein trendiger, stets perfekt getrimmter Bart ist und dessen Ausstrahlung raumfüllend wirkt.

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Doch allein mit seiner Person und seiner Persönlichkeit ist es natürlich nicht getan. «Ich kann nicht mit dem Finger schnippen und alles wird gut. Aber wir arbeiten täglich daran, besser zu werden und ein Team zu sein, gegen das es hart ist zu spielen», verspricht der schwedisch-amerikanische Doppelbürger.

«Ich liebe solche Herausforderungen»

Immer wieder betont Grönborg, wie sehr er «solche Herausforderungen» liebe. Dass er bei der Bewältigung eben dieser unter besonderer Beobachtung stehen wird – bei einer Organisation wie den ZSC Lions und in der Medienhauptstadt Zürich, wo zuletzt sogar Kulttrainer Arno Del Curto gescheitert ist – stört ihn überhaupt nicht. Im Gegenteil: «Ich mag diese Drucksituationen. Von meiner Arbeit als schwedischer Nationaltrainer kenne ich nichts anderes.»

Sie führten Grönborg als Headcoach zu zwei Weltmeistertiteln. Mit dem ersten im Jahr 2017 im Final gegen Kanada hat er sich weniger unbeliebt gemacht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zler am 11.09.2019 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Hansson/Wallson

    Die vorherigen Weichspül-Schweden mit ihrem Gspürschmi-Wellnesshockey haben sich sehr unbeliebt gemacht. Gluabe kaum, dass Grönbörg diesen Weg einschlagen will...

  • Wayne am 11.09.2019 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untrainierbar

    Der Z ist der Z, immer für eine Überraschung gut. Nur nicht absteigen bitte.

  • Andy am 11.09.2019 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Nur der richtige Goalie fehlt :-(

    Nur der richtige Goalie fehlt :-( Schwachstelle bei Z ist der Goalie. Der Goalie macht 50% aus, und unsere sind keine 20%. Schade das man nicht Genoni, Tobias oder Hiller verpflichten konnte :-(

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Iceman am 12.09.2019 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Wenigstens einer hat schon vor Saisonstart sein Ziel erreicht. Als Trainer des ZSC ist ihm die Unbeliebtheit per sofort sicher.

  • Marco am 12.09.2019 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Auch in dieser Saison

    gilt, nicht die Summe der Qualität der Spieler macht einen Meister. Ob der Schwede genug Autorität bei der Mannschaft geniesst wird sich weisen. Sonst können die Spieler die Playoff Spiele wieder aus den Ferien verfolgen.

  • ZSC Fan Forever am 12.09.2019 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach mal abwarten und Tee trinken

    Das allerwichtigste ist, Kontinuität ins Team, Training und an den Spielen zu bringen. Dann weiter, den psychologischen Faktor viel mehr Gewicht verleihen. Meiner Meinung nach, ist dies der Entscheidende Punkt. Wenns im Kopf beim Team und allen Spielern stimmt, dann kann sogar eine nominell schwächere Mannschaft Berge versetzen und wenns dann mal läuft, ist dieses kaum mehr zu Bremsen. (siehe Bern und ZSC, als niemand an sie glaubte und Meister geworden sind.)

  • Zler am 11.09.2019 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Hansson/Wallson

    Die vorherigen Weichspül-Schweden mit ihrem Gspürschmi-Wellnesshockey haben sich sehr unbeliebt gemacht. Gluabe kaum, dass Grönbörg diesen Weg einschlagen will...

  • Herr Max Bünzli mit Zopf am 11.09.2019 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    chapeau

    der Herr ZSC-Trainer Grönenborg hat das Ziel 300% erreicht !!