Spengler Cup

26. Dezember 2011 22:38; Akt: 27.12.2011 00:23 Print

Team Canada deklassiert Vitkovice

Am ersten Tag des Spengler Cups in Davos gab es gleich zwei Kantersiege. Nachdem Riga Kloten 9:2 bezwungen hatte, schlug das Team Canada Vitkovice 7:1.

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Der HC Davos gewinnt zum 15. Mal in der Vereinsgeschichte den Spengler Cup. Das Team von Arno Del Curto besiegt im Final den KHL-Vertreter Dinamo Riga knapp mit 3:2. Dinamo-Trainer Pekka Rautakallio konnte die Final-Pleite trotz grossem Einsatz an der Bande nicht verhindern. Seine Mannschaft konnte nur zeitweise ihre Leistung abrufen. Dinamo Riga qualifiziert sich nach dem HCD als zweite Mannschaft für den Final. GA Wolfsburg konnte lange Zeit mithalten. Nicht nur das: Über weite Strecken waren sie sogar die bessere Mannschaft. Am Schluss schaute dennoch ein 4:1-Sieg für die Letten heraus. Finale O-ho! Dank einem 4:2-Sieg gegen die Widersacher aus Vitkovice steht der HCD am Spengler Cup im Finale. Allerdings lieferten die Tschechen dem Gastgeber einen harten Fight. Und überdies zeigte sich HCD-Coach Arno Del Curto oft unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Wolfsburg schafft die Überraschung und wirft das Team Canada aus dem Turnier. Mit 3:2 nach Penaltys müssen sich die Favoriten gegen den Underdog aus Deutschlang geschlagen geben. Domenico Pittis kann es kaum fassen. Am Freitag spielt Wolfsburg gegen Dinamo Riga um den Finaleinzug am Spengler Cup. Den anderen Halbfinal bestreiten der HC Davos und Vitkovice. Anders Eldebrink muss zusehen, wie seine Spieler während 60 Minuten nicht auf Touren kommen. Für Torhüter Ronnie Rüeger war es ein Turnier zum Vergessen. Die Tschechen vom HC Vitkovice stehen dagegen als dritter Halbfinalist fest. Wer hätte das gedacht? Gleich mit 8:1 fertigt Gastgeber Davos das Team Canada ab. Massgeblich mitverantwortlich für das Davoser Torfestival: Petr Sykora mit drei Toren. Nach dem zweiten Drittel stand es 2:1 für Davos - hernach brachen die Kanadier ein. Gruppensieg! Dinamo Riga bleibt auch gegen die Grizzly Adams Wolfsburg ungeschlagen. Mangelnden Kampfgeist oder Siegeswillen müssen sich die Wolfsburger aber gewiss nicht vorwerfen lassen. Endstation Maris Jucers: Lange bissen sich die Deutschen die Zähne an Rigas Hintermann aus. Leonardo Genoni (m.) sichert seiner Mannschaft mit einer grandiosen Parade kurz vor Schluss den Sieg. Seine Teamkollegen bedanken sich bei ihrem Schlussmann. Die HCD-Fans haben Grund zu feiern. Nach dem 2:1 über Vitkovice kann der HCD morgen um den Gruppensieg spielen. Reto von Arx (r.) und seine Mannschaft hat die Aufgabe gegen die punktelosen Tschechen souverän gemeistert. Nun geht es morgen gegen das Team Kanada. Die Flyers können wieder lachen! Das überzeugende 6:0 gegen Wolfsburg ist gleichzeitig der erste Sieg am Spengler Cup. Wolfburgs Keeper Daniar Dshunussow kann die Scheibe im letzten Moment sichern. Matchwinner ist Roman Wick (m.). Der Stürmer trifft doppelt, sein zweites Tor zum 6:0 ist besonders sehenswert. Das Team Canada feiert gegen Vitkovice einen klaren 7:1-Sieg. Die Kanadier haben gut lachen. Die Tschechen wussten oft nicht, was sie machen sollen. Die Kloten Flyers kassieren beim 2:9 gegen Dinamo Riga fast ein «Stängeli». Riga-Trainer Pekka Rautakallio scheint trotz des klaren Resultats nicht alles zu passen. Die Klotener kamen gegen die Letten meistens einen Schritt zu spät.

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Das Team Canada ist optimal zum Spengler-Cup gestartet. Die nordamerikanische NLA-Auswahl bezwang den HC Vitkovice 7:1. Für die einzige «Ehrenmeldung» des tschechischen Vertreters sorgte ausgerechnet ein Exot aus Australien.

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Elf überzeugende Minuten genügten dem elffachen Turnier-Champion zur komfortablen 4:0-Führung. Kwiatkowski, Pittis (das Duo skorte innerhalb von 36 Sekunden zweimal), Perrault und der AHL-Stürmer Brett McLean hatten getroffen. Praktisch nach jedem halbwegs gefährlichen Angriff drehten die Nordamerikaner zur Gratuliationstour ab.

Schwache Tschechen

Die Osteuropäer liessen sich im ersten Drittel ohne Gegenwehr vorführen. Und ihr Pech war, dass im Tor nicht die Nummer 1 stand, sondern Martin Falter. Die Spengler-Cup-Leihgabe von Sparta griff gleich mehrfach ins Leere. Perrault beispielsweise schlenzte den Puck beim 3:0 (8.) aus ungünstigem Winkel über die Fanghand des schwachen Keepers.

Ihrem Namenszusatz «Steel» wurden die Tschechen während der gesamten Spielzeit nicht einmal ansatzweise gerecht. Stahlhart traten sie nicht auf. Im Gegenteil: Der defensive Riegel löste sich schon nach der ersten kanadischen Druckwelle in Feinstaub auf.

Nur einer hob sich vom biederen tschechischen Rest ab: Nathan Walker, gebürtiger Waliser und mittlerweile Nationalspieler von Australien. Der 17-Jährige markierte im Powerplay das 1:6 und verewigte sich als erster Australier in der Torschützenliste der 88-jährigen Turniergeschichte.

Ungenügende Bilanz

Ganz überraschend kam der Fehltritt von Vitkovice indes nicht. Im heimischen Championat kämpft das Team von Mojmir Trlicik seit Wochen mit einem allzu grossen medizinischen Bulletin - auch in Davos fehlen sieben Titulare. Zuletzt verlor die Equipe in der Extraliga dreimal in Serie.

Vitkovice, am Dienstagabend um 20.15 Uhr Gegner des HCD (Liveticker 20 Minuten Online), ist wohl besser als im Startdrittel gegen die Kanadier. Aber die Qualität dürfte kaum ausreichen, die dürftige Bilanz tschechischer Vereine aufzuwerten. Ausser Sparta (2004 Finalist) enttäuschten sie bei der Hockey-Exhibition mehrheitlich. Wohl auch deshalb würde sich OK-Chef Fredi Pargätzi das Comeback der Finnen oder Schweden wünschen.

Team Canada - HC Vitkovice 7:1 (5:0, 1:0, 1:1)
Vaillant-Arena. - 6018 Zuschauer. - SR Kurmann/Jablukov (De), Müller/Kohler.
Tore: 3. Kwiatkowski (Pelletier, Walser) 1:0. 4. Pittis (Roest, Heins) 2:0. 8. Perrault (Hendry) 3:0. 11. Brett McLean (Heins/Ausschluss Sedlak) 4:0. 18. Fata (Parent) 5:0. 38. Kwiatkowski (Pittis, Kurtis McLean/Ausschluss Tomas Kana) 6:0. 49. Walker (Pohl/Ausschluss Heins) 6:1. 53. Kurtis McLean (Williams, Pittis/Ausschluss Stefanka) 7:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 5mal 2 Minuten gegen Vitkovice.
Team Canada: Turco; Walser, Kwiatkowski; Murphy, Heins; Hendry, Parent; Williams, Lynch; Roest, Hartigan, Fata; Kurtis McLean, Pittis, Down; Vigier, Metropolit, Brett McLean; Perrault, Ritchie, Pelletier.
Vitkovice: Falter; Malik, Kudelka; Puncochar, Ovcacik; Sedlak, Collenberg; Randegger, Voracek; Klimek, Burger, Jan Kana; Pohl, Huzevka, Walker; Sedivy, Strapac, Kucsera; Tomas Kana, Stefanka, Pabiska.
Bemerkungen: 31. Pfostenschuss von Williams. 34. Lattenschuss von Kwiatkowski.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • FS am 27.12.2011 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch eine Blamage??

    So und hier wird auch gemeckert über fehlende Einstellung, keine Emotionen usw. bei Vitkovice???

Die neusten Leser-Kommentare

  • FS am 27.12.2011 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch eine Blamage??

    So und hier wird auch gemeckert über fehlende Einstellung, keine Emotionen usw. bei Vitkovice???