National League A

04. November 2011 16:16; Akt: 04.11.2011 22:55 Print

Torfestival im Berner Derby

In der Partie zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern regnet es setzen sich die Langnauer 6:4 durch. Davos kann den Leader bezwingen und Zug erarbeitet sich gegen Kloten einen 2:1-Sieg.

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Spektakel pur im Berner Derby in der Langnauer Ilfishalle: Der SCB dominiert das Spiel, verliert aber 4:6. Äusserst glückhaft kamen die SCL Tigers zum erst zweiten Derby-Heimsieg gegen Bern in den letzten sieben Jahren. Bern ging dank Powerplaytoren zweimal in Führung und hätte nach 36 Minuten mit vier bis fünf Toren Unterschied führen müssen. Aber aus einer vierminütigen doppelten Überzahl schlugen die Berner im zweiten Abschnitt kein Kapital. Dass die Langnauer während dieser ewig langen Unterzahlphase, weil die Tigers in dreieinhalb Minuten 18 Strafminuten gesammelt hatten, mit nur einem Gegentor davonkamen, erwies sich schliesslich als die Wende im Spiel.

Plötzlich gelang den Emmentalern alles: Christian Moser erzielte mit seinem ersten Goal seit über vier Jahren den Ausgleich (2:2). Claudio Moggi, Robin Leblanc und Pascal Pelletier stellten innerhalb von 238 Sekunden auf 5:2. 63 Sekunden vor Schluss erzielte Anton Gustafsson ins leere Tor das 6:4. Leblanc und Gustafsson trafen erstmals für Langnau; Pelletier reüssierte erstmals wieder seit 821 Minuten.

Der SC Bern ermöglichte mit einer desolaten Abwehrleistung die Langnauer Festspiele. Die Verteidiger schlugen Abpraller nicht weg (1:1) und liessen sich selbst von stürzenden Gegnern ausspielen (2:3). Der Berner PostFinance-Topskorer Gardner überliess als hinterster Mann dem Langnauer Leblanc die Scheibe (2:4), und selbst Berns Goalie Marco Bührer legte den Langnauern mit dem Fanghandschuh einen Puck pfannenfertig hin (2:5). Aber auch bei Bern fiel einer positiv auf: der 17-jährige Freiburger Christoph Bertschy erzielte in seinem achten NLA-Spiel zwei Tore und ein Assist. Dank Bertschy blieb Bern bis zuletzt im Spiel. Vermin scheiterte noch mit einem Penalty an Robert Esche, dem defensiven Held Langnaus (40 Paraden).

Fribourg kann gegen Davos nicht gewinnen

Leitwolf Reto von Arx mit drei Skorerpunkten und Dario Bürgler als Doppeltorschütze führen den HC Davos zum 4:1-Sieg über Leader Fribourg-Gottéron. Die Bündner erwiesen sich einmal mehr als äusserst effizient im Abschluss. So lautete im Mitteldrittel das Schussverhältnis beispielsweise 6:18, doch die Bündner entschieden auch diese 20 Minuten zu ihren Gunsten (2:1). Am Ende lautete die Schuss-Statistik 27:45. Damit entschied auch der Davoser Nationalkeeper Leonardo Genoni das Duell gegen Cristobal Huet, den früheren Stanley-Cup-Gewinner mit Chicago, deutlich zu seinen Gunsten.

Bereits im ersten Powerplay brachte Dario Bürgler die Bündner im Startdrittel in Führung. Eine Hereingabe von Reto von Arx (33.) lenkte Gottéron-Stürmer Christian Dubé mit dem linken Schlittschuh ins eigene Tor. Dann sorgte HCD-Topskorer Petr Sykora nach einem Bully-Gewinn von RvA mit dem 3:0 bereits für die Vorentscheidung. Der Tscheche erzielte den 14. Saisontreffer, als er in Bündner Unterzahl den Freiburgern enteilte und Cristobal Huet keine Abwehrchance liess. Dario Bürgler setzte dann elf Minuten vor Spielende mit dem Treffer zum 4:1 den Schlusspunkt.

Seit mittlerweile 17 Spielen oder zweieinhalb Jahren ist Fribourg-Gottéron damit gegen Davos ohne Sieg.

Zuger Arbeitssieg gegen Kloten

Zug setzt sich gegen die Kloten Flyers 2:1 durch und feiert den dritten Sieg in Serie. Beim ersten Duell in dieser Saison hatten die beiden Teams ein Spektakel geboten - Zug siegte 7:6 nach Penaltyschiessen. Diesmal dauerte es bis zur 47. Minute, ehe der erste Treffer der Partie bejubelt werden konnte. Vojtech Polak brachte die Flyers im Powerplay mit einem präzisen Schuss in die nahe Ecke absolut verdient in Führung. Die Zuger brauchten eine geniale Aktion von Josh Holden, um ins Spiel zurückzufinden. Der Kanadier bezwang Ronnie Rüeger nach einem herrlichen Solo per Backhand, und dies einhändig. Es war erst der dritte Treffer für Holden in der laufenden NLA-Saison. Der Ausgleich fiel nur 112 Sekunden nach dem 0:1. Knapp drei Minuten später erzielte Glen Metropolit in doppelter Überzahl den vielumjubelten Siegtreffer.

Es war ein glücklicher Sieg für die Zentralschweizer, die zuvor zweimal hintereinander vor heimischem Publikum verloren hatten. Kloten war nach der ersten Pause die bessere Mannschaft und hätte insbesondere im Mitteldrittel (20:8 Torschüsse) die Partie in die gewünschten Bahnen lenken können respektive müssen. Doch scheiterten die Gäste immer wieder am bärenstarken Zuger Goalie Jussi Markkanen. Überhaupt tun sich die Flyers derzeit schwer mit dem Toreschiessen: 10 Treffer in den letzten fünf Partien lautet die mickrige Bilanz. Deshalb erstaunt es nicht, dass die Zürcher Unterländer bloss drei der letzten neun Spielen für sich entschieden haben.

Die Zuger setzten sich erstmals in der Bossard Arena gegen Kloten durch; die ersten beiden Begegnungen hatten sie 2:7 und 1:5 verloren. Zuvor hatte in diesem Duell fünfmal hintereinander das Auswärtsteam triumphiert.

Auch gegen Genf verlieren die Lakers

Der Genève-Servette HC bestätigt gegen die Rapperswil-Jona Lakers den Aufwärtstrend der vergangenen Tage.
Mit 2:1 resultierte der dritte Heimsieg in Folge und der dritte Erfolg aus den letzten vier Spielen.

Die Servettiens mussten im Kellerduell jedoch lange um die Punkte bangen. Das Team von Chris McSorley tat sich schwer, selber das Spiel gestalten zu müssen. Die Genfer erspielten sich zwar eindeutige Vorteile, aber nicht allzu viele hochkarätige Torchancen. Wohl auch deshalb setzte Coach McSorley schon früh alle Hebel in Bewegung. Die letzten anderthalb Minuten im ersten Abschnitt spielte Genf beim Stand von 0:0 ohne Torhüter um während einer doppelten Überzahl zu sechst gegen drei Rapperswiler Powerplay spielen zu können.

Je länger die Partie dauerte, desto gefährlicher wurden die Konterangriffe der Gäste. 40 Minuten lang ging die Rechnung der Lakers auf - vor allem weil der Genfer Morris Trachsler nur 87 Sekunden nach Servettes Führungstor durch Paul Savary mit einem Fehlpass dem Duo Loic Burkhalter (Vorbereiter)/Michel Riesen (Vollstrecker) den Ausgleich ermöglichte. In der ersten Minute des Schlussabschnitts gelang Rico Fata mit einem wuchtigen Slapshot aber das 2:1, auf welches die Lakers nicht mehr reagieren konnten. Rapperswils Versuch mit einer kanadischen Sturmlinie (Reid-Roest-Hartigan) darf als gescheitert erachtet werden; die Kanadier erspielten sich kaum Möglichkeiten. Von den Lakers gefiel einzig Goalie Daniel Manzato mit 35 Paraden (bei 37:20 Torschüssen).

Biel findet auf die Siegesstrasse zurück

Biel realisiert nach vier Niederlagen wieder einen Sieg. Goalie Berra ebnet mit zahlreichen Paraden den Weg zum 3:0 über Lugano. Insgesamt hielt Berra 37 Schüsse für seinen dritten Shutout in der laufenden Saison. Das zuletzt formschwächste Team der Liga stoppte damit ausgerechnet das zuletzt erfolgreichste Team der Liga, die davor fünf Mal in Serie siegreichen Tessiner. Für die Seeländer war Marc Wieser zweimal erfolgreich. Der Kanadier Eric Beaudouin hatte das zuvor von Lugano komplett dominiert gewesene Biel in der 22. Minute in Führung gebracht.

Die Seeländer kehrten durch den vierten Heimsieg in Folge auf Kosten von Ambri-Piotta in die Playoff-Ränge zurück. Luganos Trainer Larry Huras bezog zum dritten Mal in dieser Saison gegen Biel den Kürzeren, nachdem er schon als Headcoach des SC Bern zweimal gegen Biel unterlegen war.

NLA, 22. Runde (4.11.11)

Langnau - Bern 6:4 (0:1, 2:1, 3:2)
Ilfis. - 5984 Zuschauer. - SR Stricker, Kaderli/Wüst.
Tore: 5. Martin Plüss (Bertschy, Gardner/Ausschluss Haas) 0:1. 25. Simon Moser (Rytz) 1:1. 36. Vermin (Jobin/Ausschluss Pelletier) 1:2. 37. Christian Moser (Pelletier, McLean) 2:2. 48. Claudio Moggi (Gustafsson/Ausschluss Philippe Furrer) 3:2. 49. Leblanc 4:2. 52. Pelletier 5:2. 53. Bertschy (Hänni, Jobin) 5:3. 55. Bertschy (Hänni, Jobin) 5:4. 59. (58:57) Gustafsson (Esche) 6:4 (ins leere Tor).
Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Claudio Moggi) gegen Langnau, 5mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Simon Moser; Gardner.
Langnau: Esche; Reber, Christian Moser; Stettler, Rytz; Simon Lüthi, Lardi; Schilt, Kim Lindemann; Simon Moser, McLean, Pelletier; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Gustafsson; Perreault, Tobias Bucher, Haas; Leblanc, Adrian Gerber, Genazzi.
Bern: Bührer; Philippe Furrer, Roche; Jobin, Hänni; Beat Gerber, Kwiatkowski; Dominic Meier; Pascal Berger, Vermin, Dumont; Bertschy, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, Gardner, Reichert; Neuenschwander, Froidevaux, Scherwey; John Fritsche.
Bemerkungen: Langnau ohne Neff (rekonvaleszent), Bern ohne Lötscher, Déruns und Ritchie (alle verletzt). - Timeouts: Langnau (55.); Bern (58:21.). - Vermin scheitert mit Penalty an Esche (54.).

Davos - Fribourg-Gottéron 4:1 (1:0, 2:1, 1:0)
Vaillant-Arena. - 4278 Zuschauer. - SR Reiber, Kehrli/Kohler.
Tore: 6. Bürgler (Taticek, Reto von Arx/Ausschluss Barinka) 1:0. 33. Reto von Arx (Sykora/Eigentor Dubé) 2:0. 37. Sykora (Reto von Arx/Ausschluss Ramholt!) 3:0. 39. Rosa (Jeannin, Collenberg) 3:1. 49. Bürgler (Divisek) 4:1.
Strafen: je 5mal 2 Minuten gegen Biel.
PostFinance-Topskorer: Sykora; Sprunger.
Davos: Genoni; Stoop, Ramholt; Samuel Guerra, Grossmann; Jan von Arx, Back; Untersander; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Bürgler, Divisek, Dino Wieser; Sciaroni, Steinmann, Sejna; Kuonen, Joggi, Sieber.
Fribourg-Gottéron: Huet; Heins, Birbaum; Loeffel, Barinka; Ngoy, Abplanalp; Lukas Gerber, Collenberg; Sprunger, Bykow, Benjamin Plüss; Rosa, Jeannin, Knoepfli; Tristan Vauclair, Dubé, Gamache; Cadieux, Botter, Lüssy.
Bemerkungen: Davos ohne Rizzi, Marha, Reymondin, Forster, Guggisberg und Neuenschwander (alle verletzt), Gottéron ohne Hasani (La Chaux-de-Fonds) und Afanasenkow (verletzt). - Pfosten: 3. Heins, 23. Sprunger. - Latte: 40. Reto von Arx, 41. Sykora.

Zug - Kloten Flyers 2:1 (0:0, 0:0, 2:1)
Bossard Arena. - 6808 Zuschauer. - SR Brueggemann (De), Fluri/Müller.
Tore: 47. Polak (Liniger, Santala/Ausschluss Blaser) 0:1. 49. Holden 1:1. 52. Metropolit (Brunner, Holden/Ausschlüsse Polak, Santala) 2:1.
Strafen: je 6 mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Brunner; DuPont.
Zug: Markkanen; Helbling, Fischer; Chiesa, Wozniewski; Furrer, Blaser; Helbling; Brunner, Holden, Schnyder; Christen, Metropolit, Rüfenacht; Lüthi, Fabian Sutter, Casutt; Duri Camichel, Oppliger, Lindemann.
Kloten: Rüeger; DuPont, Blum; Westcott, Winkler; Schelling, Berger; Marti; Polak, Santala, Bodenmann; Wick, Liniger, Stancescu; Jacquemet, Kellenberger, Jenni; Sebastian Sutter, Walser, Herren; Hoffmann.
Bemerkungen: Zug ohne Erni (krank), Pirnes (überzähliger Ausländer) und Corsin Camichel (beim NLB-Partnerteam Sierre). Kloten ohne Steiner, Nordgren, Bieber, Hollenstein, DuBois (alle verletzt) und Lemm (krank). - 24. Pfostenschuss Polak. - 55. Schnyder verschiesst Penalty. - Timeout Kloten (54.). - Kloten ab 59:00 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Rapperswil-Jona 2:1 (0:0, 1:1, 1:0).
Les Vernets. - 6523 Zuschauer. - SR Rochette, Dumoulin/Zosso. - Tore: 29. Paul Savary (Pothier, Mercier) 1:0. 31. Riesen (Burkhalter) 1:1. 41. (40:57) Fata (Pothier, Samuel Friedli) 2:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.
PostFinance-Topskorer: Bezina; Suri.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Gautschi; Hecquefeuille, Mercier; Schneeberger; Simek, Paul Savary, Rubin; Fata, Trachsler, Samuel Friedli; Rivera, Augsburger, Jean Savary; Roland Gerber, Gian-Andrea Randegger, Flurin Randegger; Berthon.
Rapperswil-Jona: Manzato; Derrick Walser, Büsser; Geyer, Bucher; Maurer, Gmür; Marzan; Reid, Roest, Hartigan; Riesen, Burkhalter, Suri; Thibaudeau, Grauwiler, Aurelio Lemm; Nils Berger, Hürlimann, Rizzello; Neukom.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Salmelainen, Dan Fritsche, Walsky und Pivron, Rapperswil-Jona ohne Gailland, Sirén, Jordy Murray, Camenzind und Welti (alle verletzt). - Timeouts: Genève-Servette (19:57); Rapperswil-Jona (59:51).

Biel - Lugano 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)
Eisstadion. - 4531 Zuschauer. - SR Kurmann, Küng/Rohrer.
Tore: - 22. Beaudoin (Peter, Tschantré/Ausschluss Nummelin) 1:0. 32. Marc Wieser (Spylo, Miéville) 2:0. 52. Marc Wieser (Penalty) 3:0.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 plus 10 Minuten (Nummelin) gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Miéville; Bednar.
Biel: Berra; Sjusin, Wellinger; Gossweiler, Kparghai; Fröhlicher, Huguenin; Grieder; Haas, Bordeleau, Beaudoin; Marc Wieser, Miéville, Spylo; Truttmann, Peter, Tschantré; Ehrensperger, Wetzel, Lauper.
Lugano: Conz; Nummelin, Hirschi; Ulmer, Julien Vauclair; Kienzle, Hendry; Nodari, Blatter; Bednar, Romy, Rintanen; Steiner, Kamber, Domenichelli; Jörg, Sannitz, Profico; Simion, Conne, Kostner.
Bemerkungen: Biel ohne Preissing, Gloor und Steinegger (alle verletzt), erstmals mit Sjusin. - Lugano ohne Niedermayer, Murray und Reuille (alle verletzt) erstmals mit Hendry. - 42. Pfostenschuss Julien Vauclair.

(tat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • stefan am 05.11.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    glücklich?

    Wo bitte schön hat Langnau gestern GLÜCKLICH gewonnen?

  • denk-mal am 05.11.2011 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    gut so SCL

    der kleine schlägt den grossen Finanzhockeyclub: man sieht wieder einmal was Herz gegen "Klotz" fertigbringt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • stefan am 05.11.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    glücklich?

    Wo bitte schön hat Langnau gestern GLÜCKLICH gewonnen?

  • denk-mal am 05.11.2011 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    gut so SCL

    der kleine schlägt den grossen Finanzhockeyclub: man sieht wieder einmal was Herz gegen "Klotz" fertigbringt!