Sporttragödie

29. Dezember 2008 16:22; Akt: 29.12.2008 16:55 Print

Toter Eishockeyaner war gedopt

Bei dem vor zwei Monaten mitten in einer KHL-Partie verstorbenen Omsk-Stürmer Alexej Tscherepanow (19) ist Blutdoping festgestellt worden. Der Russe war mit einem Herzstillstand zusammengebrochen.

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Die Untersuchungsbehörden kamen zum Schluss, dass Tscherepanow über Monate hinweg Blutdoping verabreicht worden war. Allerdings litt Tscherepanow an einer Herzerkrankung. Der Blutfluss zum Herz war unzureichend. Laut Angaben der Behörden hätte Tscherepanow deshalb nicht als Profi-Spieler aktiv sein dürfen. Den Klubärzten droht nun ein Justiz-Verfahren.

Tscherepanow, der im NHL-Draft 2007 von den New York Rangers in der ersten Runde gezogen worden war, war gegen Ende des letzten Drittels von einem Einsatz auf die Bank zurückgekehrt, wo er plötzlich zusammenbrach. Der Sturmpartner des langjährigen tschechischen NHL-Superstars Jaromir Jagr wurde sofort ins Spital gebracht. Die Ärzte konnten Tscherepanows Leben aber nicht mehr retten.

Tscherepanow, der zuvor noch das 1:0 für sein Team geschossen hatte, galt als grosses Talent. In seiner Heimat war der Junioren- Internationale als «sibirischer Express» gefeiert worden.

(sda)