Nach Pfiff

05. Februar 2020 16:17; Akt: 05.02.2020 16:17 Print

Verteidiger schiesst Schiri den Puck ins Gesicht

Thomas Larkin vom deutschen Eishockeyclub Adler Mannheim wird nach seiner Aktion für neun Spiele gesperrt. Es ist nicht das erste Mal, dass der Täter negativ auffällt.

Schmerzhaft: Thomas Larkin schiesst dem Schiedsrichter den Puck mitten ins Gesicht. (Video: Tamedia)
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Die Aktion ereignet sich am Sonntag. In der 43. Runde der Deutschen Eishockey Liga (DEL) empfangen die Fischtown Pinguins Bremerhaven die Adler aus Mannheim. Zehn Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels führt das Heimteam 2:1, als Mannheim im Angriff ist. Als die Scheibe aus der Zone fliegt, will Thomas Larkin sie abfangen. Er tut dies aber zu spät, fährt in die Zone rein, der Linienrichter pfeift aufgrund eines Abseits ab. Ob das, was dann folgt, Absicht war oder nicht, das weiss wohl nur Larkin selbst, unnötig war es aber auf alle Fälle.

Fakt ist: Der Mannheim-Verteidiger spediert die Scheibe nach dem Pfiff in Richtung Schiedsrichter – und trifft diesen mitten im Gesicht. Marian Rohatsch – so heisst der Referee – bleibt liegen, wird gestützt in die Kabine begleitet und verletzt sich dabei so schwer, dass er für das dritte Drittel gar nicht mehr auf dem Eis erscheint, das Spiel wird mit drei Unparteiischen beendet. Mannheim gelingt die Wende, gewinnt 4:3 nach Penaltyschiessen. Verliert dabei aber Larkin, wie sich dann am Dienstag zeigt.

Denn wie die Deutsche Eishockey-Liga DEL mitteilt, wird der Italiener für neun Spiele gesperrt. Bei der Bemessung der Sperre habe der Disziplinarausschuss eine Entschuldigung des italienischen Nationalspielers mildernd berücksichtigt, heisst es in der DEL-Mitteilung.

2018 wurde er nach einem Check angeklagt

Es ist nicht das erste Mal, dass Larkin negativ auffällt. 2017 rammte er im Champions-League-Achtelfinal Gegenspieler Daniel Paille nieder. Eine unstrittig rüde Aktion, zumal der Spieler des schwedischen Klubs Brynäs IF Larkin den Gegner nicht hatte kommen sehen. Paille erlitt eine Gehirnerschütterung und konnte nach der Begegnung vom 7. November 2017 nicht mehr spielen. Im August 2018 musste der langjährige NHL-Profi seine Karriere beenden.


2017: Übler Check von Larkin an Daniel Paille, der aufgrund Folgeschäden ein Jahr später sein Karriereende bekanntgeben musste. (Video: Tamedia)

Die Geschichte ist an diesem Zeitpunkt aber noch nicht zu Ende erzählt. Brynäs' Sportchef sprach von einem «Mordversuch», vier Spielsperren Larkins waren dem schwedischen Club zu wenig. Die Mannheimer hingegen sprachen von «übler Nachrede».

Es blieb nicht bei einem Wortgefecht zwischen den beiden Teams. Paille klagte Larkin schliesslich vor einem schwedischen Gericht an. «Das absichtliche Herbeiführen von schweren Verletzungen kann weder erlaubt, noch mit der Idee des Eishockeyspiels vereinbar sein», begründete Pailles Anwalt. Über den Ausgang vom Verfahren wurde kein Wort verloren, weder vom Kläger noch vom Angeklagten.


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(spy)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Bert Herbert am 05.02.2020 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsportlich

    Sowas ist selbst im Hockey nicht tolerierbar. Jemand der sich so nicht unter Kontrolle hat, gehört Lebenslang gesperrt.

    einklappen einklappen
  • Patrick Scherrer am 05.02.2020 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Weg mit

    Der versteht nur eine Sprache - lebenslange Sperre.

    einklappen einklappen
  • Michi am 05.02.2020 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Lebenslang

    Nur 9 spiele Lebenslang soll er gesperrt werden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Minogo am 10.02.2020 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Lebenslang sperren!!

    Dass der überhaupt noch auf dem Eis stehen darf!!?? Der Check gegen Paille war klarer Mordversuch!!

  • blueliner am 06.02.2020 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risiko

    Kann passieren im Momentum -Pech das dass Zebra dort steht....

  • Masko am 06.02.2020 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Italiener

    Muss ja fast ein Italiener sein. Der soll lieber wieder zum Fussball zurück. Für solche Aktionen gibt es keinen Platz im Eishockey. Der Sport ist hart aber auch fair. Für solche Aktionen sollte er von seinem Verein freigestellt werden. Genau so wie es der eine tschechische Verein mit einem Spieler gemacht hat der widerholt durch ne Schwalbe aufgefallen ist. In diesem Sport ist kein Platz für solche Leute!!

  • Sesam am 06.02.2020 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, was macht der

    Schiri überhaupt dort???

  • Einheimischer am 06.02.2020 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Kühe und Bier

    Warum ist bei vielen Eishockeyspielern die Sozialkompetenz gleich null? Bei uns im Dorf spielen die Jungen oft Eishockey im Winter. Die kennen nur ihre Kühe und Bier.