Jean-Pierre Vigier

22. März 2011 00:01; Akt: 21.03.2011 20:22 Print

Vorkämpfer kehrt zurück

von Peter Berger - Verliert der SCB heute, ist das Aus gegen Kloten besiegelt. Um das zu verhindern, greift nun sogar Captain Jean-Pierre Vigier wieder ein.

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Rückkehr in höchster Not: Gamache (v.) und Vigier (h.) sollen das Ausscheiden von Meister Bern verhindern. (Key)

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Zweifache Fraktur der Augenhöhle rechts sowie Bruch der Kieferhöhle: Am 22. Februar im letzten Qualifikationsspiel gegen die ZSC Lions war Jean-Pierre Vigier von einem Puck im Gesicht getroffen worden. Mindestens vier Wochen Pause lautete die Diagnose.

Heute ist es genau einen Monat her seit Vigiers Verletzung. Allgemein war man davon ausgegangen, dass der Co-Captain erst in einem allfälligen Final wieder zur Verfügung stehen würde. Doch jetzt steht der SCB vor dem Aus. «Die Ärzte gaben mir grünes Licht», sagte der Kanadier gestern. Er wird mit einer speziellen Gesichtsmaske spielen. Als gefährlich sieht er seine frühe Rückkehr nicht: «Nein, warum? Ich bin bereit.»

Das bestätigt auch Larry Huras. Der Coach nimmt «ein paar Änderungen» vor. Anhand des Trainings dürfte neben Vigier auch Simon Gamache ins Team zurückkehren. Joel Kwiatkowski und Lee Goren müssen dagegen auf die Tribüne. Auch bei den Schweizern gibt es Rochaden. Caryl Neuenschwander und Tristan Scherwey müssen wohl zuschauen, dafür könnte erstmals Dominic Meier zum Einsatz kommen. Der Verteidiger absolvierte in dieser Saison bloss ein Spiel.

Aber wie Huras seine Linien auch durcheinanderwirbeln wird, eines bleibt gleich. «Wir müssen gewinnen», sagt Martin Plüss. Der zweite Captain weiss auch wie: «Wir müssen unsere Chancen resoluter ausnützen und Kloten weniger zugestehen.» Plüss ist froh über Vigiers Rückkehr: «Er ist ein wichtiger Spieler, der viel Energie bringt und den Unterschied ausmachen kann.» Mit dem möglichen Ausscheiden befasst sich Plüss nicht: «Wir wissen, dass wir das Messer am Hals haben. Aber wir sind immer noch auf eine lange Serie eingestellt.»