CEO Lüthi

30. März 2011 19:51; Akt: 30.03.2011 19:56 Print

Warnung vor Stilwechsel beim SC Bern

von Peter Berger - Der SC Bern kann nur noch zuschauen, wenn im Final sein Nachfolger ermittelt wird. Panik herrscht beim entthronten Meister aber nicht.

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Marc Lüthi gibt der SCB-Saison die Note «bis Fünf». (key)

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«Unser Anspruch ist es immer, um den Titel mitzureden», betonte Marc Lüthi auch am Tag nach dem Halbfinal-Aus in Kloten. Doch der CEO des SC Bern ist weit davon entfernt, «nun alles schlechtzureden». Der Mannschaft gibt er für die Leistung als Note «eine bis Fünf – knapp gut. Es war keine Top-Saison, aber auch keine schlechte.»

Wirtschaftlich ist die Tendenz klarer. «Es wird keine goldene Saison», sagt Lüthi und fügt konkreter an: «Kommerziell sieht es nicht gut aus.» Vor allem, weil der SCB während der Saison investiert hat (Déruns, Goren). Obwohl im Final mit Davos und Kloten zwei Teams stehen, die ein schnelles Tempo­hockey zelebrieren, warnt Lüthi vor einem Stilwechsel bei den Mutzen. «Das wäre total falsch. Das Volk will immer noch am liebsten die Big Bad Bears sehen.»

Das bestätigt auch Sven Leuenberger: «Wir wollen ein Team mit Emotionen bleiben. Die Kunst wird nun sein, spielerische Qualität zu holen, ohne physische Stärke einzubüssen.» Der Sportchef sucht einen spielstarken ausländischen Center als Dubé-Ersatz. Neben dem Spielmacher verlassen auch Gamache (auch Fribourg), Stettler (Langnau), Roland Gerber (?) und Krueger (Nordamerika) das Team. Zudem muss McLean wohl gehen und, falls ein Abnehmer gefunden wird, auch Kwiatkowski. Als Zuzüge stehen bisher Höhener, Lötscher und Morant fest. Und klar ist auch, dass Larry Huras auch nächste Saison Trainer in Bern bleibt.