Entlassungsrekord wankt

09. Februar 2011 22:57; Akt: 10.02.2011 08:42 Print

Welcher Trainer fliegt als Nächster?

von Marcel Allemann - Serge Pelletier (Fribourg) ist der fünfte Trainer, der diese Saison gehen musste. Aber vielleicht nicht der Letzte.

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Konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bei den Lions bislang nicht erfüllen: Bengt-Ake Gustafsson. (key)

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20 Minuten führt eine Statistik über alle Trainerentlassungen in der NLA seit 1987. Mit fünf Trainerwechseln ist man bereits jetzt in einem hohen Bereich. Denn nur viermal wurden während einer Saison noch mehr Coaches gefeuert: 05/06 gab es sieben Wechsel, in den Spielzeiten 91/92, 02/03 und 08/09 jeweils sechs. Der hohe Wert dieser Spielzeit wird noch etwas gigantischer, wenn man bedenkt, dass mit Arno Del Curto (Davos) und Chris McSorley (Servette) zwei Trainer «unentlassbar» sind. Doch es gibt in dieser Saison noch Potenzial für weitere Freistellungen – der Rekord wankt:

1. Bengt-Ake Gustafsson (ZSC Lions): Er wirkt zusehends ratloser. Bei weiteren peinlichen Pleiten oder einem Playoff-Fehlstart ist er weg.
Entlassungsgefahr: 70%.

2. René Matte (Fribourg): Soll die Geschicke von Got­téron bis Ende Saison führen. Ob er das wirklich packt?
Entlassungsgefahr: 50%.

3. Mike McNamara (Lugano): Der Notnagel geniesst weiter das Vertrauen. Aber gerät Lugano in den Playouts in Schwierigkeiten, wird er (durch Pelletier?) ersetzt.
Entlassungsgefahr: 50%.

4. Kevin Schläpfer (Biel): Bislang war der Rookie einer der Traineraufsteiger. Aber wenn Biel erneut in die Ligaqualifikation muss, zählt dies nichts mehr. Schläpfer würde das Feld wohl freiwillig räumen.
Entlassungsgefahr: 30%.

5. Larry Huras (Bern): Hat unlängst seinen Vertrag bis 2012 verlängert. Trotzdem würde der ambitionierte SCB bei einem Playoff-Fehlstart wohl reagieren. Wie Lugano 2006: Damals musste Huras während den Viertelfinals gehen – und Lugano wurde mit Harold Kreis prompt noch Meister.
Entlassungsgefahr: 20%.