Arno Del Curto

30. November 2018 09:36; Akt: 30.11.2018 10:28 Print

Kann überhaupt einer den Tausendsassa ersetzen?

Vorerst coacht Michel Riesen den HCD. Zugleich sucht der Club einen Trainer bis Saisonende. Die Kandidatenliste ist lang und prominent.

Bildstrecke im Grossformat »
Was für ihn spricht: Kennt die lokalen Besonderheiten, leistete als Trainer der Elite-Junioren sehr gute Arbeitet und macht den Job schon jetzt interimistisch. – Was gegen ihn spricht: Der erste Schweizer NHL-Erstrunder war noch nie Chefcoach eines Profiteams. – 15 Prozent. Was für ihn spricht: Kennt die Liga, kann Spieler mitreissen, starker, authentischer Kommunikator, hat reichlich Erfahrung im Abstiegskampf. – Was gegen ihn spricht: Seine letzte Erfahrung im Abstiegskampf endete im April mit der Relegation des EHC Kloten. – 10 Prozent. Was für ihn spricht: Der 40-Jährige wurde mit Langenthal NLB-Meister und sammelte bei Servette National-League-Erfahrung. – Was gegen ihn spricht: Als Coach der EVZ Academy hat der Kanadier bereits einen sehr guten Job. – 10 Prozent. Was für ihn spricht: Der Center war jahrelang Del Curtos verlängerter Arm auf dem Eis, kennt Davos wie seine Westentasche. – Was gegen ihn spricht: Als Juniorentrainer von Hradec Kralove hat der Tscheche keinerlei Erfahrung als Trainer einer Profi-Mannschaft. – 2 Prozent. Was für ihn spricht. Seit 2015 Chefcoach der U-18 und bestens mit dem Schweizer Eishockey vertraut, kommunikativ stark. – Was gegen ihn spricht: Ohne Erfahrung als Trainer von Profis – und bei Swiss Ice Hockey unter Vertrag. – 15 Prozent. Was für ihn spricht. Charisma, klare Linie, HCD-Verbundenheit. – Was gegen ihn spricht. Der Assistenztrainer der U-18 war in gleicher Funktion schon ein halbes Jahr beim A-Nationalteam, aber noch nirgends Chefcoach. – 15 Prozent. Was für ihn spricht: Der Lette hat vor allem als Spieler eine lange Vergangenheit in der Schweiz, war Chefcoach von Dynamo Moskau und als Assistent jahrelang bei KHL-Spitzenteams, zuletzt bei SKA St. Petersburg. – Was gegen ihn spricht: Bis auf eineinhalb Saisons bei Dynamo war der 50-Jährige nie Chef. – 2 Prozent. Was für ihn spricht: Österreichs Nationaltrainer und Sportdirektor schaffte im Frühling an der WM den Klassenerhalt – und hätte mit seinem Lebenslauf eine Chance als Chefcoach in der National League längst verdient. – Was gegen ihn spricht: Obwohl der Winterthurer mit 23 Assistent beim ZSC wurde, holte ihn drei Jahrzehnte lang kein Club als Chef in die höchste National League. Warum jetzt? – 5 Prozent. Was für ihn spricht: Wurde Schweizer Meister, gewann die Champions League und als Nationaltrainer WM-Silber. – Was gegen ihn spricht: Der 60-Jährige ist weder als erfolgreicher Nothelfer bekannt noch für geduldige Nachwuchsförderung. – 1 Prozent. Was für ihn spricht: Kennt die Liga, pflegt einen attraktiven Stil, sehr strukturiert, guter Kommunikator, seine erste Saison in Lausanne war stark. – Was gegen ihn spricht: In der zweiten Lausanne-Saison klappte nichts mehr. Und will der studierte Jurist überhaupt noch Trainer sein? – 5 Prozent. Was für ihn spricht: Del Curtos zweimaliger Finalgegner (2009, 2011 mit Kloten) kennt die Schweiz und wäre verfügbar. – Was gegen ihn spricht: Der letzte Auftritt des 57-Jährigen in der National League weckt wenig Hoffnung: die Entlassung in der Ligaqualifikation 2015. – 2 Prozent. Was für ihn spricht: Der Kanadier kennt als ehemaliger Ambri-Coach die Liga und ist seit seiner Freistellung bei Dynamo Minsk (KHL) Anfang Monat auf dem Markt. – Was gegen ihn spricht: Hinterliess in fünf Monaten Ambri keinen guten Eindruck – letzter Rang im Januar 2017, Entlassung. – 1 Prozent. Was für ihn spricht. Der Vater von U-20-Nationalspieler Philipp Kuraschew kennt das Schweizer Hockey und besonders Davos bestens. – Was gegen ihn spricht: Bei Langnau zeigte er einst wenig Lust, Chefcoach zu werden. Und als Trainer des EHC Chur belegt er derzeit den letzten Platz in der Mysports League. – 2 Prozent. Was für ihn spricht: Davos fehlt noch bei den Stationen des ewigen Trainers (ZSC, Ambri, Bern, Lugano, Fribourg). – Was gegen ihn spricht: Mit 63 taugt der bewährte Nothelfer bestenfalls als Lösung für die Gegenwart. – 5 Prozent.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wenigstens am Freitag gegen Servette und am Samstag in Bern wird Michel Riesen beim HC Davos als Cheftrainer an der Bande stehen. Der langjährige HCD-Stürmer coachte bisher die Elite-Junioren, soll aber baldmöglichst durch einen Mann ersetzt werden, der den Zweitletzten der National League bis Saisonende führt.

Die Frage ist also: Wer wird Nachfolger von Del Curtos Nachfolger? Ein mit dem besonderen Davoser Klima Vertrauter? Einer, der wenigstens das Schweizer Eishockey gut kennt? Einer aus dem Ausland, der ganz unbelastet beim Traditionsverein einsteigen kann? Ein klassischer Nothelfer? Oder doch einer, der schon die Clubpolitik der Zukunft verkörpert und übers Saisonende hinaus bleiben könnte?

Was aber ist genau die Clubpolitik der Zukunft, und wer setzt sie um? Im Moment hat diese Rolle Sportchef René Müller. Der amtet interimistisch im Doppelamt als Riesens Assistent, steht aber mit Trainersuche, Vertragsverhandlungen und Transfers schon vor Herausforderungen genug. Müllers Doppelamt ist ein Grund mehr, baldmöglichst einen festen Del-Curto-Nachfolger zu installieren.

Eishockey

(phm)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dumby am 30.11.2018 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Paar Schuhe

    Seinen Job kann man logisch ersetzen. Den Mensch dahinter nicht!

    einklappen einklappen
  • Kurt am 30.11.2018 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Davos

    Man sagt Jeder ist zu ersetzen, aber ADC wird nicht so leicht zu ersetzen sein, er ist und bleibt ein Unikat und ist der Inbegriff des Schweizer Eishokeis und hat dieses in seiner Kariere mitgprägt und auch gelebt mit Leib und Seele, aber denn Kopf nicht hängen lassen, Hopp Davos.

  • pz am 30.11.2018 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An die die sagen Arno sei zu ersetzten.

    Um zusagen zu können Arno kann man 1:1 ersetzten, müsste man den neuen Trainer 20 Jahre machen lassen ;). Arno kann man "ersetzten", aber niemals 1 zu 1. Arno ist einzigartig, dass müsst ihr Zürcher, Berner, Zuger, Luganesi und alle anderen akzeptieren.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex Keller am 06.12.2018 00:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtiger ist...

    Dass der HCD neue Einnahmequellen erschliesst, somit auch mal Nationalspieler im HCD Dress wieder auflaufen!

  • Streusalz am 01.12.2018 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stelle

    Arno wäre der richtige Trainer für Ambri . Ich weis noch wo er Luzern trainiert hat.

    • And1 am 01.12.2018 22:11 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht notwendig

      Ambri hat den richtigen Trainer bereits!

    einklappen einklappen
  • Sara am 30.11.2018 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nein, nicht ersetzbar

    Ach, so schade...Herr Del Curto IST der HCD...

    • socom am 02.12.2018 19:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sara

      wenn der HCD auch so denkt, findet er sich in der swiss league wieder. JEDER ist ersetzbar, JEDER muss ersetzbar sein. ist dem nicht so, hat der HCD gravierende fehler gemacht.

    einklappen einklappen
  • Pit am 30.11.2018 18:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arno for ever

    Diese Erbe anzutreten wird für alle schwer. Arno zu ersetzten wird nicht einfach. Dieser Schuss könnte nach hinten los gehen.

  • Karin am 30.11.2018 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Uebertreibt nicht

    Er war ein Guter Trainer, aber man sollte auf dem Boden bleiben. Ein Vorbild ist er auf jeden Fall nicht.

    • Roger Zsc am 30.11.2018 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karin

      Kein Vorbild.?? Darum war er 22 Jahre Trainer in Davos..? So ein Stuss...?! Da kenne ich 20 fussball Trainer, die sicher keine vorbilder sind..!! Aber hören sie auf del curto als kein Vorbild zu nennen.. Ich bin, bewahre gott, kein Fan vom HCD und vor allem kein Fan vom Spengler cup.. Aber Fan von del curto, ist so ziemlich jeder in dem Land.. Mit Ausnahmen natürlich.

    einklappen einklappen