Playoff-Final

11. April 2019 23:50; Akt: 12.04.2019 07:07 Print

Zug startet mit Break in den Playoff-Final

In einer emotionsgeladenen Partie siegt der EV Zug auswärts gegen den SC Bern mit 4:1. Die Berner gehen früh in Führung, danach übernimmt Zug aber das Spieldiktat.

Roes 3:1 bringt die Entscheidung zugunsten von Zug (Video: SRF).
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Die erste Partie des Playoff-Finals zwischen Bern und Zug endet mit einem verdienten Sieg der Gäste. Die Zentralschweizer drehen ein 0:1 in ein 4:1 und gehen in der Serie mit 1:0 in Führung. 12 Zuger und 13 Berner hatten sich im Playoff-Final vor zwei Jahren bereits gegenüber gestanden. Ob deshalb alte Rivalitäten wieder aufbrachen, bleibt ein Geheimnis der Spieler. Jedenfalls kochten die Emotionen in diesem ersten Finalspiel rasch einmal hoch. Manchen Zweikampf trugen die Spieler am Rande der Legalität aus. So erstaunte es nicht, fiel der entscheidende Treffer im Powerplay. Garrett Roe sorgte nach 47 Minuten und dem dritten Zuger Treffer für die Entscheidung.


Flynn lenkt per Handschuh ab zum 1:1 (Video: SRF)

Der Qualifikationssieger aus Bern gab damit den Heimvorteil im nicht (!) ausverkauften Stadion (16'557 Zuschauer) bereits bei erster Gelegenheit aus der Hand. Das muss die Berner insofern nicht beunruhigen, als dass ihnen selbiges bereits im Viertelfinal gegen Genève-Servette und im Halbfinal gegen Biel geschehen war. Zweimal hatte Bern seine Heimschwäche – nur drei Siege in acht Partien – dank starker Auftritte in der Fremde kompensieren können.

Bern trifft wie so oft im Powerplay

Bern, das erst am Dienstag im siebten Spiel gegen Biel den Finaleinzug geschafft hatte, hatte vorerst besser in die Partie gefunden. Jedenfalls erspielte sich das Team von Kari Jalonen im ersten Abschnitt die bessere Möglichkeiten. Die Führung nach dem Startdrittel, erzielt durch Jan Mursak im Powerplay (12.), war deshalb nicht unverdient. Es war für den SCB, der ohne den aus privaten Gründen abwesenden Thomas Rüfenacht hatte antreten müssen, der elfte Powerplay-Treffer in den letzten acht Spielen.


Mursak trifft im Powerplay zum 1:0 für Bern (Video: SRF).

Zug benötigte 20 Minuten, um in die Partie zu finden. Nachdem Bern dem Gegner lange kaum Platz zur Entfaltung gegeben hatte, glich Zug mit einem der ersten schnell vorgetragenen Angriffe den Ausgleich. Brian Flynn lenkte einen Weitschuss von Santeri Alatalo zum 1:1 ab. Es war der Auftakt zur Wende. Zwölf Minuten später verlor Berns Verteidiger Justin Krueger in der Vorwärtsbewegung den Puck. Yannick-Lennart Albrecht vollendete einen Doppelpass zur Führung.


Albrecht lenkt Zug auf die Siegerstrasse (Video: SRF).

Almquist streckt Suri nieder

Für die Entscheidung sorgte ausgerechnet Roe, der zuvor den Ärger des Berner Publikums auf sich gezogen hatte, als er sich in der 37. Minute etwas gar theatralisch hinfallen liess und mit einer Strafe gegen Beat Gerber belohnt wurde. Eine Strafe wegen einer Schwalbe kassierte der Amerikaner kurz darauf dann doch noch. Weil aber auch Ramon Untersander eine Strafe kassierte, kam dies Bern nicht zu Gute.

Zug startet mit Break in den Playoff-Final

Die aufgeladene Stimmung fand ihren negativen Höhepunkt in der 49. Minute, als Berns Adam Almquist den Zuger Reto Suri mit einem Check gegen den Kopf niederstreckte. Für beide war die Partie nach dieser Aktion vorbei: Almquist wurde mit einem Restausschluss unter die Dusche geschickt und könnte als erster Spieler (!) in diesen Playoffs überhaupt eine Spielsperre kassieren, Suri wurde verletzt in die Kabine gebracht.

Während Almquist seiner Mannschaft einen Bärendienst erwies und ihr die Chance auf ein Aufholen verunmöglichte, war Suris Ausfall der einzige, dafür ein umso bitterer Wermutstropfen für die Zuger. Der EVZ bekundete zwar zu Beginn Mühe, in den Rhythmus zu finden. Nach dem schwachen ersten Drittel steigerten sich die Zuger massiv. Sie lieferten einen souveränen Auftritt hin, der jenen gegen Lugano und Lausanne in den Runden zuvor mehr als nur ähnelte.

Telegramm:

Bern - Zug 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)

16'557 Zuschauer. SR Lemelin/Stricker, Kaderli/Wüst. -

Tore:12. Mursak (Moser, Arcobello/Ausschluss Alatalo) 1:0. 24. Flynn (Alatalo, Martschini) 1:1. 36. Albrecht (Zehnder) 1:2. 47. Roe (Martschini/Ausschluss Mursak) 1:3. 59. Everberg 1:4 (ins leere Tor).
Strafen: 7mal 2 plus 5 Minuten (Almquist) plus Spieldauer (Almquist) gegen Bern, 7mal 2 plus 10 Minuten (Everberg) gegen Zug.
PostFinance-Topskorer:Arcobello; Martschini.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Almquist; Untersander, Beat Gerber; Marti, Colin Gerber; Grassi, Mursak, Ebbett; Bieber, Arcobello, Moser; Sciaroni, Heim, Scherwey; Berger, Brügger, Kämpf.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Alatalo; Zryd; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, Senteler, Simion; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Schnyder.

Bemerkungen: Bern ohne Rüfenacht (abwesend/private Gründe), Haas, Kamerzin, Andersson (alle verletzt) und Boychuk, Zug ohne McIntyre (beide überzählige Ausländer). Pfostenschuss Burren (33.). Lattenschuss Mursak (45.). Suri verletzt ausgeschieden (48.). Timeout Bern (58:02), Bern von 58:10 bis 58:35 ohne Torhüter.

Eishockey

(toc/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roland Meister am 11.04.2019 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    ScB unsportlich

    Läck... das Foul sollte ein Verfahren gegen Körperverletzung geben. Auf dieser Höhe zu checken kann auch mit Querschnittlähmung ausgehen. Bern ist definitiv kein würdiger Meister! Hopp Zug!

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  • Usain B am 11.04.2019 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Verlierer

    Tja, das üble Foul an Suri zeugt von erbärmlicher Einstellung und Unsportlichkeit sondergleichen und das Publikum in Bern tut das Seinige dazu. Der üble Kerl spielt diese Saison auf jeden Fall nicht mehr. Da muss beim SCB schleunigst was ändern, sonst ist der Sweep nicht abzuwenden.

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  • Merci am 11.04.2019 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Scb trauriges Volk

    Der scb und seine Fans können nur pfeifen und verlassen das Spiel bevor es fertig ist. Das sagt alles hübsche Mode Fans.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fan vom Eishokey ausser SCB.......... am 12.04.2019 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Ausser primitive Atacken

    Was hat der SCB zu bieten??? Ausser primitive Attacken gegenüber dem Gegner ist nichts vorhanden!!! Wenn der SCB Schweizermeister wird dann ist das das Ebenbild unserer Gesellschaft. Traurig aber ..... leider wahr!!!!!!!!!!!!!!!!

    • hockeytown am 13.04.2019 06:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fan vom Eishokey ausser SCB..........

      was für eine billige hetzte gegen ein gegnerisches team! dazu noch die gesellschaft anprangern!?? aber mit dir ist noch alles ok? ich empfehle dir eiskunstlauf zu schauen!

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  • Peter am 12.04.2019 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer ohne Sünde ist werde den ersten Stein

    So wie ich mich erinnere hat sich Suri auch schon solches zu Schulden lassen kommen...

  • Motzimuus am 12.04.2019 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieso wurde das 1-1 gegeben.

    Wieso wurde denn das Goal 1-1 gegeben es wurde mit der Hand gemacht und das hat jeder gesehen sogar ein blindes Huhn nur der Schiri nicht,das ist Betrug.Es ist unfair denn ein Schiri sollte neutral sein aber gegen Bern kann man das so urteilen ist alles erlaubt denn Jemelinen hatte immer was gegen den SCB.

    • Der Anmerker am 12.04.2019 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motzimuus

      Stimmt, den Puck in die Hand zu nehmen ist nicht erlaubt. Aber es war ja auch bewusst mit der Hand der Puck ins Goal geworfen. Wäre es für Bern gewesen hätten Sie wohl jeden beleidigt, der die Gültigkeit hinterfragt... aber was solls

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  • Dan Tanga am 12.04.2019 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Zebra wiehern im Zoli

    Wir müssen den Schiedsrichtern genau auf die Finger sehen.

  • Eishockeyfan aus Bärau am 12.04.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nicht das erste mal

    Es ist nicht das erste mal in dieser Saison dass der SCB so "rüpelhaft" auftritt wie gestern gegen den EVZ??!! Schon kurz vor Ende der laufenden Qualifikation zu den Play-Offs haben die "Berner" im letzten Spiel gegen die SCL - Tigers mehr als unter der "Gürtellinie" fragwürdig gespielt??!!, (auch diese Spiel ging für die Berner verloren) obwohl sie den 1. Platz in der Qualifikationsrunde auf sicher hatten. Hart oder eben unfair zu spielen sind zwei Paar Schuhe. Hat der SCB als "Möchtegern Vorzeigeclub" das nötig??

    • Barney am 12.04.2019 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eishockeyfan aus Bärau

      Komisch das nach diesem Spiel aber nur ein Spieler der Tigers für 2 Spiele gesperrt wurde

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