Ausbildungszentrum

16. Februar 2011 13:23; Akt: 12.08.2011 10:46 Print

Winterthur wird Hockey-Stadt

von Klaus Zaugg - Das Schweizer Eishockey erhält in Winterthur ein nationales Ausbildungszentrum. Damit rückt die Zürcher Stadt ins Zentrum des Sports.

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Swiss Ice Hockey verlagert sein Zentrum nach Winterthur.

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Nun hat es der Verband (Swiss Ice Hockey) offiziell bestätigt: Die Verbandsbüros zügeln 2013 von Zürich nach Winterthur, die Trainingslehrgänge aller Nationalteams werden ab 2013 in Winterthur durchgeführt und das neue nationale Ausbildungszentrum (Academy Team) wird in Winterthur stationiert (20 Minuten Online berichtete).

Dieses Academy Team gibt jungen Spielern die Möglichkeit, sozusagen in einem 10. Schuljahr unter professionellen Bedingungen herauszufinden, ob es sich lohnt, voll und ganz auf eine Karriere als Berufsspieler zu setzen.

Zürich und Huttwil ausgestochen

Es standen drei Standorte zur Diskussion: Zürich, Huttwil (BE) und Winterthur. Warum Winterthur?

Erstens: Winterthur kann am schnellsten realisiert werden. Ab Juni 2013 steht das Internationale Zentrum für Leistungs- und Breitensport (IZLB) zur Verfügung. Mit dem Entscheid, nach Winterthur zu kommen, wird die Realisierung dieses IZLB möglich.

Zweitens: Fünf Eisbahnen, davon eine mit NHL-Massen, stehen zur Verfügung.
Drittens: Es gibt ein umfassendes sportliches, administratives und sportmedizinisches Angebot. Fünf Teams können gleichzeitig in Winterthur untergebracht werden und für die gesamte Verbands-Administration stehen Büros zur Verfügung.

Sechs Millionen Franken Kosten

Die Kosten: Der Verband (Swiss Ice Hockey) wird im IZLB Mieter. Die Betriebskosten werden durch eine Betriebs AG mit einem Aktienkapital von sechs Millionen Franken getragen. Der Verband beteiligt sich über eine Stiftung mit zwei Millionen an dieser AG. Die restlichen vier Millionen übernehmen private Investoren.

Damit gibt es kein finanzielles Risiko für Verband und Klubs.

Die Klubs der NLA und NLB haben in Ittigen (BE) dem gesamten Projekt zugestimmt. Die grosse Reform von Verbandsboss Philippe Gaydoul (die Zusammenlegung von Verband und Liga) ist hingegen vorerst gescheitert: Die Klubs sind auf dieses Traktandum nicht eingetreten und haben das Geschäft auf eine nächste Ligaversammlung nach der Saison verschoben.