Hockey-Playoff

24. März 2012 19:40; Akt: 26.03.2012 06:44 Print

ZSC Lions im Final, Bern muss nachsitzen

Die ZSC Lions gewinnen zu Hause gegen den EV Zug mit 5:1 und qualifizieren sich für den Playoff-Final. Der SC Bern verliert gegen Fribourg nach Penaltyschiessen. Damit verkürzt Gottéron in der Serie auf 1:3.

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Eine Entscheidung fiel im Abstiegskampf. Genève-Servette gewann dank einem 3:2 nach Penaltyschiessen in Ambri die Serie gegen die Leventiner mit 4:0 und sicherte sich den Klassenerhalt. Ambri, das seit zwölf Heimspielen nicht mehr gewonnen hat, trifft in der Ligaqualifikation ab dem 3. April auf den NLB-Meister, also entweder Lausanne oder Langenthal.

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ZSC mit einem «Sweep» im Final

Die ZSC Lions qualifizieren sich souverän für den Playoff-Final der NLA. Die Zürcher gewinnen zu Hause gegen den EV Zug mit 5:1 und somit auch das vierte Spiel. Die ZSC Lions erreichten im Expresstempo den Playoff-Final. Reto Schäppi war bei der 5:1-Heimgala der ZSC Lions gegen den EV Zug im vierten Playoff-Halbfinalspiel Doppeltorschütze. Nach Meister Davos schalteten die Stadtzürcher nun mit Zug auch den Qualifikationssieger Zug auf dem schnellstmöglichen Weg aus.

Andres Ambühl und Patrik Bärtschi waren am Samstag im ausverkaufen Hallenstadion (11'200 Zuschauer) wie bereits in Spiel 3 in Zug für die ZSC Lions erfolgreich. Patrik Bärtschi verwertetete im Startdrittel seinen eigenen Nachschuss zum 1:0. Es war bereits das achte Playoff-Tor des Schweizer Nationalstürmers im achten Playoff-Saisonspiel. Damit ist er aktuell weiterhin der klar erfolgreichste Playoff-Goalgetter der NLA. Ambühl hatte in Spiel 3 als Doppeltorschütze und Skorer des Overtime-Siegtreffers in Unterzahl geglänzt. Am Samstag erzielte er das 2:0 - diesmal bei fünf gegen fünf. Reto Schäppi sorgte dann schon nach Spielmitte mit einem Doppelschlag, darunter einem verwandelten Penalty, für die endgültige Entscheidung. Schliesslich erhöhte PostFinance-Topskorer Jeff Tambellini in Unterzahl gar auf 5:0. Der zurücktretende EVZ-Allrounder Patrick Oppliger sorgte in seinem letzten NLA-Spiel noch für den Ehrentreffer der Gäste.

Die ZSC Lions stehen somit zum sechsten Mal insgesamt und erstmals seit ihrem letzten Meistertitel (2008) wieder im Playoff-Final. Zudem entschieden die Lions auch ihr drittes Playoff-Halbfinal-Duell gegen Zug zu ihren Gunsten.


Gamache hält Fribourg im Rennen

Fribourg-Gottéron siegt in Bern mit 2:1 nach Penaltyschiessen und verkürzt in der Best-of-7-Serie auf 1:3. Als einziger Schütze trifft im «Shootout» der ehemalige Berner Simon Gamache.
In der Verlängerung war der SCB dem Sieg näher gestanden. Torhüter Cristobal Huet bewahrte Gottéron in der 74. Minute vor dem Aus, als er einen Schuss von Pascal Berger mit einer Glanzparade parierte. Und kurz vor Ablauf der Overtime vergab Ryan Gardner eine ausgezeichnete Möglichkeit. Derselbe Gardner scheiterte im Penaltyschiessen mit seinem letzten Versuch am starken Huet, nachdem unmittelbar davor Gamache getroffen hatte.

Fribourg hatte es zu Beginn mit einer eigenartigen Taktik versucht. In den ersten gut sechs Spielminuten zogen sie sich zum Ärger der Zuschauer vollständig zurück und versuchten, den SCB aus der Defensive zu locken. Das auf Schweizer Eis in dieser Form wohl noch nie gesehene «Experiment» misslang gründlich und verwirrte wohl auch die Freiburger. Denn Michael Ngoy verlor die Scheibe hinter dem eigenen Tor, Pascal Berger spielte auf den freistehenden Jean-Pierre Dumont, der die Berner in der 7. Minute mit seinem vierten Playoff-Tor in Führung schoss.

Und als Shawn Heins kurz darauf auf die Strafbank musste, drohte aus Freiburger Sicht ein ähnliches Unheil wie im letzten Spiel. Doch statt 2:0 (wie am Donnerstag) hiess es nach dem Powerplay des SCB 1:1. Tristan Vauclair entwischte der Berner Verteidigung in Unterzahl und glich knapp zwei Minuten nach dem Berner Führungstreffer wieder aus.


Ambris 12. Heimniederlage hintereinander

Der HC Ambri-Piotta muss wieder in die Ligaqualifikation. Die Leventiner blieben auch in der 2. Runde der Abstiegs-Playoffs ohne Sieg. Die vierte Partie gegen den Genève-Servette HC ging mit 2:3 nach Penaltyschiessen verloren.

Den letzten Heimsieg feierte Ambri-Piotta unmittelbar vor Weihnachten gegen den SC Bern (4:3 nach Verlängerung). Seither gingen zwölf Heimspiele hintereinander verloren. In diesen zwölf Heimspielen gelang dem Team des Kanadier Kevin Constantine auch bloss 14 Törchen. Ambri muss fast froh sein, dass die Spiele gegen NLA-Gegner für diese Saison beendet sind - ansonsten wäre noch der Negativrekord des EHC Basel aus der Saison 2007/08, 13 Heimniederlagen hintereinander, in Gefahr geraten.

Am Samstag fehlte nicht viel zum ersten Heimsieg für Ambri im 2012. 187 Sekunden lang führte Ambri sogar. Paolo Duca brachte die Leventiner nach 27 Minuten in Führung. Wenig später leisteten sich aber Raeto Raffainer und Maxim Noreau aber Strafen, und aus der doppelten Überzahl resultierte für Genf nach 30 Minuten der 1:1-Ausgleich durch den französischen Verteidiger Kevin Hecquefeuille. Im Schlussabschnitt gelang Flurin Randegger in der 44. Minute das Führungstor für die Servettiens. Sieben Minuten vor Schluss gelang Zdenek Kutlak der neuerliche Ausgleich. In den verbleibenden 27 Minuten bis zum Penaltyschiessen stand Ambri dem Sieg näher. Im Penaltyschiessen reüssierten aber drei Genfer und nur ein Tessiner.

Der Weg zum Klassenerhalt führt für Ambri-Piotta folgerichtig wie im Vorjahr über die Ligaqualifikation. Ab Dienstag, 3. April, trifft Ambri auf den Sieger des NLB-Finals zwischen Lausanne (1.) und Langenthal (2.).


ZSC Lions - Zug 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)
Hallenstadion. - 11'200 Zuschauer (Stadionrekord seit Neubau). - SR - Tore: 11. Patrik Bärtschi (Tambellini) 1:0. 29. Ambühl (Tambellini, Down) 2:0. 33. Schäppi (Penalty) 3:0. 35. Schäppi (Monnet) 4:0. 47. Tambellini (McCarthy/Ausschluss Blindenbacher!) 5:0. 49. Oppliger (Sven Lindemann, Rüfenacht) 5:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 3mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Tambellini; Damien Brunner.
ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Geering; McCarthy, Seger; Daniel Schnyder, Stoffel; Down, Ambühl, Tambellini; Bastl, Schäppi, Monnet; Patrik Bärtschi, Cunti, Kenins; Kolnik, Baltisberger, Bühler.
Zug: Markkanen; Patrick Fischer, Helbling; Chiesa, Oppliger; Erni, Blaser; Andreas Furrer, Rossi; Damien Brunner, Metropolit, Casutt; Christen, Holden, Pirnes; Lammer, Fabian Sutter, Sven Lindemann; Fabian Schnyder, Rüfenacht, Fabian Lüthi.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Pittis, Camperchioli (beide verletzt), Cory Murphy und Schommer (beide überzählig), Zug ohne Wozniewski und Duri Camichel (beide verletzt). - 12. Down verschiesst Penalty. - 28. Pfostenschuss McCarthy. - 38. Timeout Zug.

Bern - Fribourg 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:0) n.P.
PostFinance-Arena. - 17'131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Stricker, Kaderli/Wüst. - Tore: 7. Dumont (Pascal Berger, Ritchie) 1:0. 9. Tristan Vauclair (Loeffel/Ausschluss Heins!) 1:1. - Penaltyschiessen: Ritchie - (daneben), Benny Plüss - (gehalten); Pascal Berger - (gehalten), Hasani - (gehalten); Philippe Furrer - (gehalten), Sprunger - (gehalten); Reichert - (gehalten), Gamache 0:1; Gardner (gehalten).
Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Froidevaux) gegen Bern, 11mal 2 Minuten gegen Fribourg.
PostFinance-Topskorer: Ritchie; Sprunger.
Bern: Bührer; Kwiatkowski, Philippe Furrer; Jobin, Hänni; Kinrade, Beat Gerber; Höhener; Pascal Berger, Ritchie, Dumont; Bertschy, Martin Plüss, Rüthemann; Caryl Neuenschwander, Gardner, Vermin; Scherwey, Froidevaux, Reichert; Adrian Brunner.
Fribourg: Huet; Loeffel, Barinka; Heins, Birbaum; Ngoy, Abplanalp; Lukas Gerber, Collenberg; Rosa, Dubé, Gamache; Hasani, Brügger, Knoepfli; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Cadieux, Lüssy, Tristan Vauclair.
Bemerkungen: Bern ohne Déruns, Roche, Lötscher (alle verletzt), Dominic Meier, Morant und Vigier (überzählig), Fribourg ohne Jeannin, Botter (beide verletzt), Afanassenkow und Mondou (beide überzählig). Pfostenschuss Gamache (59.). Lattenschuss Loeffel (60.).

Ambri-Piotta - Genève-Servette 2:3 (0:0, 1:1, 1:1, 0:0) n.P.
Valascia. - 2731 Zuschauer. - SR Kämpfer/Rochette, Mauron/Tscherrig. - Tore: 28. Duca (Noreau, Kutlak/Ausschluss Gian-Andrea Randegger) 1:0. 31. Hecquefeuille (Fata, Vampola/Ausschlüsse Raffainer, Noreau) 1:1. 44. Flurin Randegger (Vampola, Rubin) 1:2. 53. Kutlak (Kohn/Strafe angezeigt) 2:2. - Penaltyschiessen: Rubin 0:1, Pestoni -; Simek 0:2, Landry 1:2; Trachsler -, Kohn -; Vampola -, Raffainer -; Flurin Randegger 1:3.
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Noreau; Fata.
Ambri-Piotta: Bäumle; Noreau, Kobach; Casserini, Schulthess; Kutlak, Trunz; Julien Bonnet, Pascal Müller; Pedretti, Landry, Kohn; Lachmatow, Mattia Bianchi, Duca; Pestoni, Hofmann, Raffainer; Loichat, Schlagenhauf, Grassi.
Genève-Servette: Tobias Stephan; Hecquefeuille, Goran Bezina; Schneeberger, Gautschi; Gian-Andrea Randegger, Mercier; Antonietti; Roland Gerber, Flurin Randegger, Samuel Friedli; Simek, Trachsler, Fata; Rubin, Dan Fritsche, Vampola; Rivera, Berthon, Pivron; John Fritsche.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Botta, Demuth, Martin Kariya, Incir, Murovic, Stucki, Westrum, Trevor Meier (alle verletzt), Walker (krank), Perreault und Schaefer (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Pothier, Salmelainen, Jean Savary, Paul Savary, Vermeille, Walsky und Vukovic (alle verletzt). - Pfostenschuss Loichat (50.). - Timeout: Ambri-Piotta (65.); Servette (76.).

(pre/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sid Crosby am 24.03.2012 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Modefans

    Das Hallenstadion zum ersten mal in dieser Saison ausverkauft. Es leben hoch die Modefans.

    einklappen einklappen
  • Monika Finger am 25.03.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich geht das nicht in die Hosen!

    So unkonzentriert und überheblich wie gestern hat der SCB jeweils im Februar gespielt. Fuhrer, wohl noch geblende schenkte Fribourg den Ausgleich und offerierte ihnen gleich mehrere weitere Chancen und der hüftsteife Hänni dürfte eigentlich gar nicht gleichzeitig mit Sprunger auf dem Eis sein. Dieser spielte ihn jedesmal schwindlig. Und vorne wurde beste Chancen leider auch sehr leichtfertig vergeben. Dass dann keiner einen Penalty versenkte spricht auch nicht unbedingt für eine gute Moral der Berner. Das Zittern fängt jetzt wohl an und ein Spiel 7 in dieser Serie würde mich nicht überraschen

  • Andy am 24.03.2012 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Yes

    fiiinalllleeeee o hooooo finaaaaalllllleeeeeee ;-)

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • EVZ am 25.03.2012 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade,

    dass sich unser EVZ in der quali über seinem wert verkauft hat. jetzt ist niemand zufrieden aber am anfang hätte niemand mit einem halbfinal gerechnet

  • Gamache Fan am 25.03.2012 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Allez Gamache! Allez Gotteron!

    Er ist der meist unterschätzte Stürmer in der NLA. Huras hat ihn auf die Tribüne verbannt - warum eigentlich? Dass haben wir nie zu lesen bekommen... Aber wenn mann (und frau) Gamache Palmares anschaut, wird sofort klar welche Qualitäten er besitzt. Er ist ein Zauberer-Allez Gamache!

  • Monika Finger am 25.03.2012 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich geht das nicht in die Hosen!

    So unkonzentriert und überheblich wie gestern hat der SCB jeweils im Februar gespielt. Fuhrer, wohl noch geblende schenkte Fribourg den Ausgleich und offerierte ihnen gleich mehrere weitere Chancen und der hüftsteife Hänni dürfte eigentlich gar nicht gleichzeitig mit Sprunger auf dem Eis sein. Dieser spielte ihn jedesmal schwindlig. Und vorne wurde beste Chancen leider auch sehr leichtfertig vergeben. Dass dann keiner einen Penalty versenkte spricht auch nicht unbedingt für eine gute Moral der Berner. Das Zittern fängt jetzt wohl an und ein Spiel 7 in dieser Serie würde mich nicht überraschen

  • Rang3 am 25.03.2012 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ZSC

    Schön isch blau-weiss und rot....schön isch blau-weiss und rot...dä ZSC isch wider da, dä ZSC ich wider da!

  • So schön am 25.03.2012 00:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finale

    2x 4:0 ob nun auch die Presse das zur Zeit klar beste Schweizer Hockey Team ernst nimmt ?