National League

04. Oktober 2018 22:14; Akt: 05.10.2018 20:08 Print

ZSC siegt gegen Ambri in der Overtime

von Simon Graf - In einem wilden Spiel erringen die Lions gegen Ambri den ersten Heimsieg. Maxim Noreau lässt die Zürcher jubeln.

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Die ZSC-Cracks machten in den letzten Tagen an der Züspa Werbung für sich und ihren Club. Was bisher aber gefehlt hatte: Eigenwerbung auf Oerliker Eis. Im dritten Anlauf holten sie nun immerhin den ersten Sieg, einen hart erkämpften. Und glückhaften. Ambris Müller verpasste bei 59:30 im Powerplay die goldene Chance zum 4:3 und wuchtete frustriert Noreau in die Bande. So konnten die Lions die Overtime in Überzahl beginnen – mit vier gegen drei Feldspieler. Sie brauchten nur 21 Sekunden für ein Happy-End: Noreau hämmerte den Puck nach einem Querpass Cervenkas unter die Latte.

Damit drehten die Zürcher die Partie noch, in der sie im Schlussabschnitt plötzlich 2:3 in Rückstand geraten waren. Zuerst verlor Bachofner mit einem leichtfertigen Dribbling in der Mittel­­zone den Puck und ermöglichte D'Agostinis 2:2 (43.), dann verwertete Novotny einen Abpraller zum 3:2 (46.). ZSC-Coach Serge Aubin reagierte sofort mit Umstellungen im Sturm, forcierte zwischendurch seine besten Kräfte und bekam von Bodenmann schon bald den erhofften Ausgleich zum 3:3 (52.).

Bodenmanns kritische Töne

Für Bodenmann war es das erste ZSC-Tor im sechsten Saisonspiel. Der emsige Flügel kommt langsam in Form. «Es war wichtig, dass wir den ersten Heimsieg holen konnten», sagte er. «Das ist unser Zuhause, und das müssen wir verteidigen.» Im Vergleich zum 3:0 vom Dienstag in Zug sei die Leistung aber schwächer gewesen. «Wir standen zu weit auseinander, unterstützen uns zu wenig», bemängelte ­Bodenmann. Dem ist nicht zu ­widersprechen.

Serge Aubin klang etwas zufriedener. Abgesehen von den beiden Puckverlusten, die zu den ersten zwei Gegentoren geführt hatten, sei er eigentlich zufrieden, urteilte der Coach. Und er mache Bachofner auch keinen grossen Vorwurf für seinen Puckverlust. «Eishockey ist ein Spiel der Fehler. Wichtig ist aber, dass man aus den Fehlern lernt.» Der Flügel wurde danach weiter eingesetzt. «Ich bin nicht der Coach, der Spieler nach Fehlern auf der Bank schmoren lässt», erklärte Aubin.

Er hatte sich vor dem Zug-Spiel vorgenommen, den Sturmlinien nun etwas Zeit zu geben, sich einzuspielen. Und bisher hat er sich daran gehalten. Im Paradesturm um Cervenka fehlte Pettersson krankheitshalber, er wurde durch Shore ersetzt. Es ist interessant zu beobachten, wie sich Junge und Routiniers in ihren Reihen finden. Bachofner (22) spielt mit Suter und Hollenstein, Prassl (20) zwischen Wick und Chris Baltisberger, Miranda (20) und Hinterkircher (23) neben Nationalstürmer Schäppi.

Drittes Spiel in vier Tagen

An Eifer fehlt es den Jungen nicht, und dass der eine oder andere Fehler passiert, nimmt ­Aubin momentan in Kauf. Dafür ist Schwung ins Spiel der Lions gekommen. Ihr Auftritt machte deutlich mehr Freude als der eine Woche zuvor gegen die SCL Tigers (1:4). Weil das Ambri-Spiel wegen des Status-Quo-Konzerts schon am Donnerstag stattfand, bestreiten sie heute in Freiburg die dritte Partie innert vier Tagen. Wenn die Beine schwerer werden, ist ein sorgsamer Umgang mit dem Puck gefragt.

Telegramm:

ZSC Lions - Ambri-Piotta 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 1:0)

8502 Zuschauer. - SR Müller/Urban, Ambrosetti/Bürgi. - Tore: 24. Kostner (Bianchi, Trisconi) 0:1. 28. Hollenstein 1:1. 30. Hinterkircher (Phil Baltisberger) 2:1. 43. D'Agostini 2:2. 46. Novotny (Plastino, Hofer) 2:3. 52. Bodenmann (Shore/Ausschluss Incir) 3:3. 61. (60:21) Noreau (Cervenka, Hollenstein) 4:3. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Chris Baltisberger) gegen ZSC Lions, 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Wick; Kubalik.

ZSC Lions: Schlegel; Noreau, Marti; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Blindenbacher; Karrer, Berni; Shore, Cervenka, Bodenmann; Hollenstein, Suter, Bachofner; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Hinterkircher, Schäppi, Miranda.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Guerra; Ngoy, Dotti; Jelovac, Fischer; Pinana; D'Agostini, Novotny, Zwerger; Hofer, Müller, Kubalik; Trisconi, Kostner, Bianchi; Lauper, Goi, Incir; Kneubuehler.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Geering, Herzog, Nilsson (alle verletzt) und Pettersson (krank), Ambri-Piotta ohne Lerg (verletzt). - Timeout Ambri-Piotta (30./Coach's Challenge).

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Duke am 04.10.2018 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HCAP

    Forza AMBRI!! Immerhin 1 Pkt! Kann so weitergehen!

  • ruth am 04.10.2018 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einmal mehr

    es war ei horrorspiel, herr aubin.

  • Z-Fan am 05.10.2018 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unmotiviert und uninspiriert

    keine ahnung eo der herr aubin hingeschaut hat... aber das war ein weiteres aufreibendes geknorze. schade für die zahlenden fans.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Papa Bär am 05.10.2018 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    Gratulation dem ZSC. Aufwärtstrend ist erkennbar. Die werden die Saison gut abschliessen.

  • Tuni am 05.10.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Fanunfreundliche Anspielzeiten

    Finde es immer wieder toll wie Spieltermine angesetzt werden. Dürfen die Ambrì Fans an einem Donnerstag nach Zürich fahren.. Leute die noch nie auswärts gefahren sind werden diese Aussage nicht verstehen und wohl Daumen runtergeben. Leute welche aber möglichst jedes Spiel ihres Lieblingsverein sehen wollen, müssen entweder frei nehmen oder sonstige Turnübungen machen um rechtzeitig beim Spiel zu sein.. Zu dem wird es Zeit, dass der Z ein eigenes Stadion kriegt und nicht immer spezielle Anspielzeiten kriegt.. Kann doch nicht sein, dass man Shakira und Co. immer vorzieht. Gruss aus Biel

    • Baselboy12 am 05.10.2018 16:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tuni

      Man kann nicht alle spiele am freitat, samstag oder sonntag ansetzen. Bei spielen an dienstag kann man auch nicht mitreisen. Aber das ist schon lange so. Hat jetzt nicht mit den anspielzeiten vom zsc zu tun

    • Flury87 am 05.10.2018 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tuni

      Ich versteh nicht was sie mit speziellen Anspielzeiten meinen? Das Spiel fing wie jedes Spiel um 19:45 an? Es war halt einfach ein Donnerstag anstatt Dienstag oder Freitag? Aber frei nehmen müssten sie ja an jedem Tag unter der Woche nehme ich an. Sie können ja wohl kaum erwarten, dass man auch noch jeden Wunsch der Fand berücksichtigen kann wann es einem passt für ein Auswärtsspiel?

    • Tinu am 05.10.2018 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Fan ist man oder man ist es nicht

      nein aber man kann zum Beispiel Zürich vs. Rapperswil an einem Wochentag ansetzen! Und doch es muss möglich sein als Fan jedes Spiel zu besuchen!

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  • Luckyluke am 05.10.2018 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte kossmann

    Dass man immer wieder einen trainer angagiert, der noch nie eine mannschaft in der schweiz gecoacht hat, ist mir ein rätsel.. Lieber wieder kossmann anstellen, sonst erleben wir wieder 40 runden lang ein riesen geknorze

    • reto am 05.10.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Abwarten

      Vor den Playoffs war es auch mit Kossmann immer ein geknorze...jetzt macht euch nicht gleich in die Hose...erwartest Du etwa das man als Meister in dieser ausgeglichenen Liga nun alle Spiele hoch gewinnt? Die Playoffs muss man erreichen und Schluss...

    • Baselboy12 am 05.10.2018 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luckyluke

      Irgendwann muss ja mal das erste mal sein für einen trainer.

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  • RonnyLU am 05.10.2018 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Forza Ambri

    Das ist ja ein toller Bericht! Einseitiger kann man wohl nicht über ein Match schreiben. Das hat nicht zufällig ein Zürcher verfasst?

  • Greg Xcheck am 05.10.2018 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bodenmann entscheidet wieder ein Spiel

    Was? Bodenmann darf noch spielen? Der sollte doch gesperr bleiben, weil er ohne Chance auf den Puck Garrett Roe an der Wirbelsäule verletzt hat, dass dieser mindestens 6 Wochen ausfällt. Erbärmlich!

    • Roman Lüthi am 05.10.2018 10:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Gregi

      willst Du mir weissmachen ohne diese Szene hätte Zug gewonnen? dream on..... Zudem hat Lammer mit seinem hinterhältigen Niederstrecken von Prassl diese Situationen heraufbeschworen. Also wenn dann bitte die ganze Wahrheit hier kundtun. Danke.

    • Schummel Schumi am 05.10.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      Klarstellen

      @Roman: Greg hat nicht geschrieben, dass Zug gewonnen hätte, sondern dass Bodenmann hätte gesperrt sein müssen. Ok, Lammer müsste auch gesperrt werden, aber Bodenmann darf nicht Selbstjustiz auf dem Eis ausüben, das sehen sie hoffentlich auch ein?

    • The Puck am 05.10.2018 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      naja

      Naja, wird eh überall alles unterschiedlich bewertet. Forster setzt Nilsson ausser Gefecht, spielt noch immer nicht! Pettersson erhält 6 Strafen für sein vergehen an Lappi ( ok eine oder zwei Strafen ) andere tun das selbe kriegen jedoch milde oder bis keine Strafe. Es fehlt eine klare Linie

    • Sven am 05.10.2018 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      lustige ansicht

      für die miese Aktion von Pettereson reichen nicht mal 6 Spiele

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