Champions Hockey League

12. November 2019 20:50; Akt: 12.11.2019 22:59 Print

SCB im Hintertreffen, Zug mit intakten Chancen

Der SC Bern ist in der Champions Hockey League so gut wie ausgeschieden. Die anderen drei Schweizer Vertreter schlagen sich wacker.

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Man muss kein Prophet sein, um zu behaupten: Der SC Bern ist in der Champions Hockey League so gut wie ausgeschieden. 0:3 unterlag der Schweizer Meister im Achtelfinal-Hinspiel Lulea. Und dieses Resultat spiegelt das Geschehen auf dem Eis ziemlich gut wider. Die Berner fanden gegen defensiv sehr solide Schweden kein Mittel in der Offensive – und in der Abwehr offenbarten sie ihre in dieser Saison eklatante Anfälligkeit.

Dabei hatten die Berner die Partie animiert begonnen, sie waren präsenter, aggressiver als der Gegner. Nur resultierte daraus nichts Zählbares. Und als Erstrunden-Draft Nils Lundkvist Lulea nach 23 Minuten mit einem an sich harmlosen Handgelenkschuss in Führung brachte, war es um die Berner geschehen. Sie gewährten Lulea nun grosszügig Platz in ihrer Zone, was die Schweden auszunutzen wussten: Kovacs und Brännström sorgten bis zur 28. Minute für das 3:0. SCB-Coach Jalonen wechselte danach Pascal Caminada für den unglücklichen Niklas Schlegel ein. Dieser hielt den Kasten zwar rein – doch machte Lulea mit der 3:0-Führung nicht mehr allzu viel – und der SCB war nicht in der Lage, nochmals in die Partie zurückzufinden. Es war für den Meister die vierte Niederlage de suite. Am Freitag muss er in der Liga zum Derby in Langnau ran – es ist kein Prophet, wer von einer delikaten Aufgabe spricht.

Zuger Chancen trotz Unterzahlschwächen intakt

Im letzten Drittel war es Gregory Hofmann, der seinem Ruf als Skorer gerecht wurde. Der beste Torschütze des EV Zug nützte einen gegnerischen Puckverlust zum Konter und vollstreckte eiskalt zum 3:3. Mit etwas weniger Fehlern im Mitteldrittel wäre gewiss ein besseres Resultat möglich gewesen.

Wie bisher auch regelmässig in der Meisterschaft liess bei den Zentralschweizern das Unterzahlspiel zu wünschen übrig. Gleich drei Gegentore kassierten sie so im Mitteldrittel. Beim 1:2 und 2:2 war das Szenario ähnlich: Nach vermeidbaren Ausschlüssen gegen Yannick Zehnder gelang es dem EVZ trotz mehrerer Möglichkeiten nicht, den Puck aus der eigenen Zone zu befreien, was die Finnen jeweils ausnützten. Und beim 3:2 hatten sie sich noch nicht genügend sortiert, als aus einer 4:3-Überzahl eine solche mit 5 gegen 4 Spielern wurde. Dabei hatte die Partie aus Zuger Sicht optimal begonnen, Dario Simion und der in Tampere geborene Santeri Alatalo erzielten in den ersten sechs Minuten zwei Treffer. Und der Vorsprung hätte auch noch höher ausfallen können.

Bis zu einem der erklärten Saisonziele der Zuger, dem Gewinn der Champions Hockey League, ist der Weg damit immer noch weit. Im Rückspiel in der Bossard-Arena am kommenden Dienstag braucht es jedenfalls gerade im Boxplay eine Steigerung, damit der Traum nicht schon frühzeitig platzt.

Die Joels sichern Lausanne den Sieg

Lausanne erspielte sich mit dem 2:1-Sieg in Pilsen eine gute Ausgangslage. Wie so oft setzte das Team von Ville Peltonen in der Bier-Metropole darauf, nicht allzu viele Emotionen aufkommen zu lassen und bis zum 1:0 durch Jakub Pour kurz vor Ende des Mitteldrittels ging diese Taktik auch auf. Joel Vermin gelang nur drei Minuten später der Ausgleich. Und weil dann auch noch drei Minuten vor Spielende der zweite Joel traf – Verteidiger Genazzi in Überzahl – reichte das schliesslich zum Sieg.

Nicht ganz zum Sieg reichte es dem EHC Biel. Die Seeländer gerieten auswärts gegen die Augsburger Panther bereits nach 28 Sekunden in Rückstand. Jaroslav Hafenrichter traf für die deutschen Gastgeber. Kurz nach Beginn des Mitteldrittels erhöhte Matthew Fraser auf 2:0. Die Bieler mussten sich bis zur 48. Minute gedulden, ehe Stefan Ulmer der Anschlusstreffer gelang. Toni Rajala sorgte mit seinem Tor in der 54. Minute für das 2:2-Schlussresultat.

Bern - Lulea Hockey 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)
4019 Zuschauer. - SR Schrubok/Kaukokari (RUS/FIN), Kovacs/Progin.
Tore: 24. Lundkvist (Jalvanti) 0:1. 27. (26:54) Kovacs (Engsund, Emanuelsson) 0:2. 28. (27:48) Brännström (Ilomäki, Sellgren) 0:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Lulea Hockey.
Bern: Schlegel (28. Caminada); Untersander, Colin Gerber; Andersson, Burren; Krueger, Blum; Praplan, Arcobello, Moser; Ruefenacht, Ebbett, Scherwey, Sciaroni, Mursak, Kämpf; Berger, Bieber, Spiller; Jeremi Gerber.
Lulea Hockey: Rautio; Sondell, Sellgren; Lundkvist, Jalvanti; Själin, Engsund; Thyni Johansson; Widing, Connolly, Farley; Emanuelsson, Tyrväinen, Kovacs; Gunler, Ilomäki, Brännström; Fabricius, Olausson, Berglund.

Tappara Tampere - Zug 3:3 (0:2, 3:0, 0:1)
5275 Zuschauer. - SR Kopitz/Schrader (GER/AUT), Elonen/Hägerström (FIN).
Tore: 2. Simion (Zryd, Zgraggen) 0:1. 7. Alatalo (Klingberg, Lindberg/Ausschluss Mäntylä) 0:2. 28. Kemiläinen (Kuusela, Kemiläinen/Ausschluss Zehnder) 1:2. 34. Karjalainen (Kuusela, Kemiläinen/Ausschluss Zehnder) 2:2. 40. (39:16) Vauhkonen (Virta, Suhonen/Ausschluss Schlumpf) 3:2. 43. Hofmann 3:3.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Tappara Tampere, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
Tappara Tampere: Heljanko (7. Garteig); Suhonen, Vittasmäki; Kemiläinen, Blood; Ytterell, Mäntylä; Utunen; Bertrand, Morley, Kuusela; Ojamäki, Virta, Levtchi; Karjalainen, Malinen, Moilanen; Lehtonen, Rauhala, Vauhkonen; Puistola.
Zug: Genoni; Diaz, Stadler; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Thiry; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Simion, Leuenberger, Stoffel; Zehnder, Albrecht, Langenegger.

Pilsen - Lausanne 1:2 (0:0, 1:1, 0:1)
5360 Zuschauer. - SR Rencz/Nikolic (SVK), Ondracek/Spur (CZE).
Tore: 35. Pour (Kantner) 1:0. 38. Vermin (Lindbohm, Frick) 1:1. 57. Genazzi (Almond/Ausschluss Eberle) 1:2.
Strafen: je mal 2 Minuten.
Pilsen: Frodl; Vrablik, Moravik; Ceresnak, Houdek; Kanak, Budik; Gulas, Kracik, Malat; Pour, Vlach, Kantner; Eberle, Kodytek, Straka; Rob, Nemec, Kolda.
Lausanne: Stephan; Frick, Lindbohm; Junland, Heldner; Genazzi, Nodari; Oejdemark; Kenins, Emmerton, Bertschy; Herren, Jeffrey, Vermin; Almond, Jooris, Moy; Froidevaux, Antonietti, Traber; Leone.

Augsburger Panther - Biel 2:2 (1:0, 1:0, 0:2)
5543 Zuschauer. - SR Odins/Brännare (LAT), Hofer/Gaube (GER).
Tore: 1. (0:28) Hafenrichter 1:0. 21. (20:51) Fraser (Gill) 2:0. 48. Ulmer 2:1. 54. Rajala (Ullström) 2:2.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Augsburger Panther, 3mal 2 Minuten gegen Biel.
Augsburger Panther: Roy; Valentine, Lamb; Tölzer, Haase; NcNeill, Sezemsky; Rogl; Hafenrichter, LeBlanc, Payerl; Holzmann, Gill, Fraser; Trevelyan, Stieler, Callahan; Mayenschein, Ullmann, Sternheimer; Lambacher.
Biel: Paupe; Ulmer, Sataric; Fey, Salmela; Rathgeb, Moser; Prysi; Tschantré, Pouliot, Rajala; Schneider, Ullström, Cunti; Kessler, Fuchs, Künzle; Wüst, Neuenschwander, Karaffa; Schläpfer.

Eishockey

(mob/mke)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • und jetzt no en Gang höcher am 12.11.2019 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Top ZUG LAUSANNE BIEL

    Super EVZ Super Lausanne und auch tolle aufholjagt Biel und Bern die Peinlichkeit auf Schweizer Eis dazu sage ich nichts nur kein Wunder suchen die NHL Teams immer wieder Bern als Gegner aus. Der Gummibärli Klub kann nichts wenn die Zebras nicht ordentlich mithelfen.

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  • CH62 am 12.11.2019 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NL?ZSC LUGANO FRIBOURG GENF?

    Keine Matchberichte von der NL? Bis auf Bern waren alle CH Teams Top in der CHL .

  • Der Analyst am 13.11.2019 01:11 Report Diesen Beitrag melden

    Blamabel , Peinlich , SCB ...

    und wo war das Berner Event- und Erfolgs Publikum ? Wenns die Mannschaft nicht mehr bringt machts halt auch keinen Spass mehr ! Während den kommenden Playouts kann Berner ja ausweichen ins Stade de Suisse, wo mehr Glamour zu erwarten ist ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ganjaflash am 14.11.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Annti am 13.11.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Tschüss Coach

    Nun wird es nicht mehr lange dauern, und der SCB ist Schlusslicht in der Meisterschaft, im Cup out, im Europagrümpeli out und dies wird Marc Lüthi plötzlich feststellen.

  • Beaetel am 13.11.2019 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SCB

    Vor fast leeren Rängen! Was sagt uns das?

  • C. Strahm am 13.11.2019 08:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffendlich

    Schlecher Auftritt in der NL, guter Auftritt in der CHL. Schlechter Auftritt in der CHL, guter Auftritt in der NL? Sei nur zu hoffen Hopp SCB die Playouts sind eines Meisters nicht würdig...

    • Tscheggsch de Pögg am 20.11.2019 00:19 Report Diesen Beitrag melden

      dann wäre allen geholfen

      wäre ja nicht das erste mal das ihr als Meister in die Playouts müsst aber jetzt zieht es auch bis in die Nati B durch :)

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  • hockeytown am 13.11.2019 06:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die pleite pech und

    pannenshow geht weiter beim scb! aber die hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. allez scb