YB im Pech

05. Dezember 2011 07:18; Akt: 05.12.2011 09:12 Print

«Überall in Europa wird so ein Tor gegeben»

von Eva Tedesco - Nach Murat Yakin legt sich auch Christian Gross mit einem Schiedsrichter an. Der YB-Trainer hält das nicht gegebene Tor gegen Sion für einen Witz.

Christian Gross äussert sich zum 1:1-Remis gegen Sion und zum aberkannten Tor von Moreno Costanzo. (Video: 20 Minuten Online)
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Murat Yakin machte nach dem 0:1 gegen den FC Basel am Samstag seinem Ärger an der Pressekonferenz Luft. Der Luzern-Trainer ärgerte sich über einen ausgebliebenen Penalty-Pfiff von Ref Alain Bieri. Am Sonntag war die Reihe an Christian Gross, der nach dem 1:1 gegen Sion seinen Unmut kundtat. «Überall in Europa wird so ein Tor gegeben. Moreno springt hoch und erzielt ein herrliches Kopfballtor. Ich hätte ihm den Treffer gegönnt – zumal Moreno Costanzo nicht gerade als Kopfballungeheuer bekannt ist. Wenn Manchester so ein Tor erzielt, geht man ohne mit der Wimper zu zucken in die Mitte und macht den Anstoss. Da spüre ich das Fingerspitzengefühl nicht», so Gross.

So aber blieb es beim 1:1-Remis und bei den 11 Punkten Rückstand auf Leader Basel. Die Kritik, verbunden mit hohen Erwartungen, wird das Unentschieden nicht zum Verstummen bringen. Die Erwartungen will Gross aber unbedingt erfüllen und dazu wünscht er sich neue Spieler, zumindest Stürmer. Ob der Weihnachtswunsch des Trainers beim Verwaltungsrat Gehör findet, entscheidet sich nächste Woche, wenn sich die Berner Teppichetage zu einer Sitzung trifft.

Gross auf Stürmersuche in Dänemark

«Ich wünsche mir das natürlich, aber selbstverständlich können wir uns nur in einem vorgegebenen Rahmen bewegen», sagt Gross diplomatisch. Fakt ist, dass Gross nach dem Aus im Cup direkt nach Dänemark geflogen ist, um sich einen Kandidaten anzuschauen und auch der Technische Direktor Hansruedi Hasler weilte am letzten Wochenende im Ausland, um einen Stürmer zu beobachten.

Man wird abwarten müssen, ob YB-Präsident Benno Oertig und die Rihs-Brüder den Wünschen des Trainers nachkommen oder das Sparprogramm, das man nach dem Aus im Europacup startete, weiter fortsetzt. Will YB aber unbedingt den Erfolg – und dafür wurde der mehrfache Meistertrainer schliesslich geholt – wird man konsequenterweise die Mittel zur Verfügung stellen müssen. Zumal jeder CEO und Verwaltungsrat, der Christian Gross verpflichtet, weiss, dass der Zürcher nie kleckert, sondern lieber klotzt.

Das Aus für den Kunstrasen

Ein Geschenk erhält Gross schon einige Tage vor Weihnachten, genauer gesagt diese Woche. Das letzte Heimspiel in der Vorrunde 2011/12 war gleichzeitig das letzte auf Plastik. Am Mittwoch wird im Stade de Suisse ein Naturrasen verlegt – nach fünfeinhalb Jahren Plastikunterlage. «Es ist nicht so, dass ich bei meiner Anstellung die Bedingung gestellt habe, dass in Bern ein Naturrasen kommt», sagt Gross auf die Neuerung angesprochen schnell. Unglücklich ist er aber sicher nicht. Denn, dass der YB-Trainer kein Freund von Plastik ist, hat er in den letzten Jahren oft genug betont.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manuel Seiz am 05.12.2011 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    YB und Luzern

    Alle Sprechen davon, das Luzern einen Penalty verdient gehabt hätte- aber keiner spricht vom aberkannten Tor das Basel geschossen hat! Das Tor hätte ebenso zählen müssen wie Luzern der Penalty gut gesprochen hätte müssen. Und wer sagt das die Luzerner den Penalty verwertet hätten? Also kommt es auf das gleiche Raus.. Wenn man eh auf den Schiedsrichter angewiesen ist, hat man es eh nicht verdient zu gewinnen! Ihr könnt ja gerne auch mal selber für ein Spiel die Verantwortung tragen, wenn ihr meint ihr könnt es besser!!

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  • Thuri. G am 05.12.2011 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    brachliegendes Besserwisserpotential

    Wenn ich die vielen Kommentare und Kritiken lese wird mir klar, dass es in der Schweiz eine Unzahl von fachlich kompetenten und praxisorientierten Schiedsrichtern gibt Dieses Besserwisser-Könner-potential sollte unbedingt eine Saison lang pfeiffen und unser Fussball wäre plötzlich wieder gesund. Und es gäbe keine Kritiker mehr.. Man sollte Kurse für die Zuschauer und für fussballgerechtes Verhalten durchführen. (mit Abschlussprüfung).

  • Meier am 05.12.2011 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basel-Luzern

    Dem klaren nicht gegebenen Penalty ging ein Handspiel eines Luzerners voraus über welches niemand spricht. Die Schiedsrichterleistung war eine Katastrofe aber auf beiden Seiten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thuri. G am 05.12.2011 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    brachliegendes Besserwisserpotential

    Wenn ich die vielen Kommentare und Kritiken lese wird mir klar, dass es in der Schweiz eine Unzahl von fachlich kompetenten und praxisorientierten Schiedsrichtern gibt Dieses Besserwisser-Könner-potential sollte unbedingt eine Saison lang pfeiffen und unser Fussball wäre plötzlich wieder gesund. Und es gäbe keine Kritiker mehr.. Man sollte Kurse für die Zuschauer und für fussballgerechtes Verhalten durchführen. (mit Abschlussprüfung).

  • F. Müller am 05.12.2011 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Beispiel Eishockey

    Fussball soll sich dort am Eishockey ein Beispiel nehmen dort können heickle Torszenen nachgeschaut werden. Ich sage nicht das es dann keine Fehler mehr gibt jedoch können sie stark verringert werden. Kameras sind ja sowieso bei jedem spiel auf obersten niveau super, europa und Champions leauge da, also wieso die bilder nicht nutzen.

    • einfacheiner am 05.12.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wettskandal

      @F. Müller Weil man dann keine Spiele mehr manipulieren kann.

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  • Fairplay am 05.12.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    konstruktive Lösung

    Jedes Team sollte die Möglichkeit haben 1 mal pro Spiel den Videobeweis anzufordern,welcher vom vierten Schiri auswertet wird. Das Team welches den Videobweis zum Ende der Meister-schaft am wenigsten angefordert hat, bekommt als Fairplay drei Punkte gut geschrieben.

    • empty()set am 05.12.2011 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      In der Art

      Allerdings müsste man mehrere Challenges haben (analog Tennis oder American Football) und es müsste auch definiert werden, wann man eine einsetzen kann (nur Torszenen, Offside, Fouls, ...). Aber wieso Ende Saison das Team mit den wenigsten genutzen Challenges einen Fairplay Preis erhalten soll, ist mir nicht ersichtlich.

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  • Meier am 05.12.2011 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Basel-Luzern

    Dem klaren nicht gegebenen Penalty ging ein Handspiel eines Luzerners voraus über welches niemand spricht. Die Schiedsrichterleistung war eine Katastrofe aber auf beiden Seiten!

    • Patrick Zogg am 05.12.2011 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      und....

      zudem ein korrektes Steller Tor!

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  • Antonio Forni am 05.12.2011 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schiri hat Recht

    Ich verstehe das Getue um den aberkannten Treffer von Moreno Costanzo nicht. Die Bilder zeigen klar, dass Costanzo mit dem linken Ellbogen seinen Gegenspieler wegdrückt. Das ist klar immer noch Foul.