Vladimir Petkovic

18. März 2019 23:10; Akt: 18.03.2019 23:14 Print

«Belgien ist Schnee von gestern»

von E. Tedesco - Für Vladimir Petkovic ist der Sieg gegen Belgien Schnee von gestern, die Nations League war bloss ein Warmlaufen für die EM-Qualifikation. Georgien heisst da der erste Gegner.

Das sagt Nati-Trainer Vladimir Petkovic zum Start in die EM-Qualifikation 2020. (Video: 20 Minuten)
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«Der 5:2-Sieg gegen Belgien wird immer in Erinnerung bleiben. Er gibt Selbstvertrauen und Positivität. Er ist aber Schnee von gestern», sagt Vladimir Petkovic. Auf die Nati warten neue Aufgaben. Seit Montag bereitet sich das Team in Zürich auf die EM-Qualifikationsspiele in Georgien und gegen Dänemark in Basel vor. Es ist das erste Zusammentreffen der A-Nati nach dem sensationellen Erfolg gegen Belgien und gleichzeitig der Startschuss in die EM-Quali 2020.

«Wir wollen uns qualifizieren und wir wollen das direkt tun», so der Nati-Trainer. «Man hat in den letzten zwei Qualifikationen gesehen, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man mit einem negativen oder positiven Resultat in eine Kampagne startet. Deshalb wollen wir uns die letzte WM-Qualifikation als Beispiel nehmen und diese simulieren, in die wir mit Siegen gestartet sind.»

Die WM-Qualifikation simulieren

In der Ära Petkovic hat die Schweiz zwei Ausscheidungen bestritten: Für die EM 2016 startete die Nati im Herbst 2014 mit Niederlagen gegen England (0:2) und in Slowenien (0:1). «Es war nach zwei Niederlagen schon heikel, die richtigen Worte, den richtigen Schwung zu finden», sagt der Tessiner. Am Ende qualifizierten sich die Schweizer als Gruppenzweite hinter England für die EM in Frankreich.

In der WM-Quali im Herbst 2016 lief es von Anfang an. Man gewann nicht nur die ersten Partien gegen Portugal (2:0) und in Ungarn (3:2), sondern blieb bis zum letzten Spieltag ungeschlagen. Die Nati verlor jedoch das letzte Spiel in Portugal und musste den Umweg über die Barrage nehmen, wo sie sich gegen Nordirland durchsetzte.

Ohne Top-Offensiv-Duo

In Georgien und gegen Dänemark muss Petkovic aber ohne seine besten Goalgetter auskommen. Haris Seferovic (59 Spiele/17 Tore) bot er wegen Leistenproblemen erst gar nicht auf. Xherdan Shaqiri (80 Spiele/22 Tore) gab nach dem ersten Training Forfait. Mit Seferovic und Shaqiri fehlen der Nati total 39 Länderspieltore. Die Belgier hatte das Duo fast im Alleingang aufgemischt: Shaqiri bereitete drei Treffer vor. Seferovic vollendete dreimal.

«Ich habe nie Ausreden gesucht, wenn ein wichtiger Spieler gefehlt hat. Wir müssen das als Mannschaft auffangen. Ich habe meinen Spielern immer das Vertrauen gegeben und habe sehr oft die richtige Antwort erhalten.»

Steven Zuber könnte eine bereit haben. Der Ex-Hopper, er wechselte im Winter leihweise zum VfL Stuttgart, hat einen Lauf. In den letzten neun Partien hat er fünf Tore geschossen. «Es ist schön, ein bisschen im Mittelpunkt zu stehen», so Zuber, «aber das kann sich schnell wieder ändern.»

Steven Zuber und Remo Freuler beim Zusammenzug in Zürich. (Video: 20 Minuten)

Zuber als Bastard und Judas beschimpft

Dabei machte er mit dem letzter Treffer gegen seinen ex Club (1:1) die Hoffenheim-Fans so richtig sauer. Das Zuber just vor dem Sektor mit den TSG-Anhängern jubelte, kam nicht gut an. «Niemand in Hoffenheim braucht ehrenlose Bastarde!» und «Bleib da, wo der Pfeffer wächst, Judas», war in den Kommentarspalte auf Zubers Instagram-Account zu lesen. Er entschuldigte sich darauf via Instagram für den Fauxpas und schrieb: « Falls es provozierend rübergekommen ist, möchte ich mich hiermit offiziell entschuldigen. Jeder der mich kennt, weiss, dass ich immer 100 Prozent für meine Mannschaft gebe.»

Diese 100 Prozent kann Zuber am Samstag in Tiflis gerne wieder geben. Das hat er auch vor: «Ich will meinen Beitrag leisten, dass unser Lauf mit der Nati weitergeht.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rudi Vöhler am 19.03.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp CH

    Selten eine so starke Schweizer Nati gesehen wie gegen Belgien. Hoffe die können einiges von diesem Schwung beibehalten dann könnte die EM erfolgreicher werden als die letzten Jahre

  • rolf am 19.03.2019 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ye3ea

    ich bin froh dass die Beiden fehlen und der Trainer sagt richtigerweise dass man vorwärts schauen muss.

  • Mark Libner am 19.03.2019 00:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Kreuz

    Dass Alles ist doch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass im Trikot mit dem Schweizer Kreuz keine ultranationalistischen Zeichen mehr gemacht werden. Derartiges ist unseres schönen und neutralen Landes unwürdig.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rene am 19.03.2019 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spieler

    Ich würde Tolpatovic nachnominieren er spielt meistens.

  • Rudi Vöhler am 19.03.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp CH

    Selten eine so starke Schweizer Nati gesehen wie gegen Belgien. Hoffe die können einiges von diesem Schwung beibehalten dann könnte die EM erfolgreicher werden als die letzten Jahre

  • O.Wotter am 19.03.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    dies wäre wieder ein idealer Zeitpunkt für den Rücktritt.

  • Giachem Gidon am 19.03.2019 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Geplapper

    Jetzt müssen wir wieder jeden Tag dieses Geplapper von diesem Startrainer uns anhören. Am Schluss wissen wir genau soviel wie vorher.

  • Peter Ammann am 19.03.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Warten auf das Unmögliche?

    Ich wünsche mir noch immer einen Schweizer Trainer.

    • Heinz am 19.03.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Dein Wunsch sei erfüllt.

      Petkovic ist Schweizer. Hitzfeld war es nicht.

    • Martin am 19.03.2019 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      immer das gleiche...

      tja, wenn das Label wichtiger ist als der Inhalt!!! Petko ist der mit Abstand erfolgreichste Naticoach seit 50 Jahren...so zumindest die Fakten (Punkte pro Spiel und im Gegensatz zu allen Vorgänger hat er noch keine Qualifikation verpasst)... Wäre sein Name Meier oder Müller, wir würden ihn als Nationalheld feiern!!

    • Pausenclown am 19.03.2019 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      so ist das mit dem Wünschen...

      und ich wünsche mir Fans mit Hirn und Verstand...man kann nicht alles haben :) Ich kann Petko nicht genug rühmen, wirklich ein toller Trainer der die Schweiz nach Hitzfeld und Kuhn nochmals einen grossen Schritt nach vorne gemacht hat!

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