Owen über Shaqiri

12. November 2018 17:30; Akt: 13.11.2018 06:16 Print

«Cool wie eine Gurke»

Xherdan Shaqiri überzeugt im Liverpool-Jersey auch beim 2:0 gegen Fulham. Jürgen Klopp scheint den Platz für den Schweizer gefunden zu haben.

Xherdan Shaqiris erstes Tor für den FC Liverpool. Video: Twitter
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Pro Spiel an einem Tor beteiligt. Oder, um ganz genau zu sein, alle 93,8 Minuten. Das «Liverpool Echo» hat die Qutoe nach dem Treffer zum 2:0-Schlussstand gegen Fulham am Sonntag ausgerechnet und feiert die Effizienz Xherdan Shaqiris im Liverpool-Jersey.

In 11 von 17 Spielen in Premier League, Champions League und Ligapokal eingesetzt, während total 469 Minuten und dabei zwei Treffer erzielt und deren drei vorbereitet, so lauten die nackten Zahlen des Schweizer Nationalspielers bislang in seiner ersten Saison mit Liverpool. Und, nicht zu vergessen: «Zweite» Assists und sonstige indirekte Beiträge zu weiteren drei Treffern sind da nicht einmal mit eingerechnet.

Gala gegen Roter Stern Belgrad: Shaqiri leitet das 1:0 ein und gibt die Vorlage für das 2:0. (Video: Teleclub)

Welch eine Kehrtwende

Wer hätte das noch vor der Saison gedacht, als Shaqiri nach dem Abstieg mit Stoke City zu Liverpool wechselte?

Als mentale Schwächen hervorgehoben wurden, die es Shaqiri bereits bei anderen Top-Adressen wie Bayern München verunmöglicht hätten, sich durchzusetzen.

Als die Vorstellung von Jürgen Klopps dynamischem Fussball und Shaqiri so gar nicht zusammenpassen zu schienen.

Und als er vor allem von vielen nur belächelt wurde angesichts der Konkurrenz in der Offensive von Jürgen Klopps Mannschaft mit Mo Salah, Roberto Firmino und Sadio Mané.

Nun spielen oft alle vier, wie am Sonntag gegen Fulham, und bringen im von Klopp auf 4-2-3-1 umgestellten System die Gegner mit wechselnden Positionen regelmässig ins Schwitzen. Es scheint, als hätte der deutsche Erfolgstrainer definitiv das Rezept gefunden, um seinen Schweizer Spieler bestmöglich in Szene zu setzen.

Alles schwärmt, alles lobt

Da geraten auch die Experten auf der Insel ins Schwärmen – Experten, die noch vor nicht allzu langem keine Gelegenheit ausliessen, Shaqiri zu kritisieren

Wie auch immer: Michael Owen, früherer englischer Internationaler, singt folgendes Lobeslied über Shaqiri, aber auch Klopp: Der Trainer habe den Abgang von Superstar Philippe Coutinho letzten Januar mit einem Spieler vergessen gemacht, der über 100 Millionen Pfund weniger koste. Für Shaqiri musste Liverpool bekanntlich «bloss» 13 Millionen hinblättern.

«Man kann das als Schnäppchen bezeichnen», sagt Owen. Ein Schnäppchen, das vor dem Tor zudem «cool wie eine Gurke» agiere. In der deutschen Sprache mag das grüne Kürbisgewächs eher nicht als Synonym für ein Kompliment gelten, doch Owen meint das genau so.

«Fast schon Diebstahl»

Der «Liverpool Express» schlägt ähnliche Töne an und begründet bei der Notengebung des Fulham-Spiels die 8 an den Schweizer (nur Verteidiger Andrew Robertson erhält eine ebenso hohe Note) so: «In einem derart inflationären Transfermarkt müssen die 13 Millionen für Shaqiri schon als Diebstahl bezeichnet werden.»

Fussball

(kk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gencius am 12.11.2018 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Ich gönne es Ihm und hoffe er kann sich noch verbessern.

  • Tim am 12.11.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Shaq

    Bravo Shaqiri!! Super Typ! Macht so spass Dir zuezluege! Wieter so!!!!

  • Sabrina am 12.11.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dorflädeli

    Bravo Shaqiri, ich weiss nicht ob du mich kennst aber als du noch Jung warst bist du immer bei uns im Dorflädeli gekommen und hast dir Capri sonne gekauft, wenn ich jetzt sehe das aus dir ein so erfolgreicher fussballer geworden ist, ist das natürlich mega schön.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sam am 13.11.2018 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shaq attack

    Shaqiri macht einen super jop. Hoffe er kann das weiter so bestätigen. Liverpool passt zu ihm und liverpool liebt ihn. Unglaublich wie schnell er zum Publikumsliebling wurde.... sie schätzen Ihn, nicht wie die meisten schweizer. Und wegen dieser Doppeladler, bauern geschichte.... nicht jeder mensch ist perfeckt.... er kann sehr gut fussball spielen, aber interviews geben kann er einfach nicht. Also nicht so ernst nehmen. Nicht jeder kann vor mehreren millionen menschen reden....

  • Club und Länder am 13.11.2018 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Shaqiri und Messi

    Ist wahr Shaqiri spielt in der Nati nicht so gut wie bei Liverpool,Petkovic versteht es nicht ihn richtig einzusetzen, es sind nicht nur die Mitspieler die im Vergleich zu den Liverpooler Stars eher schlechter sind. Deswegen Shaqiri so runter zu machen, zeugt von der Wirkung von Fehlinformationen durch Medien. Messi spielt für Argentinien auch nicht gleich wie für Barcelona und Trotzdem ist er der Beste der Welt.

    • Sempre am 13.11.2018 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Club und Länder

      Intressanter vergleich... nur dumm, dass argentinien neben frankreich und brasilien so zimlich die beste offensive hat. Dybala, agüero, di maria, higuain..... mich würde intressieren ob messi in der schweizer nati auch so rocken kann wie bei barca....oder arg...

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  • Roman am 13.11.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Alles eine Sache der Führung

    Die Handschrift des Trainers ist unverkennbar... Hier könnten viele richtige Talent gross werden...

  • TR am 13.11.2018 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähnliche Quote bei Bayern

    eine ähnliche Quote hatte er eigentlich auch bei Bayern.

    • Jimmy am 14.11.2018 16:11 Report Diesen Beitrag melden

      PepG

      Ja, unter Heynckes bekam er auch das Vertrauen und die Spielzeit, die er braucht. Als der Obermaker PepG dann kam, war es für ihn vorbei..

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  • Ric am 13.11.2018 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn und ohne Ligik, aber..

    Ja er ist en spezieller Sportler. Genau das macht ihn als Mensch und im Spielsystem unberechenbar und ab und zu wertvoll. Wenn ich mich an dripplings von Chappi erinnere war das auch nie aus dem Lehrbuch eines Stürmers. Kopf unten und chaotische Laufwege mit enormen Instinkt. So seh ich das etwas defensiver auch bei Shaqiri und freu mich dran.