Urs Fischer

22. Oktober 2019 14:25; Akt: 30.10.2019 18:37 Print

«Da fehlt mir auch ein bisschen der Respekt»

Der Trainer von Union Berlin äussert sich zur möglichen Nachfolge von Vladimir Petkovic. Er hat kein Verständnis für die Spekulationen und Umfragen.

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Natürlich kam sein Name ins Spiel. Schliesslich erfüllt er ja alle Kriterien. Er ist Trainer, er ist Schweizer, dort, wo er arbeitet, hat er Erfolg: Urs Fischer. Im Frühling führte er Union Berlin sensationell in die erste Bundesliga. Dort schlug er unter anderem Borussia Dortmund und am Samstag das so formstarke Freiburg. Jetzt ist er Teil von Umfragen und Spekulationen, es geht um den Posten des Nationaltrainers, um die Nachfolge von Vladimir Petkovic.

Umfrage
Urs Fischer als Nationaltrainer ...

Das haben sie auch in Deutschland mitbekommen. Und so spricht Fischer nach dem überraschenden 2:0 zu Hause gegen Freiburg eben nicht nur über dieses Spiel, sondern auch über das Thema, das in den letzten Wochen lanciert wurde, ganz unabhängig davon, ob Petkovic es mit der Schweizer Nationalmannschaft an die EM 2020 schafft oder nicht. Viele Medien befragten ihre Leser, so auch der «Blick», bei dem sich aus 10'000 Lesern 35 Prozent für Fischer aussprachen.

Als Fischer nach dem Sieg gegen Freiburg auf diese Umfrage angesprochen wird, lacht er erst einmal. «Vielleicht ist es ja gut, kommt diese Frage», sagt er. Denn er verstehe es nicht. Er verstehe nicht, wie man so etwas machen könne. Er erwähnt das gute Spiel gegen Dänemark, das tolle gegen Irland, die Tatsache, dass die Schweiz jetzt auf zwei Gegner treffe, die man schlagen könne. «Und der Trainer wird in Frage gestellt? Das verstehe ich einfach nicht.»

«Die Schweiz wird beide Spiele gewinnen»

Natürlich habe es ihn gefreut, das Resultat der Umfrage, sagt Fischer. Er erklärt aber auch: «Da fehlt mir ein bisschen der Respekt vor dem Trainer.» Petkovic sei ein Trainerkollege, er könne sich in dessen Lage hineinversetzen, erklärt der frühere Trainer von Zürich, Thun und Basel. Auf den Einwand, dass der Verband wohl auf ihn zukäme, wenn Petkovic und die Schweiz gegen Gibraltar und Georgien keine sechs Punkte holen würden, antwortet er: «Die Schweiz wird beide Spiele gewinnen und mit diesem Trainer die Europameisterschaft bestreiten.»

Unklar ist ohnehin, ob die Aufgaben des Nationaltrainers zu Fischer passen würden. Ihm mache die tägliche Arbeit unheimlich viel Spass, sagt Fischer, ihm würde wohl auch etwas fehlen, wenn er nicht mehr im Clubfussball tätig wäre. «Aber das ist ja alles hypothetisch.»

Fussball

(mro)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H. K. Dicht am 22.10.2019 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    True story, bro

    Danke Urs Fischer. Der fehlende Respekt der Medien ist Tatsache! Viel Glück weiterhin in Berlin und halt die Ohren Steif!

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  • nino bosch am 22.10.2019 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Auf den Punkt gebracht

    Fischer hat's auf den Punkt gebracht,..er verstehts nicht,..ich auch nicht! Es fehlt an Respekt, Wertschätzung für Petkovic! Die Schweiz war noch nie so gut!

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  • Marco am 22.10.2019 14:48 Report Diesen Beitrag melden

    klare Sache

    Die bestimmte Boulevard-Zeitung betreibt seit längerem eine systematische und massive Stimmungsmache gegen Petkovic, das ist Fakt. Man kann davon ausgehen, dass der Trainer nicht so wollte wie man das dort wünscht, d.h. in der Zusammenarbeit. Trotzdem sollte man - auch als Boulevardblatt - wenigstens einigermassen fair bleiben, das Dauer-Theater dieser Herren ist unwürdig. Fachlich halte ich Petkovic für einen der besten Trainer, den die Schweiz je hatte.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • nino bosch am 23.10.2019 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Totengräber wollen Einfluss nehmen

    Gewisse Medienleute die unfair und hinterhältig Petkovic abschiessen möchten um sich selber wichtig zu machen sind die Totengräber des Schweizer Fussballs! Petkovic ist der beste Trainer und wir hatten noch nie eine so starke Nati!

  • Emanuel Wirz am 23.10.2019 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja kein Wechsel!

    Petkovic bleibt weiter der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft Einen besseren hatten wir noch nie

  • Reto Berg am 23.10.2019 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Fischer

    Als ob Fischer einen Job als Bundesliga Trainer aufgeben würde um die Söldner Truppe zu trainieren die in 100 nicht gewinnen wird.

  • Hobbysportler am 23.10.2019 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    2x Trainer

    Er möchte täglich arbeiten. Weshalb also nicht CH Nati-Trainer und FCZ-Trainer. Beides sind Teilzeitjobs.

  • Fusballnati Fan am 23.10.2019 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Urs Fischer CH

    Die CH-Bevölkerung möchte nur einen Trainer in den eigenen Reiehen haben der aus der Schweiz stammt, egal wie gut der Trainer sonst ist...Immer werden die Leute die keine "Eidgenossen" sind und für die Nati spielen kritisiert... Trozdem Chapeau das Sie immer alles abverlangen in den Spielen indem Sie für die Schweiz spielen. Ohne Sie für die Nati nicht die Nati von heute, sonder nur schlechter.

    • Paede am 23.10.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Fusballnati Fan

      Es gibt keine Eidgenossen!

    • Lorenz Hügli am 25.10.2019 13:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Paede

      Doch, Kranzschwinger am Eigenössischen, aber sicher nicht im Fussball.

    • Mätthi PsyProg am 26.10.2019 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paede

      .......hat es aber mal gegeben!!! Ist einfach schon sehr, sehr, sehr lange her.......

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