Blerim Dzemaili

23. März 2011 13:21; Akt: 23.03.2011 13:50 Print

«Das ist die Frage der Woche»

von Reto Fehr - Vor dem Showdown in Bulgarien stellt sich bei der Nati vor allem eine Frage: Wer spielt im zentralen Mittelfeld? Der Vorteil liegt bei Blerim Dzemaili.

Blerim Dzemaili über seine Einsatzchancen gegen Bulgarien.
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Pirmin Schwegler oder Blerim Dzemaili? Wer wird neben Gökhan Inler im zentralen Mittelfeld gegen Bulgarien auflaufen? Greift Ottmar Hitzfeld nicht tief in die Trickkiste, ist dies die einzige noch offene Frage betreffend der Aufstellung.

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Wer soll gegen Bulgarien im Mittelfeld spielen?
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Insgesamt 2258 Teilnehmer

Schwegler war seit dem Rücktritt von Benjamin Huggel eigentlich immer gesetzt. Er konnte selten so überzeugen wie im Klub, offensiv blieb er meist harmlos, aber grosse Varianten hatte Ottmar Hitzfeld nicht. Seit einigen Wochen ist jedoch Blerim Dzemaili in Parma wieder aufgeblüht. Er gehört zu den Stammkräften bei den Italienern und hat sich für weitere Aufgaben empfohlen. «Ich hoffe, dass ich die Leistungen aus Parma in die Nati mitnehmen kann», sagt er nach dem Mittwochtraining am Spielfeldrand und blinzelt in die Sonne.

Diese könnte jetzt auch im Nationaldress wieder für ihn sprechen. Beim Comeback gegen Malta gehörte er zu den «weniger Schlechten» und er bringt mit seinem Punch und den Offensivqualitäten Eigenschaften mit, welche weder Inler noch Schwegler besitzen. Darum die Frage an den 24-Jährigen: Wie gross sieht er seine Aussichten auf den Platz in der Startelf? «Das ist die Frage der Woche. Ich weiss es wirklich nicht», lacht der Italien-Söldner. «Wer spielt, ist nicht wichtig. Entscheidend ist, dass wir drei Punkte gewinnen.»

Aber immerhin trug Dzemaili am Mittwochmorgen schon einmal das Überziehleibchen der Stammspieler: «Das bedeutet im Moment noch nicht viel. Es ist ein Leibchen», sagt er abwehrend. «Jetzt müssen wir gut trainieren, dann sehen wir am Samstag, wer spielt.»

Frei genervt

Während die meisten Spieler wie Dzemaili Fragen zum kapitalen Spiel beantworten mussten, wurde Alex Frei von einem Reporter gefragt, ob er das Nachtleben von Sofia kenne und wisse, wo man den Sieg feiern könne? Selbstverständlich reagierte der Captain auf die Frage ungehalten und wollte darauf nicht antworten. Die Frage nach dem Feier-Ort dürfte auch ziemlich die unwichtigste sein im Moment. Alle Spieler wissen, was Gökhan Inler stellvertretend sagt: «Es ist wie ein Final. Wir müssen einfach gewinnen.»

Streller erstaunt über «Rücktritts-Ankündigung»

Zu reden gab auch die heutige Blick-Meldung, dass Marco Streller mit dem Nati-Rücktritt liebäugle. Gegenüber der Sportinformation wollte der bald 30-jährige Stürmer die Sache nicht mehr gross kommentieren: «Ich bin nach der EM 31-jährig. Natürlich macht man sich da Gedanken, wie es dann weitergeht, aber sicher nicht jetzt. Ich weiss allerdings nicht, woher die Geschichte kommt. Ich habe mit niemandem über solche Gedanken gesprochen.»