Babels Twitter-Faux-Pas

09. Mai 2012 13:14; Akt: 09.05.2012 13:18 Print

«Der Schiri war auf Drogen»

Ryan Babel lernt es wohl nie: Wieder einmal kritisiert der Hoffenheim-Stürmer nach einer fragwürdigen Entscheidung den Referee über Twitter. Es droht eine saftige Busse.

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Ryan Babel ärgert sich über die Gelb-Rote-Karte gegen Hertha Berlin. (Bild: AFP)

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Im Januar 2011 wechselte der Holländer Ryan Babel als grosser Hoffnungsträger von Liverpool zum Bundesligisten 1899 Hoffenheim. Der 40-fache holländische Nationalspieler konnte die in ihn gesteckten Erwartungen jedoch nie erfüllen. In 51 Spielen schoss der 25-jährige Flügelstürmer lediglich sechs Tore für seinen neuen Verein. Nachdem Hoffenheim den Schweizer Nationalspieler Eren Derdiyok verpflichtet hat, steht Babel vor einem erneuten Wechsel.

In seinem womöglich letzten Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC Berlin fiel der Holländer wieder nicht positiv, sondern erneut negativ auf. In der 42. Minute sah Babel innert weniger Sekunden zweimal Gelb und flog somit vom Platz. Der Entscheid war äusserst fragwürdig, Gegenspieler Kobiashvili provozierte die zweite Verwarnung nach einer kurzen Berührung mit einer fiesen Showeinlage. Trainer Markus Babbel nahm den Stürmer dennoch nicht in Schutz: «Das war dämlich, er hat uns damit natürlich nicht sehr geholfen», so seine Sicht der Dinge.

Wie 2009 mit Liverpool

Babels Frust war gross. So gross, dass er seinem Ärger via Twitter Luft verschaffte. «Ich weiss nicht, der Schiri war auf Drogen», twitterte der formschwache Stürmer nach der Partie. Der DFB hat wegen dieser Äusserung ein Verfahren gegen Babel eingeleitet und ihn um eine «zeitnahe Stellungnahme» gebeten. Der Holländer muss mit einer happigen Busse rechnen.

Dabei hätte es der Übeltäter doch eigentlich wissen müssen, was nach einem solchen Unmutsbekenntnis auf ihn zukommen wird. Als Babel im Januar 2011 mit Liverpool im Pokal gegen Manchester United verlor, äusserte er sich über Twitter kritisch über die Leistung von Schiedsrichter Howard Webb: «Das soll einer der besten Schiedsrichter sein? Das ist ein Scherz», schrieb er und veröffentlichte eine Foto-Montage, die Webb im Trikot des Gegners zeigte. Später entschuldigte sich der Holländer zwar, musste aber nach einer Entscheidung des englischen Verbandes eine Geldstrafe von rund 12 000 Euro bezahlen.

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tino S am 09.05.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiedsrichter

    Naja, dieser Webb ist wirklich kein guter Schiedsrichter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tino S am 09.05.2012 15:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiedsrichter

    Naja, dieser Webb ist wirklich kein guter Schiedsrichter.