Sow über seinen Förderer

13. November 2019 12:40; Akt: 13.11.2019 12:41 Print

«Der Trainer wird sich jetzt seine Hände reiben»

von E. Tedesco - Djibril Sow kann sich gute Chancen ausrechnen, gegen Georgien die Rolle von Xherdan Shaqiri hinter den Spitzen übernehmen.

Djibril Sow ist einer von acht Nati-Spielern, die unter Adi Hütter in Bern gespielt haben. Der Eintracht-Regisseur über seinen Förderer, Angebote und die Bayern. (Video: 20 Minuten)
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Wie üblich stehen nach dem Training zwei Spieler den Medien Red und Antwort. Am Dienstag taten dies Michel Aebischer und Djibril Sow. Plötzlich schmuggelte sich Manuel Akanji unter die Journalisten und befragte Sow zu Georgien. «Was müssen wir machen, um sie zu schlagen?» Sow schmunzelnd: «Am besten den Akanji draussen lassen – dann haben wir gute Chancen.» Gelächter in der Runde.

Aber Petkovic wird Akanji kaum aus der Startelf gegen Georgien verbannen und auch Sow kann sich in St. Gallen gute Chancen ausrechnen. Zum Beispiel als Alternative zu Edimilson Fernandes hinter den Spitzen. Mehmedi und Freuler, die bisher diese Position einnahmen, fehlen gegen Georgien im EM-Qualifikationsspiel. Traut sich Sow die Shaqiri-Rolle zu?

«So wie er sie ausfüllt ist das nichts für mich, da wir unterschiedliche Typen sind. Wo ich spiele, ist letztendlich für mich nicht wichtig. Ich spiele, wo mich der Trainer aufstellt», sagt der ehemalige YB-Meisterheld. Meist im defensiven zentralen Mittelfeld. So kam Sow unter Vladimir Petkovic seit dem erstem Aufgebot im Juni 2017 zu vier Teileinsätzen. Aber Sow nähert sich der Stammelf Schritt für Schritt.

Hütter als Sows Förderer

Nicht zuletzt dank dem Durchbruch bei der Eintracht. Der Wunschtransfer von Adi Hütter, der den Schweizer schon bei YB förderte, befindet sich auf dem Vormarsch. Sow ist überzeugt, dass er mit Frankfurt die richtige Wahl für seinen «zweiten Anlauf» in der Bundesliga traf. Dass ihn Adi Hütter in Bern bereits als Spieler unter sich hatte, sei kein Nachteil gewesen beim Start in Frankfurt. «Er kannte mich ja schon aus Bern, aber er hatte mich ein Jahr nicht mehr gesehen indem ich mich weiterentwickelt habe. Wenn dich der Trainer kennt, hilft das jedem Spieler. Aber er ist sicher ein Förderer von mir.»

Das Zusatzjahr in Bern bereute er trotz vieler lukrativer Angebote – vornehmlich aus Italien – nie. «Ich hatte mich schon früh mit dem Sportchef (Christoph Spycher, Red.) geeinigt, dass ich noch ein Jahr in Bern bleibe. Für meine Entwicklung war das gut, es hat mir sehr viel gebracht.» Der erste Versuch bei Gladbach 2015 kam noch zu früh. Mit der Erfahrung eines Meisters und in der Champions League ist er diesmal bereit für die Bundesliga.

Nationalspieler-Macher Adi Hütter

Sows bisheriger Höhepunkt: Beim ersten Sieg gegen die Bayern (5:1) seit über 10 Jahren bereitete er den ersten Treffer vor und erzielte den zweiten selbst. Es war sein erstes Bundesliga-Tor. Kein Wunder, gab es zuletzt nur Lob vom Frankfurt-Trainer. Überhaupt kann man den ehemaligen YB-Meistertrainer als Nationalspieler-Macher bezeichnen. Denn das Nationalteam spricht vornehmlich «Bärndütsch»: Acht Spieler (Mvogo, Benito, Mbabu, Fassnacht, Zakaria, Aebischer, Sow und Steffen) mit Hütter-Vergangenheit sind derzeit dabei.

«Wir haben unlängst in Frankfurt mit Hütter darüber gesprochen, aber Aebischer ist ja erst nachnominiert worden. Der Trainer wird jetzt sicher daheim sein und seine Hände reiben», sagt Sow schmunzelnd. Das kann der Österreicher wohl, denn zwei der drei Zukunftsspieler im defensiven Nati-Mittelfeld sind Schützlinge aus seiner erfolgreichen Zeit als Meistertrainer von YB.


Michel Aebischer spricht über sein erstes Aufgebot für die A-Nati und die ersten Stunden nach seiner Ankunft im Teamhotel in Zürich. (Video: 20 Minuten/ete

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger am 13.11.2019 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Toller Typ. Ich mag es ihm gönnen. Alles Gute für die Zukunft!

  • Timo M am 13.11.2019 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korrektur

    Der erste Sieg seit 10 Jahren in der Bundesliga gegen Bayern wäre korrekt. Man erinnere an das Pokalfinale vom Vorjahr, als Frankfurt gegen Bayern den Pokal holte.

  • fintehausi am 13.11.2019 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bärndütsch?

    Diese Spieler waren bei YB, ja. Aber Benito zb spricht Aargauerdialekt, Zakaria Französisch. Wieso sollten sie? Für richtiges Berndeutsch muss man länger da wohnen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • James May am 13.11.2019 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaum nachvollziehbar

    Aebischer in der Nati, ist jetzt definitiv ein Armutszeugnis für den Schweizer Fussball.

  • Roger am 13.11.2019 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Top

    Toller Typ. Ich mag es ihm gönnen. Alles Gute für die Zukunft!

  • pretty_licka am 13.11.2019 14:28 Report Diesen Beitrag melden
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    • A.G. am 13.11.2019 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
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  • fintehausi am 13.11.2019 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bärndütsch?

    Diese Spieler waren bei YB, ja. Aber Benito zb spricht Aargauerdialekt, Zakaria Französisch. Wieso sollten sie? Für richtiges Berndeutsch muss man länger da wohnen.

  • Timo M am 13.11.2019 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korrektur

    Der erste Sieg seit 10 Jahren in der Bundesliga gegen Bayern wäre korrekt. Man erinnere an das Pokalfinale vom Vorjahr, als Frankfurt gegen Bayern den Pokal holte.