Interview mit Saibene

08. Mai 2012 20:30; Akt: 08.05.2012 20:30 Print

«Die Bälle gehen einfach nicht mehr rein»

von Andy Huber - Vier Spiele hat der FC St.Gallen nicht mehr gewonnen. Trainer Jeff Saibene (43) gibt zu, dass Nervosität herrscht.

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St. Gallens Trainer Jeff Saibene glaubt trotz zuletzt mässigen Leistungen weiter fest an den Aufstieg. (Bild: Keystone)

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Jeff Saibene, herrscht bei Ihnen in der Ostschweiz im Aufstiegsrennen in der Challenge League plötzlich das grosse Nerven­flattern?
Jeff Saibene:
Nein, so würde ich das nicht bezeichnen.

Aber vor zwei Monaten lag Ihr Klub 13 Punkte vor Bellinzona. Dieser Vorsprung ist inzwischen auf sechs geschrumpft. Das ­deutet nicht darauf hin, dass ­alles rundläuft.
Es ist doch normal, dass bei uns eine gewisse Nervosität herrscht, da wir momentan sicherlich nicht die gewünschten Resultate holen.

Woran liegt es, dass der FC St. Gallen in den letzten acht Spielen nur zehn Punkte holte und vier Partien in Serie nicht mehr gewinnen konnte?
Wir haben ein grosses Lazarett zu beklagen. Ich denke da vor allem an Franck Etoundi, der bis letzte Woche zehn Tore erzielte hatte, nun aber wegen seiner Schulteroperation bis Ende Saison ausfällt. Zuletzt in Chiasso hatte ich jedenfalls nur 13 Kaderspieler zur Verfügung. Dazu fehlt uns in gewissen Situa­tionen auch das Glück, das wir in der Vorrunde noch hatten. Kurz gesagt: Die Bälle gehen einfach nicht mehr rein, sondern an den Pfosten oder an die Latte.

Ein Mann fürs Toreschiessen wäre Alberto Regazzoni. Er wurde suspendiert, weil er Sie nach einer Auswechslung gegen Winterthur vor acht Tagen beschimpft hatte. Was passiert mit dem Stürmer?
Da müssen wir eine Lösung finden. Er hat ja schliesslich noch einen Vertrag bis 2014.

Also spielt Regazzoni nicht mehr unter Ihnen?
Wie gesagt, in seinem Fall müssen wir bald eine Lösung ­finden. Das sollte als Antwort genügen! Doch sein Fall beschäftigt mich jetzt nicht prioritär. Ich konzentriere mich voll auf die letzten drei Partien. Und ich bin überzeugt, dass wir es mit dem Aufstieg packen werden, zumal weiter alles in unseren Händen liegt.

Dennoch: Verfolger Bellinzona hat Lunte gerochen ...
(Lacht) Wenn wir am Sonntag in Locarno gewinnen, sind wir praktisch durch – und dann können die Tessiner noch so viel riechen.