Blerim Dzemaili

08. Dezember 2008 14:38; Akt: 08.12.2008 15:06 Print

«Einmal der König, dann der Versager»

Die 1:4-Heimniederlage gegen Fiorentina liessen sich die verärgerten Torino-Anhänger nicht widerstandslos bieten. Kurz vor dem Ende der Partie verliessen sie das «Olimpico» und warteten vor dem Eingang auf die Spieler. Minutenlange Schimpftiraden folgten.

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«Erst nachdem wir mit ihnen geredet hatten, liessen sie uns ziehen», bestätigte Blerim Dzemaili die wütenden Proteste der Toro-Fans. «Ich fragte mich schon auch, ob es überall so zugeht. Aber wir haben hier sehr heissblütige Fans. Sogar für italienische Verhältnisse.» Als bedrohlich habe er die Belagerung zwar nicht empfunden, aber «so etwas habe ich auch noch nie erlebt».

«Einmal der König, dann der Versager»

Nach dem 2:2 gegen Milan vor etwas mehr als zwei Wochen seien sie von allen Seiten mit Komplimenten eingedeckt worden, so Dzemaili. Nun hat der Wind scharf gedreht. Zwei Niederlagen hintereinander und der Rückfall auf Platz 17 haben gereicht. «Jetzt fordern bereits alle die Entlassung des Trainers. So schnell geht das hier. Einmal der König, dann der Versager.»

Den Frust der Tifosi kann Dzemaili aber gleichwohl einigermassen nachvollziehen: «Wir haben zweimal nicht gut gespielt. Ich verstehe sie schon. Aber mit dieser Mannschaft muss es möglich sein, aus dem Tief zu finden.» Der Druck nimmt nun aber zu - die Eruption der Fans war wohl nur ein Vorbote.

(sda)