Ricky van Wolfswinkel

18. Juni 2019 21:53; Akt: 18.06.2019 22:44 Print

«Es freut keinen, dass es so gekommen ist»

von E. Tedesco, Basel - Der FC Basel nimmt die Vorbereitung der Saison 2019/20 in Angriff: Ohne Sportchef zwar, aber mit dem neuen alten Trainer Marcel Koller.

Valentin Stocker und Ricky van Wolfswinkel beim FCB-Trainingsstart über den Rücktritt von Sportchef Marco Streller. (Video: 20 Minuten)
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Es ist die erste Trainingseinheit der Basler nach der dreiwöchigen Sommerpause am Dienstag. Die erste nach einer chaotischen Woche, in der man den Trainer freigestellt und dann doch nicht freigestellt hat und deshalb am Freitag der Sportchef freiwillig zurückgetreten ist – oder so ähnlich.

Und es ist kurz vor 15 Uhr, als Marcel Koller neben seinem Assistenztrainer Carlos Bernegger mit dem Velo auf dem Trainingsplatz einbiegt. Eine spezielle Ansprache vom Trainer gibt es dann vor der Mannschaft nicht. Die Arbeit auf dem Platz überlässt der Cheftrainer seinen Assistenten, beobachtet vom Rand aus das Geschehen.

Mit dabei sind auch die beiden Neuzugänge Omar Alderete und Kemal Ademi. Der Innenverteidiger aus Paraguay und der Stürmer, der zuletzt für Xamax auflief, trainieren zum ersten Mal mit Rotblau. Mit den Nationalspielern Jonas Omlin, Albian Ajeti, Taulant Xhaka, Noah Okafor und Eray Cömert, Yves Kaiser, Julian von Moos, Konstantinos Dimitriou und Edon Zhegrova steigen weitere Spieler erst später in die Vorbereitung ein. Spätestens am kommenden Montag, wenn es ins Trainingslager an den Tegernsee geht.

Stocker und das Geburtstagskind

Der grosse Abwesende ist aber der zurückgetretene Sportchef Marco Streller, der am Dienstag seinen 38. Geburtstag feierte. «Sein Rücktritt kam überraschend. Wir haben immer gut unter ihm gearbeitet. Es freut keinen, dass es so gekommen ist», sagt Ricky van Wolfswinkel.

Valentin Stocker hatte wie sonst auch sein Handy in den Ferien ausgeschaltet. «Ich denke, ich habe es richtig gemacht – diesmal ganz besonders», sagt der Krienser lachend. Natürlich habe er sich Donnerstag, Freitag nachträglich informiert, aber er sei sich ziemlich sicher gewesen, dass es Marcel Koller sein wird, der im Training stehen wird.

Aber schlussendlich habe man als Spieler keinen Einfluss auf solche Dinge. «Es ist wichtig, dass man Unklarheiten intern bespricht, aber wenn man sich auf sich selber uns seine Leistung besinnt und zum Start gute Leistung zeigt, rücken diese Dinge vielleicht auch wieder in den Schatten», so Stocker.

Für Marco Streller ist das zu spät. Der ehemalige Mannschaftskollege und zuletzt Vorgesetzte des Mittelfeldspielers, der ihn im Januar 2018 von Hertha Berlin zurück zum FCB holte, gab letzten Freitag den Rücktritt. «Mir tut das weh«, sagt Valentin Stocker, «wir haben fast 200 Spiele zusammen gemacht und uns verbindet eine spezielle Vergangenheit. Aber ich glaube trotzdem, dass jede Entscheidung im Leben auch wieder eine Chance birgt und Marco gestärkt aus dem Ganzen herausgehen wird.»


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachter 3 am 18.06.2019 23:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unpassender Tital

    Ich finde, dass es ein ziemlich unpassender Titel ist. Es steht nicht, warum es keiner so erfreut, wie es gekommen ist. Es hat keine Argumente. Es wird nur erzählt, was passiert ist.

  • Neumann am 18.06.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant.

    Um was genau geht es da?

  • Greg F. am 19.06.2019 01:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Was für eine Lusche von einem Präsidenten...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni Cueni am 20.06.2019 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Führung FCB

    Höchste Zeit, dass Präsident Burgener nicht mehr mit Halbwahrheiten vor die Presse geht. Traurig wenn man an die Zeiten mit Bernhard Heusler und Co. denkt......

  • Markus R. am 19.06.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Alles richtig gemacht

    In den letzten zwei Jahren wurde eigentlich alles richtig gemacht in Basel. Ist nur schade, dass jetzt Marco Streller weg ist.

    • Ne am 19.06.2019 17:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus R.

      Richtig gemacht, dann verstehst du nicht viel vom Fussball

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  • Greg F. am 19.06.2019 01:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Was für eine Lusche von einem Präsidenten...

  • Süperlig Nati A Beobachter am 19.06.2019 01:00 Report Diesen Beitrag melden

    Moll, passt.

    Das Debakel um den FCB geht ihm nicht nahe. Den Stocker kratzt das nicht weiter, der ist ein abgebrühter Herzloser und passt gut zur momentanen Posse um den FCB. Unvergessen all seine unzähligen üblen Fouls, Dräcklereien, etc. auf dem Feld. Besonders als er 2x gezielt am Boden liegenden Spielern aufs Schienbein sprang, er die Gesundheit und komplette Karriere dieser Spieler aufs Spiel setzte, und sich danach im Interview sogar noch ohne Entschuldigung rausreden wollte, zeigte er seinen wahren Charakter sehr schön. In einer Liga mit Chapuisat Senior, welcher Favres Karriere mutwillig zerstörte.

  • Walter Borpa am 18.06.2019 23:44 Report Diesen Beitrag melden

    Vorschlag

    Klar ist Stocker nicht begeistert. Verliert er doch mit Streller den Oberjasskumpel schlechthin. In Basel munkelt man, dass Streller soviel gejasst hat, dass er durch die Karten hindurch sehen konnte. Eine Idee hätte ich für Streller und Frei. Sie könnten im Sommer von Grümpeli zu Grümpeli fahren und als Attraktion gegen das zahlende Publikum jassen... und dasselbe im Winter in den Skihütten. Bei Fondue und einem Tschumpeli Weissen.

    • Dr Frosch am 19.06.2019 01:04 Report Diesen Beitrag melden

      Ja lägg

      Das ghasch itz nit sääge. Stoggr und Stürchli sind Helden. Nebst dem Jasstisch sind sie für ihre Präzision bei Penalties (Strelli) und ihr höchst integeres, fairesm anständiges Fussballspiel (Stöggi) bekannt. Aber im Tschau Sepp sind sie auch unschlagbar. Ausser im Uno würde ich gegen die beiden Biester nirgends antreten.

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