Vladimir Petkovic

09. Oktober 2018 13:14; Akt: 09.10.2018 13:28 Print

«Ich hoffe, sie bringen mich in Schwierigkeiten»

von E. Tedesco - Die Nati spielt am Freitag in Belgien und am Montag in Island. Für Vladimir Petkovic geht es auch darum, weiter an seinem Team zu bauen.

Nati-Coach Vladimir Petkovic spricht zu Beginn der Vorbereitung auf die Nations-League-Spiele in Belgien und Island über die Gegner und die Ziele. (Video: 20 Minuten)
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«Das herrliche Wetter und die tolle Aussicht nehme ich als positives Zeichen», sagte Vladimir Petkovic. Dabei schaut der Nati-Trainer aus dem 15. Stock des Renaissance Zürich Tower Hotels, wo die Nati bis zur Abreise am Mittwoch nach Brüssel logiert. Der Blick des Tessiners schweift über die Dächer der Stadt Zürich. Hoch hinaus will er auch wieder mit seiner Mannschaft.

Die Wolken der WM in Russland, die sich über den Schweizern zusammengebraut hatten, scheinen sich verzogen zu haben. Ein gelungener Auftritt beim letzten Zusammenzug im September hat dazu beigetragen. Und vor allem der 6:0-Sieg zum Auftakt in die Nations League gegen Island. Es war ein Versöhnungsangebot der Nati. Retour kam nach einem der überzeugendsten Länderspiele unter Petkovic viel Sympathie.

Am Freitag hat die Nati die Chance zu bestätigen, dass sie bereit ist, den Weg in eine goldene Zukunft in Angriff zu nehmen. Aber der Gegner ist happig: Die Schweiz (Platz 8 im Fifa-Ranking) bekommt es mit der aktuellen Nummer 1 der Welt (zusammen mit Weltmeister Frankreich) zu tun.

Eines der wertvollsten Kader überhaupt

Die Belgier wurden bisher allen Erwartungen gerecht. In der K.o.-Phase der WM 2018 eliminierten sie Japan (3:2), im Viertelfinal schickten die Roten Teufel Rekordweltmeister Brasilien nach Hause. Im Halbfinal wartete der spätere Weltmeister Frankreich, dem man 0:1 unterlag. Im «kleinen» Final besiegte Belgien England (2:0) und sicherte sich Rang 3. Mit einem Gesamtwert von über 600 Millionen Euro ist das belgische Kader eines der wertvollsten überhaupt.

«Ein absoluter Favorit», sagt Petkovic über den Gegner, «nicht nur in unserer Gruppe, sondern überhaupt. Aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben schon gezeigt, dass wir auch gegen Grosse gut spielen können.» Wie zum Beispiel an der WM gegen den 5-fachen Weltmeister Brasilien (1:1) oder im WM-Vorbereitungsspiel in Spanien (1:1). Und da ist immer noch der 2:0-Erfolg gegen Europameister Portugal vor zwei Jahren in der WM-Quali. Hartnäckig hält sich aber auch die 0:2-Niederlage gegen die Portugiesen vor genau einem Jahr.

In den zwölf Monaten nach der ernüchternden Niederlage in Lissabon hat sich in der Nati viel getan. Die alten Hierarchien wackeln und Petkovic hat mit einem sanften Umbruch begonnen. Die neue Hierarchie heisst Granit Xhaka, der auch die Captainbinde übernimmt, wenn Lichtsteiner fehlt, Xherdan Shaqiri und Yann Sommer.

Petkovic hat Zeit

Wie das Kader der Zukunft einst aussehen wird, ist offen. Aber Zakaria, Sow, Akanji, Elvedi, Mbabu, Fassnacht und wie sie alle heissen, drängen vehement und schüren den Konkurrenzkampf in der A-Auswahl. Petkovic hat gegen Belgien und Island die Qual der Wahl. «Ich hoffe, die Spieler bringen mich in Schwierigkeiten, indem sie mir die Bestätigung liefern, dass wir auf dem richtigen Weg sind», so der Nationaltrainer.

Positiv ist: Petkovic hat noch Zeit, sein Team der Zukunft zu finden. Erst im März, wenn die «richtige» EM-Qualifikation für 2020 beginnt, muss er wissen, auf wen er bauen wird.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E. Nergizer am 09.10.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Top!

    Freue mich auf die Spiele. Hopp Schwiiz!!!

  • Chevas64 am 09.10.2018 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiiiz

    Schweiz gewinnt...

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  • E. Nergizer am 09.10.2018 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Top!

    Freue mich auf die Spiele. Hopp Schwiiz!!!

  • Chevas64 am 09.10.2018 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiiiz

    Schweiz gewinnt...