Reaktionen der Leser

12. Dezember 2011 17:11; Akt: 12.12.2011 17:11 Print

«Ihr macht den Sport kaputt, nicht wir»

GC-Präsident Roland Leutwiler bestraft die eigenen Anhänger wegen dem Abbrennen von Petarden in der Fankurve. Die Meinungen der 20-Minuten-Online-Leser zu dieser Aktion sind geteilt.

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Am 11. Dezember fackeln GCZ-Anhänger in Lausanne Feuerwerk ab.

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Das Thema «Pyro-Technik im Stadion» erhitzt in der Schweiz seit Monaten die Gemüter. GC-Präsident Roland Leutwiler präsentiert sich dabei als vehementer Vertreter der Nulltoleranz, wenn es um Gewalt und Feuerwerke im Stadion geht. Als die Fans seines Vereins am Sonntag gegen Lausanne die Kurve mit Pyros zum Leuchten brachten, platzte ihm der Kragen. Über das Stadion-Mikrofon verkündete er: «Es geht nicht, was ihr macht. Das ist totale Scheisse. Wenn jetzt noch eine Pyro gezündet wird, dann ist im ersten Heimspiel der Rückrunde die Fankurve zu.» Die GC-Anhänger hörten nicht auf den Präsidenten. Leutwiler verkündete nach der Partie, dass die GC-Kurve im nächsten Heimspiel geschlossen bleibt.

Zuspruch für Roland Leutwiler

Die 20-Minuten-Online-Leser reagierten unterschiedlich auf die Ankündigung des GC-Präsidenten. Viele unterstützen den Ansatz von Leutwiler. So meint User «Hämsi»: «Ich finde das absolut in Ordnung. Diese Massnahme wird Früchte tragen. Da bin ich mir sicher. Man muss einfach konsequent bleiben.» Auch «sh.87» unterstützt die Strafe Leutwilers und wirbt gleichzeitig für das Pyro-Verbot in den Schweizer Stadien: «Richtig so, nur mit entsprechenden Massnahmen lernen diese Leute endlich, sich richtig zu verhalten. Für mich unverständlich, dass so viele Menschen für Pyros an Sportanlässen sind.»

Nicht alle Kommentare befürworten Leutwilers Restriktionen von A bis Z. Der User, der sich «Gürki» nennt, spricht sich klar gegen Pyros aus, trotzdem ist er mit der Kollektiv-Strafe des GC-Präsidenten nicht einverstanden. «Ich bin nicht für Pyros, wirklich nicht. Aber man kann doch nicht die ganze Heimkurve dafür bestrafen, dass ein paar unverbesserliche Fans am Auswärtsspiel Pyros zünden.»

Petarden als Teil der Fankultur

Unter den Lesern wird aber auch vehement die Meinung vertreten, dass Petarden zur Fankultur im Fussball gehören. So schreibt der Leser «Pyroweb»: «Pyros gehören dazu! Nur so nebenbei, am 1. August und beim Jahreswechsel passieren weit mehr Unfälle mit Feuerwerkskörper als an Fussballspielen. Ausserdem bringen Drohungen, wie man ja gesehen hat, recht wenig.» «Domi Black» doppelt nach: «Pyros gehören zur Fankultur. 90% der hier Schreibenden besuchen wahrscheinlich nicht mal die Fussballspiele. Hauptsache ausrufen und rumheulen. Fans, die Pyros zünden, gehen an jedes Fussballspiel, egal ob die Mannschaft schlecht ist oder nicht. Aber die heutige Cüpli-Fangemeinschaft will das ja nicht kapieren. Ihr macht den Sport kaputt, nicht wir!» Mit dieser Aussage ist Christian Müller gar nicht einverstanden: «Doch genau Ihr macht ihn kaputt! Euch interessiert jeweils der Match gar nicht. Ihr geht doch nur noch wegen den Pyros und dem Kick, die abzubrennen.» Einigkeit wird es in diesem Thema wohl nie geben, zu verschieden sind die Ansätze.

(fbu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans ueli am 12.12.2011 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Echter Fan?

    Ihr spottet über den "echten Fan"? Für mich ist ein echter Fan, wer am Sonntag die lange Reise auf sich nimt um nach Lausanne zu fahren. Bei nicht den besten Temperaturen und einem Hügel der einem in schwitzen bringt. 125 Fackeln zum Geburtstag anzündet/90 Minuten lang singt. Ihr spottet über diesen Fan? Wo wart Ihr? Ihr habt das Spiel vermutlich nicht mal am TV angeschaut. Das gezündet wurde, erfährt ihr nur, dank den Medien die momentan auf nichts anderem herumhacken können. Ohne diesen Beitrag hättet ihr wohl nicht mal gewusst das gestern ein Spiel war, beziehungsweise das gezündet wurde

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  • Fäbu am 12.12.2011 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Zu den 90%

    Es mag wohl stimmen, dass ein grosser Teil der Menschen, die sich gegen Pyros aussprechen, das Stadion nicht regelmässig besuchen. Aber es ist und bleibt ein Fakt, dass Pyros verboten sind und es auch immer wieder unbeteiligte Verletzte fordern. Man könnte nun einfach sagen, dass man nicht in die Fankurve gehen muss, wenn man keine Pyros abfacklen will. Aber ich als waschechter Fan, würde ich die Fankurve jederzeit den normalen Plätzen vorziehen. Und die Kommentare zum 1. August sind einfach nur zum Haare raufen. Denn dort hat man jeweils ausreichend Platz um sicheren Abstand zu gewählrleisten

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  • Fussballfan am 12.12.2011 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Viel handeln, wenig Ahnung

    Leutwiler handelt viel, hat aber wenig Ahnung was er da genau tut. Er kann doch nicht im Ernst erwarten, dass wenn er solche Kollektivstrafen durchzieht alles besser wird?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arnold ganz am 14.12.2011 00:07 Report Diesen Beitrag melden

    Richtiger Fan????

    Mich nimmt wunder warum die Pro Pyro selektion in jedem zweiten leserbrief schreiben das die meisten die gegen Pyros sind keine richtigen Fans sind? Ich habe noch keinen Pyro gezündet und bin seit 26 Jahren regelmässig im Stadion früher in der Fankurve jetzt im Familien Sektor! Ich bin gegen Pyros weil der Rauch in den Augen brennt und wenn der Wind ungünstig zieht dreht der Rauch aufs Spielfeld und das Spiel kann erst verzögernd beginnen. Also liebe Pyrozünder überlegt mal wie Egoistisch Ihr seid! ich behaubte das über 70 % im Stadion gegen Pyros sind.

  • Matheus am 13.12.2011 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Pyros

    Vor 20 Jahren waren pyros noch nicht verboten und die Medien ..schrieben von Südländischer Stimmung..und jetzt wird alles auf gepauscht und nur weil ihrend so ein FCZ -Fan ein Böller und eine Pyro verwechselt hat denken jetzt alles Pyros sind gefährlich..diese Leute die jetzt so gegen Pyros schreiben, sind wahrscheinlich noch nie an einem Fussballspiel gewesen und erzählen irgend etwas worüber sie keine Anung haben..!!!!!!

  • Peter am 13.12.2011 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ich weiss nicht was ihr dagegen habt!?`!

    Jeden 1. August und Sylvester werden tausende von Pyros (ja Raketen sind auch Pyrotechnik) gezündet und vorallem es werden viel mehr verletzt. Dort gehört es aber zur Schweizer Kultur und niemand würde etwas dagegen tun. Wenn aber Pyros in den Kurven von Fachmännern (ja Fachmännern, sonst würden sie ja identifiziert werden) abgebrennt werden, und all Schaltjahr (der YB-Fan ist der einzige der in den letzten 2 Jahren durch Pyro verletzt wurde) mal jemand verletzt wird ist die Staatssicherheit gefährdet.

  • Fritzli Bühler am 13.12.2011 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte um Hilfe!

    Wenn das Rauchverbot endlich durchgesetzt wird, kommen wieder vermehrt Nichtraucher und Kinder in die Restaurants! Man siehts!! - Wenn ein Fahnen- und DH-Verbot durchgesetzt und diese Pyros dadurch nicht mehr gezündet werden, kommen wieder vermehrt Familien, Kinder und wahre Fussballfans in die Stadien! Man wird es sehen!! - Und zum schluss soll mir doch bitte mal jemand erklären, wer ist ein echter Fan und wer ist kein echter Fan? Verfolge diese ganze Geschichte schon längere Zeit, jedoch hab ich nie rausgefunden, was der Unterschied zwischen beiden ist?

    • Calcio am 14.12.2011 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte um Erkenntnis

      Schau mal wie der Familiensektor in den jeweiligen Stadien besetzt ist und sag mir dann nocheinmal deine Erkenntnisse. Nie im Stadion - aber wissen, wo die Probleme sind.

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  • elio.S am 13.12.2011 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    sinnlose diskussion

    Pyros erlauben oder nicht? das ist eine sache die weder der Fussballclub noch die Stadionbetreiber entscheiden können. Das ist wie bei anderen sachen zB. kinos, früher durfte mann noch in fast jedem kino rauchen, heute nirgends mehr. Und in den sporstadien ist es dasselbe, früher waren viele sportstadien noch ziemlich gross und offen gebaut, mit stühlen aus holz oder stehplätze. In den heutigen, modernen Fussballtempel mit kunsstoffsitzen und so gebaut dass sich der rauch minutenlang in den rängen hält, ist es schlicht und einfach aus Feuerpolizeilichen gründen nicht erlaubt.