Von der Latte hinter die Linie

21. Juli 2010 08:52; Akt: 21.07.2010 08:52 Print

«Lampard-Tor» auch bei den Frauen aberkannt

Kaum sind die Rufe nach dem Videobeweis nach Frank Lampards aberkanntem WM-Treffer gegen Deutschland wieder verhallt, sorgt ein ähnlicher Fehlentscheid bei der U20-WM der Frauen für Aufregung.

Das Tor der Französin Lea Rubio wurde zu Unrecht nicht gegeben. (Video: Eurosport)
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Die Französinnen spielten in ihrem letzten Gruppenspiel gegen die Gastgeberinnen aus Deutschland. In der 81. Spielminute knallte Lea Rubio den Ball an die Latte - und dieser prallte klar hinter der Torlinie wieder auf den Boden. Doch die englische Schiedsrichterin Alexandra Ihringova liess weiterspielen. Ein klarer Fehlentscheid, der stark an Frank Lampards vermeintlichen 2:2-Ausgleich beim WM-Achtelfinal England gegen Deutschland in Südafrika erinnerte - und der die Diskussion über den Videobeweis einmal mehr entfachte.

Auch Rubios Tor hätte nach der Konsultation der TV-Bilder gegeben werden müssen. Doch wenigstens war dieser Fehlentscheid etwas weniger verheerend als derjenige vor Kurzem in Südafrika. Denn die Französinnen lagen zum Zeitpunkt des aberkannten Tores bereits 1:4 hinten. Die Deutschen siegten schliesslich mit diesem Skore und zogen mit reiner Weste in die K.o.-Phase ein. Die Französinnen sind als Gruppendritte ausgeschieden - trotz Punktegleichheit mit Kolumbien. Ebenfalls im Turnier vertreten ist die Schweiz: Allerdings konnten unsere Kickerinnen bisher nicht überzeugen. Nach zwei deutlichen Pleiten (0:4 gegen Südkorea und 0:5 gegen die USA) ist das WM-Aus schon vor der letzten Partie gegen Ghana (heute Mittwoch, 18 Uhr) besiegelt.

(mon)