Uli Forte

09. April 2019 12:49; Akt: 09.04.2019 13:07 Print

«Mein Abgang bei GC war nicht gut»

von E. Tedesco - Uli Forte versteht, dass ihn die GC-Fans bei seiner Rückkehr nicht mit offenen Armen empfangen. Im sportlichen Bereich will er sich zuerst der Offensive widmen.

Uli Forte erklärt, was er nun mit GC vorhat. (Video: Anja Stadelmann und Ueli Kägi)
Zum Thema
Fehler gesehen?

«Cozy», also gemütlich, nennt Präsident Stephan Rietiker den Saal «Bernina» im Restaurant Au Premier in Zürich, wo er um 10 Uhr Uli Forte als neuen Trainer den Medien präsentiert. Wenn der designierte GC-Boss mit gemütlich eng meint, soll es eben so sein. Das Interesse am Nachfolger von Tomislav Stipic, der nach nur 33 Tagen seine Zelte in Zürich wieder abbrechen musste, ist gross. Das sagten Rietiker und Forte an der kurzfristig anberaumten Medienkonferenz über ...

Umfrage
Schafft GC mit Forte den Klassenerhalt?

... den bösen Empfang der Fans:
Nach einer starken Saison 2012/13 (Rang 2), die GC mit dem Cupsieg krönte, wechselte Forte quasi über Nacht zu YB. Dass die Fans nun wenig Freude an der Rückkehr des «Verräters» haben, zeigten sie mit Transparenten, die sie in der Nacht auf Dienstag im GC-Campus und sogar vor Fortes Wohnung aufgehängt hatten. Forte dazu: «Ich verstehe die Enttäuschung. Ich würde meinen Abgang heute anders machen. Die Art und Weise war brutal.»


Die wichtigsten Aussagen von Forte und Rietiker. (Video: Tamedia)

Der 44-jährige Zürcher macht sich nichts vor. «Ich erwarte nicht, dass auf dem Campus alle klatschen, wenn ich komme. Ich will versuchen, mit Herzblut und Leidenschaft jeden einzelnen Fan auf meine Seite zu bringen», sagt er. Den Wechsel zu YB bereut Forte aber nicht. «Was viele nicht wissen: Ich habe dort die Frau meines Lebens kennengelernt. Deshalb war es ein super Transfer für mich», sagt er. Rietiker unterstützt seinen neuen Hoffnungsträger: «Wir werden mit den Fans das Gespräch suchen. Dass ein gewisser Frust vorhanden ist, verstehe ich. Ich nehme das zur Kenntnis, aber man muss es nicht überbewerten.»

... die Transparente bei Forte zuhause:
Forte: «Das ist halt so, wenn man einen öffentlichen Job macht. Ich bin auch auf Social Media angesprochen worden, bevor es zur Verpflichtung von Thorsten Fink kam. Es gab auch viel positives Feedback. Noch einmal: Der Abgang war nicht gut, da habe ich Fehler gemacht. Ich appelliere aber an die Fans. Der Verein ist nicht in der Lage, sich mit solchen Sachen – ich sage dem jetzt Nebengeräusche – herumzuschlagen. Wir brauchen die Fans. Sie mussten extrem untendurch. Macht das wie in Sion nicht. Unterstützt uns.»


Die Karriere von Uli Forte. (Video: abb)

... den Trainerwechsel:
Der GC-Boss hat schon bei seinem Amtsantritt versprochen, dass er schnell handeln werde. Er hat Wort gehalten. Tomislav Stipic musste nach nur 5 Spielen (2 Niederlagen, 3 Remis) gehen. «Ich will mir nicht vorwerfen lassen, dass ich zu spät reagiert habe», so Rietiker. «Die Punktequote ist rein rational nicht genügend für den Ligaerhalt. Wir haben das Engagement von Stipic durchleuchtet und die Trainerfrage geprüft.» Er habe dann empfohlen, einen neuen Trainer einzustellen. Vor zehn Tagen habe er, begleitet von einem Headhunter, den Prozess aufgenommen. Am Montag hat Forte einen Vertrag bis Sommer 2021 unterschrieben. Rietiker: «Mit ihm schätzen wir die Chance für den Ligaerhalt als möglich ein.» Sollte das nicht der Fall sein, wird Forte auch in der Challenge League bleiben.

... die Chance auf den Ligaerhalt:
«Es ist eine sehr, sehr schwierige Situation, aber nicht unmöglich», so Forte. «Die Spieler sind zuletzt viel geprügelt worden.» Es gehe jetzt für ihn darum, sie möglichst schnell aufzubauen. Die Qualität für den Ligaerhalt sei vorhanden. «GC hat zu wenig Torchancen, schiesst viel zu wenig Tore. Taktisch werde ich dort den Hebel ansetzen, ohne die Defensive zu vernachlässigen.»

... eine mögliche Rückkehr der aussortierten Spieler:
«Ein neuer Trainer bedeutet auch immer eine neue Chance», sagt Forte. Er wolle unbefangen an die Sache herangehen und erst einmal das Gespräch mit den Spielern suchen, eruieren, warum es überhaupt so weit kam. Die betroffenen Spieler sind: Arlind Ajeti, Julien Ngoy, Mersim Asllani, Shani Tarashaj, Nikola Gjorgjev und Raphael Holzhauser. Im Fall des Österreichers ist das allerdings nicht möglich. Rietiker: «Der Vertrag mit Holzhauser wurde aufgelöst und er wurde ausbezahlt.»

Fussball

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hugo Müller am 09.04.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Schau trau wem

    Mein Abgang bei GC war nicht gut. Er wird es wieder machen wenn er einen Vorteil sieht.

    einklappen einklappen
  • Roli Meier am 09.04.2019 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GC Führung

    Die GC Führung besitzt kein Fingerspitzengefühl. Die Fans sind wieder Sauer. Vielleicht sollte man gewisse arrogante Manager entlassen.

    einklappen einklappen
  • ne am 09.04.2019 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gc

    auch er wird gc nicht retten können, da muss man weiteroben ausmisten

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 10.04.2019 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fussball

    Ich lese hier soviel Blödsinn. Ja, habt ihr denn das heutige Fussballgeschäft noch nicht begriffen. Lernt, dann macht ihr Fortschritte.

  • Peter Farei am 10.04.2019 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überall Hass

    Lasst doch den Mensch sein wo er hin will. Andernfalls, die Fans könnten ja den Club wechseln. Fussball ist eh nicht mehr was es Mal war.....

  • Katzerich am 10.04.2019 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abstieg ist sicher

    Auch wenn GC absteigt - FCZler wünschen ihm viel Erfolg.

  • GC Fan am 10.04.2019 07:20 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Uli!

    Was für eine Selbstkasteiung sondergleichen!? Wer tut sich sowas an? Jetzt musst Du liefern, Dir den Respekt von Tausenden Fans schwer erarbeiten... schaffst Du den Liegaerhalt nicht, so wirst Du am Pranger hängen. Diese Arena ist nicht FCZ - willkommen am Eingang zur Hölle. Schaffst Du es jedoch mit dieses verkokste GC Erfolg zu haben, dann hast Du sowas von Eier in der Hose u. wirst niemandem mehr was beweisen müssen. Viel Spass dabei.

  • bruno am 10.04.2019 06:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dank an die krawallmacher

    Was sich sogenannte GC Fans erlauben ist schon interessant. Forte wird kritisiert wegen seinem Abgang. Das wegen krawallGCeler, drei wichtige Punkte im abstiegskampf abgezogen werden. Bravo, sind immer die andern schuld