Schiri-Boss Meier

02. Dezember 2008 13:27; Akt: 02.12.2008 14:41 Print

«Nicole Petignat wird in die Geschichtsbücher eingehen»

von Herbie Egli - Der Schweizer Schiedsrichter-Boss Urs Meier ist vom Rücktritt seiner ehemaligen Lebenspartnerin Nicole Petignat nicht überrascht. Viel mehr attestiert er ihr gute Leistungen und einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Eine neue Schweizer Spitzenschiedsrichterin ist aber noch nicht in Sicht.

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Der Schweizer Schiri-Boss Urs Meier kennt Nicole Petignat wie fast kein anderer. Er war vom Sommer 2000 bis Mai 2007 mit der 42-jährigen Jurassierin liiert und ihr Rücktritt war schon während der Beziehung ein Thema.

«Ich war genug lang mit ihr zusammen»

Urs Meier zeigte sich gegenüber 20 Minuten Online vom Rücktritt der ehemaligen Lebenspartnerin nicht überrascht. «Ich war genug lang mit ihr zusammen. Ein allfälliger Rücktritt war damals schon ein Thema.»

Es war aber nicht so, dass Nicole Petignat schon während der Beziehung mit Urs Meier aufhören wollte zu pfeifen. «Wir diskutierten, wie lange sie das noch machen will und ob sie noch genug Motivation dafür habe», betonte Urs Meier.

«Nicole Petignat wird als Pionierin in die Geschichtsbücher eingehen»

Urs Meier ist von den Leistungen seiner ehemaligen Lebenspartnerin auch ziemlich angetan. «WM, EM, Olympische Spiele, Uefa-Cup, Super League - das ist eine unglaubliche Karriere. Nicole Petignat wird als Pionierin des Frauen-Schiedsrichtertums in die Geschichtsbücher eingehen.»

Neue Schweizer «Petignat» noch nicht in Sicht

Nach dem Rücktritt von Nicole Petignat wird nicht so schnell wieder ein Super-League-Spiel von einer Frau geleitet. Eine Kandidatin für die Zukunft wäre die 19-jährige Bernerin Esther Staubli. Sie pfeift in der 1. Liga und war letztes Jahr auch bei der Frauen-U19-EM in Island im Einsatz.