Murat Yakin

15. März 2011 08:03; Akt: 15.03.2011 08:03 Print

«Platz 1 ist vergeben – an Basel»

Für Murat Yakin ist der Meistertitel vergeben. Thuns Trainer äussert sich auch zu seinen Remis-Königen oder zum Umgang mit verdienstvollen Spielern.

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Gratulation zum Titel? Murat Yakin (links) schliesst aus, dass sich Thorsten Fink und der FCB noch vom Titelkurs abbringen lassen. (Foto: Keystone)

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Murat Yakin, zwei Drittel der Saison sind gespielt, ist der Meistertitel vergeben?
Murat Yakin: Der FC Basel verfügt über eine Dynamik und ein Gewicht wie kein anderes Team. Deshalb ist der erste Platz weg. Dahinter bleibt es eng, auch wenn es jetzt nach einer Spaltung aussieht – mit uns zwischendrin.

Als Aufsteiger haben Sie fast doppelt so viele Punkte wie Schlusslicht St. Gallen. Übertrifft das Ihre Erwartungen?
Nein, so wie wir auftreten, hätten wir sogar noch mehr verdient. Wir waren in keinem Spiel schlechter als der Gegner. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass unsere Spieler auf diesem Niveau noch nicht viel Erfahrung und wir nicht die gleiche Qualität wie Basel, Zürich oder YB haben.

Die Thuner sind mit 14 Unentschieden in 24 Spielen die Remis-Könige. Was ist Ihnen lieber, fünf Remis oder drei Niederlagen und zwei Siege?
Die Siege bringen mehr Punkte. Für uns ist aber wichtig, dass wir defensiv gut stehen. Das lässt sich auch leichter trainieren. In der Offensive braucht man ­Spieler, die individuell für den Unterschied sorgen können. Da haben wir Potenzial, sind aber noch nicht so weit, wie ich es gerne hätte.

Nicht förderlich ist das holprige Terrain im Lachen.
Da gibt es nichts anderes, als ­zuerst hinten abzusichern und vorne auf eine Standard-Situation oder das Glück zu hoffen.

Wenn Sie sehen, wie die Bälle verspringen, freuen Sie sich da auf den Kunstrasen im neuen Stadion?
(Lacht) Ein Naturrasen lässt sich mit nichts vergleichen. Mit den schwierigen Bedingungen kämpfen in dieser Jahreszeit auch andere.

In Thun läuft der Vertrag von ­Milaim Rama aus. Er spielt kaum mehr, ist verletzt, schoss den Verein aber früher in die höchste Liga und an die Spitze.
Geleistete Dienste zählen für mich immer als Argument. Ein Klub sollte schauen, dass er solch wertvolle Spieler nach Möglichkeit behalten kann.

(20 Minuten)