José Mourinho

06. März 2014 12:00; Akt: 06.03.2014 12:00 Print

«Real-Spieler standen vor dem Spiegel Schlange»

Chelsea-Trainer José Mourinho ist von den jungen Spielern enttäuscht. Der Portugiese meint, sie sollten sich mehr auf das Spiel und nicht auf das Geld und ihr Image konzentrieren.

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The Special One, José Mourinho, hat im letzten Sommer seinen Posten als Trainer bei Real Madrid nach drei Saisons geräumt. Der Portugiese kehrte nach London zu Chelsea zurück. Dort war der 51-Jährige bereits von 2004 bis 2007 aktiv. Und seit der Coach die Madrilenen verlassen hat, kann er es nicht unterlassen, über die Königlichen herzuziehen. Im Männermagazin «Esquire» erfolgte das nächste Kapitel von Mourinho gegen Real.

Dabei zog «Mou» über die jungen Spieler her. Darunter befinden sich wohl auch Superstar Cristiano Ronaldo oder Karim Benzema. «Häufig kam es bei Real vor, dass die Spieler noch vor der Partie vor dem Spiegel Schlange standen, und das, währenddem der Schiedsrichter bereits im Spielertunnel auf sie wartete», sagte Mourinho. Dieses Verhalten missfiel dem Trainer offenbar zutiefst. Auf der anderen Seite kann der Portugiese die jungen Wilden auch verstehen. Denn das Verhalten widerspiegle einfach die heutige Gesellschaft. «Wie kann ich meine Spieler im Bus davon abhalten, ähm, wie nennt man das? Twitter und diese Dinge? Wie kann ich sie stoppen, wenn meine Tochter und mein Sohn dasselbe tun», fragt sich der Trainer wohl etwas ratlos.

Mourinho will ehrgeizige Spieler

Doch Mourinhos Kritik ging noch weiter. «Früher wollten die Spieler bis zum Ende ihrer Karriere viel Geld machen. Aber heute wollen die Leute, die die Spieler umgeben, die Akteure reich machen, noch bevor sie ihren ersten Vertrag unterschrieben haben. Also wenn sie noch nicht einmal ein Spiel in der Premier League oder in der Champions League absolviert haben.»

Damit die jungen Fussballer nicht auf den falschen Weg gelangen, hat The Special One aber auch einen Rat bereit. Die junge Fussballgeneration soll sich John Terry und Frank Lampard zum Vorbild nehmen. «Wir versuchen, den jungen Spielern, den richtigen Weg zu weisen, und hoffentlich können sie dem Beispiel von Lampard oder Terry folgen, die fanatisch nach Siegen streben.» Mourinho betonte weiter, dass er Spieler brauche, die im Fussball weiterkommen wollen. Fussballer, deren Traum es nicht sei, eine Million mehr oder weniger zu scheffeln, sondern auf höchstem Niveau Fussball zu spielen und Titel zu gewinnen. Damit käme für sie der Reichtum am Ende der Karriere sowieso.

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • luca schafer am 06.03.2014 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mourinho hat Recht

    Ich als Barcelona Anhänger bin kein fan von Jose Mourinho, doch hier hat er eindeutig recht. Leider zählt heute Geld mehr als Rhum und Ehre

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  • Dani am 06.03.2014 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo er Recht hat...

    ...hat er Recht!

  • branchr branchr am 06.03.2014 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Beckham hat....

    dieser Trend leider Einzug gehalten. Mit Sponsoring und Werbeaufnahmen kann man(n) heute mehr verdienen als nur mit fussballerischen Qualitäten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beoabachter der Szenerie am 06.03.2014 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball-Nati-Tschütteler

    Meiner Ansicht nach bekommt der Fussball (zumindest in der CH) zunehmend ein Image-Problem. Diese jungen, gegelten Diven, die modelnd-lässig aus einem RS8 aussteigen und beim Vorbeihuschen beinahe genervt noch ein Unterschriftchen auf den Notizzettel eines 8jährigen Jungen kritzeln sind für viele "Normalos" wohl nicht gerade Sympathieträger. Dazu kommt natürlich - darf man dies überhaupt noch erwähnen?- dass sich durch die vielen Secondos im Nati-Team doch viele Schweizer nicht mehr mit der Auswahl identifizieren können. Die "Silber-Konkurrenz Eishockey" wäre als dritter Faktor zu nennen.

    • Sandro am 06.03.2014 16:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Relationen beachten

      Also den dritten Faktor können Sie getrost ausser Acht lassen .Letzthin spielten die Silberhockeyaner in Arosa .....2500 hätten Platz gehabt 2000 kamen.Wenn die Trainings der Fussmballer in Weggis öffentlich sind,kommen bestimmt weit mehr ..

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  • Chrischti Ronaldo am 06.03.2014 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Normal? Mehr Spiegel!

    Wenn ich vor mehreren Zehntausend im Stadion und teilweise Millionen am TV spielen würde, würde ich ganz sicher vor dem Verlassen der Garderobe auch noch in den Spiegel gucken! So eitel ist das nicht! Es schauen ja auch alle in den Spiegel, die in den Ausgang gehen! TV-Moderatoren werden ja sogar geschminckt! Das Problem ist ja wohl ein anderes, da Real so viel Geld für Bale ausgegeben hat, ist nichts mehr für genügend Spiegel übrig geblieben! SKANDAL!!!

    • Witz am 06.03.2014 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      HAHA

      Wen du ihn den Ausgang gehst, gibst du Geld aus und verdienst damit nicht Millionen. Welchem Fan im Stadion interessiert es ob seine Frisur sitzt?? Die Spieler müssen ein Fussballspiel gewinnen und keine Modeshow. Ein Wunder das die Spieler ihre Handys in der Kabine lassen. Würden wohl gerne ein paar Facebook Einträge posten während des Spiels. Minderwertigkeitskomplex

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  • Marc Steiner am 06.03.2014 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Mourinhos Kritik an Chelsea??

    Also eigentlich macht Chelsea ja genau das was Mourinho beklagt. Chelsea kauft sämtliche Talente zusammen, welche oftmals kaum eine Saison in den unteren Ligen gespielt haben und stattet sie mit unglaublichen gut dottierten Verträgen aus. Das fördert ja genau das von Mourinho kritisierte Verhalten. Ganz schön amüsant!

  • goalgaetta am 06.03.2014 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mou

    er hat recht. solche Spieler wie z.b. effenberg gibt es nicht mehr. ein Typ mit Ecken und kannten, aber ehrlich und in sachen arbeitseinstellung ein Vorbild.

  • Lukas Hafner am 06.03.2014 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Trainer entscheidet

    Dann hat er als Trainer versagt wenn er es akzeptiert hat, dass Spieler sich, während die Schiris schon auf sie warteten, noch die Haare machten. Auch bei einem Handy-Verbot wäre er nicht der Erste. Kleine Strafen oder ein Match mal nicht spielen, schon wird der Spiegel zur Nebensache. Auch für Ronaldo.

    • Rocky am 06.03.2014 14:03 Report Diesen Beitrag melden

      Ronaldo???

      Ronaldo bringt LEISTUNG und TORE am Laufmeter. So lange dies so bleibt kann er meinetwegen neben dem Spielfeld so lange in den Spiegel schauen wie er will!

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