Presseschau

10. Februar 2011 08:36; Akt: 10.02.2011 09:12 Print

«Selbtzufrieden», «lustlos» und «peinlich»

Im Testspiel gegen Malta – das war bereits im Vorfeld klar – gab es für die Schweiz nichts zu gewinnen. Und so kam es auch.

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Schweizer Medien blasen nach dem 0:0-Testspiel gegen Malta alle ins selbe Horn. Nicht, dass die Leistung der Nati eine andere Wahl gelassen hätte. So schreibt der «Tages-Anzeiger», der die Berichterstattung auf der dritten Seite des Sportteils versorgte: «Dafür sind die Schweizer nach Malta geflogen: für drei Nächte in einem Luxushotel, gut neunzig Minuten gähnend langweiligen Fussball und einen Auftritt von erschreckender Ideen- und Konzeptlosigkeit, von peinlicher Lustlosigkeit.» Und die NZZ folgert: «Die Aussichten auf die Bulgarien-Partie sind düster.»

Der «Blick» fragt sich, ob «menschlich» etwas faul sei im Team und einige Spieler zu selbstzufrieden seien. Selbstzufriedenheit, Lustlosigkeit, düstere Aussichten – alles Worte, die im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft in letzter Zeit wie ein Mantra repetitiv heruntergebetet werden. Dabei würde sich ein Zitat des Komiker Rolf Schmid in seinem herrlichen Bündnerdialekt wohl am besten für die Einstellung der Schweizer eignen: «I mag eifach nitt.»

(tog)