Durchhalteparolen

18. Februar 2011 08:38; Akt: 18.02.2011 09:36 Print

«Uns fehlte der Killerinstinkt»

von Reto Fehr - Die Enttäuschung im Basler Lager nach dem 2:3 gegen Spartak Moskau war gross. Aber fürs Rückspiel kennen die Spieler das Rezept.

Alex Frei, Marco Streller und Xherdan Shaqiri nach dem 2:3 gegen Spartak Moskau.
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Irgendwie passte die Mixed Zone in Basel zur Stimmung der FCB-Kicker: Ein grosser leerer Raum umgeben von grauen Wänden. Kurz zuvor hatte Basel ein 2:0 noch verspielt und 2:3 verloren. «Ich hätte nie gedacht, dass Moskau nochmals ins Spiel kommt», sagte Xherdan Shaqiri und Youngster Granit Xhaka doppelte nach: «Ich weiss auch nicht, was passiert ist.» Selbst Routinier Marco Streller fehlte die Erklärung: «Das ist sehr ärgerlich. Alles hat für uns gesprochen, jeder im Stadion hatte das Gefühl, das wird ein Selbstläufer.»

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Aus dem Selbstläufer wurde ein Rohrkrepierer. Basel schenkte Moskau die ersten beiden Tore und der Freistoss in der Nachspielzeit zum 3:2 war noch sowas wie der Genickbruch. «Uns fehlte der Killerinstinkt», wusste Alex Frei, «der letzte Ball, die letzte Flanke. Wir verpassten es das dritte Tor zu schiessen.»

Statt mit einem schönen Polster reisen die Bebbi jetzt am Dienstag mit einem Handicap in die russische Metropole. Neben eisigen Temperaturen wartet auch noch eine schwere Aufgabe auf den Schweizer Meister. «Das ist komfortabel für Spartak. Uns bleibt die Hoffnung, dass wir in der Champions League viele Tore geschossen haben», machte sich Frei selber Mut. Das war beim 3:1 in Rom so, in Cluj und München war es jedoch nicht der Fall. Trotzdem: «Abgehakt ists erst, wenns vorbei ist. Vielleicht gibts ja das Wunder von Moskau», so Frei.

«Jetzt wird es sehr, sehr schwierig»

Auch Sturmkollege Streller glaubt, dass wohl höhere Mächte im Spiel sein müssten, sollte es noch mit dem Achtelfinal-Ticket klappen: «Bei einem 2:2 hätten wir noch eine kleine Chance gehabt, jetzt wird es sehr, sehr schwierig. Wir müssen mit zwei Toren Unterschied gewinnen, ich glaube nicht, dass wir 4:3 gewinnen.» Das glauben wir auch nicht.

Aber wie will man dies bewerkstelligen? «Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit, können wir gewinnen. Wir müssen offensiv spielen», sagt Shaqiri. Es hörte sich fast an, als ob er dann auch dabei sein und mithelfen wird. Doch dem ist nach seiner unnötigen Roten Karte bekanntlich nicht so.