FCB-Captain Streller

07. Mai 2012 08:37; Akt: 07.05.2012 09:47 Print

«Von mir aus kann es so weitergehen»

Obschon der FC Basel schon seit dem 29. April als Meister feststeht, lässt er in der Meisterschaft nicht nach. Gegen den FCZ zeigt Rotblau ein eindrückliches Muster seiner Dominanz.

FCB-Captain Marco Streller ist stolz, in so einer tollen Mannschaft spielen zu dürfen. (Video: 20 Minuten Online)
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«Das hat Spass gemacht», sagt FCB-Captain Marco Streller nach dem eindrücklichen Sieg im Letzigrund, «von mir aus kann es so weitergehen». Kann man verstehen: Fünf Tore hat der FCB in den letzten zehn Jahren erst einmal - bei einem 5:3-Heimsieg in der Saison 2002/03 - gegen die Zürcher erzielt. Gut und gerne hätte der FCB auch sieben, acht oder zehn Treffer gegen den inferioren FCZ schiessen können – dazu hat es nicht einmal Toptorjäger Alex Frei (23 Saisontore) gebraucht, der gelbgesperrt auf der Tribüne zuschaute. «Ich glaube auch, dass der Sieg höher hätte ausfallen können. Aber nach einem 5:1 in Zürich können wir zufrieden sein und müssen nicht Chancen nachtrauern», sagt Streller.

Wie wohl die 12 000 Zuschauer im Letzigrund auch, zeigte sich Streller überrascht, wie harmlos der FCZ aufgetreten war. «Es ist nicht viel gegangen bei ihnen. Aber wir waren auch sehr gut», bemühte sich der FCB-Captain um Höflichkeit. «Es darf nicht immer nur heissen, dass der Gegner katastrophal gespielt hat. Wir haben immer betont, dass wir den Wettbewerb nicht verfälschen wollen und treten mit der bestmöglichen Formation auf dem Platz auf.» Es klang fast nach Trost, den er den Zürchern spenden wollte.

25 Ligaspiele ohne Niederlage in Serie

Die Worte des Captains hat Rotblau in Zürich über 90 Minuten eindrücklich unterstrichen und ist seit nunmehr 25 Meisterschaftsspielen in Serie ohne Niederlage. Bleibt die Frage: Welcher Super Ligist kann den FCB überhaupt in Augenhöhe entgegentreten? Wer den Auftritt der Basler am Sonntag im Letzigrund gesehen hat, der wird erkannt haben, dass die Leute, die nicht Anhänger der Rotblauen sind, nicht viel Spass haben werden in den noch verbleibenden Ligaspielen. Und die Fans der gegnerischen Mannschaften müssen fast masochistisch veranlagt sein, wenn sie zu den Duellen ihrer Mannschaft gegen den FCB kommen. Und erst recht, wenn die Teams so desolat auftreten wie der FC Zürich.

FCB-Zauberzwerg Xherdan Shaqiri traf gegen den FCZ im Doppelpack. (Video: 20 Minuten Online)

(ete)