Stephan Lichtsteiner

04. Oktober 2011 14:44; Akt: 04.10.2011 14:44 Print

«Wales ist sehr gefährlich»

von Herbie Egli - Die Schweizer Fussballnati hat ihr erstes Training vor den letzten zwei EM-Qualifikationsspielen hinter sich. Vor dem ersten Gegner Wales haben alle grossen Respekt.

Stephan Lichtsteiner nimmt den nächsten EM-Qualifikationsgegner Wales nicht auf die leichte Schulter (Video: 20 Minuten Online)
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Am Montagabend hat Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld seine Spieler in Feusisberg versammelt, am Dienstagmorgen bat er auf dem Sportplatz Grünfeld in Rapperswil zur ersten Trainingseinheit. Ausser Eren Derdiyok und Johan Djourou, die zu Regenerationszwecken im Hotel blieben, waren alle Spieler vor Ort.

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Die Akteure waren zum einen oder anderen Spässchen aufgelegt, generell wurde aber sehr leidenschaftlich gearbeitet. Schliesslich steht gegen die nächsten Gegner sehr viel auf dem Spiel. «Es ist extrem wichtig, dass wir die Punkte gegen Wales und Montenegro holen. Daher ist es klar, dass wir sehr konzentriert sein müssen», sagt Stephan Lichtsteiner. Der rechte Aussenverteidiger hat trotz der Ausgangslage aber nicht unbedingt mehr Anspannung bei den Mitspielern bemerkt. «Für diese zwei Spiele hat sich vom Druck her nichts geändert.» Am Nachmittag trainiert die Nati noch in Freienbach. Bevor sie am Mittwochnachmittag nach Wales abfliegt, steht am Morgen in Rapperswil nochmals eine Einheit auf dem Programm.

Lichtsteiner warnt vor Wales

Dass die Schweiz gegen Wales einfach so zu drei Punkten kommt, glaubt Lichtsteiner nicht. Auch wenn die Insulaner in der Qualifikation für die EM-Endrunde 2012 bereits ausgeschieden sind, geht der Juve-Verteidiger von harter Gegenwehr aus. Daher ist es für ihn auch nicht einfacher, auswärts gegen Wales zu gewinnen als zuhause gegen Bulgarien. «Es ist beides sehr schwer. Wales ist sehr gefährlich und hat eine gute Mannschaft.» Lichtsteiner ist sogar davon ausgegangen, dass sich Wales und die Schweiz im Laufe der EM-Qualifikation ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern würden. «Ich bin etwas überrascht, dass sie nicht die Punkte geholt haben, die sie eigentlich hätten holen müssen. Es wird sicher ein schwieriges Spiel.»

Auch wenn es schwierig wird: Die Schweiz muss im Rennen um den Barrage-Platz in Wales punkten. Am besten mit einem Dreier. Trifft dies ein, müssen sich die Eidgenossen auch keine Sorgen um das Resultat des direkten Konkurrenten Montenegro machen, der ebenfalls am Freitag zuhause gegen England spielt.