Raphael Wicky

25. Juli 2018 09:49; Akt: 25.07.2018 11:02 Print

«Wir haben relativ viel rausgeholt»

Verhaltener Optimismus nach dem 1:2 des FC Basel in der Champions-League-Qualifikation gegen Paok Saloniki.

Glück im Unglück: Raphael Wicky an der Pressekonferenz nach dem Spiel. (Video: Telebasel)
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Der FC Basel steht zu Beginn der neuen Saison auf sehr wackligen Beinen. Nach der Heimniederlage gegen St. Gallen durch den zweiten Gegentreffer in letzter Sekunde und dem Forfait von Silvan Widmer für das Hinspiel in Saloniki wegen eines Magen-Darm-Infekts setzte es auch in Griechenland eine Niederlage ab. «Wir müssen vor dem Tor mit mehr Überzeugung auftreten», sagte Raphael Wicky nach dem 1:2 in Griechenland.

Der FCB-Trainer ärgerte sich wie schon nach dem verpatzten Auftakt in der Meisterschaft über die mangelnde Entschlossenheit im Strafraum, zog aber angesichts des Resultats ein eher optimistisches Fazit: «Unter den Umständen, die wir gegen Saloniki hatten, haben wir relativ viel rausgeholt.» Was Wicky nicht sagte, aber meinte, war die dezimierte rechte Abwehrseite. Weil sich Widmers improvisierter Stellvertreter Raoul Petretta vor der Pause bei einem Zweikampf verletzte und durch Neuling Yves Kaiser ersetzt wurde.

Der Anschlusstreffer von Albian Ajeti eröffnet dem FCB aber trotz der Niederlage im Hinspiel eine günstige Ausgangslage fürs Rückspiel. «Mit einem 1:0 in Basel sind wir eine Runde weiter», betonte Ajeti nach dem Spiel im Interview mit Telebasel. Trotzdem dürfte die zweite Begegnung am 1. August im St.-Jakob-Park alles andere als ein Selbstläufer werden. «Saloniki spielt sehr aggressiv, vor allem gegen den Ball», befand Ajeti und wunderte sich über die Effizienz der Griechen.

FCB-Goalie Omlin mit starker Leistung

Ein wunderschöner Sonntagsschuss aus 25 Metern von José Alberto Cañas nach einer halben Stunde und der Torinstinkt des gebürtigen St. Gallers Aleksandar Prijovic in der 80. Minute brachten den FCB im ausverkauften Toumba-Stadion von Saloniki arg in Bedrängnis. Ein Glück, dass Albian Ajeti in der 82. Minute nach einer Flanke von Valentin Stocker per Kopf der so wichtige Auswärtstreffer gelang.

Der späte Treffer war das Positivste am Trip an die Mittelmeerküste an der Ägäis. Die Tür der Basler zum Einzug in die 3. und vorletzte Qualifikationsrunde, der gleichbedeutend mit der Europa-League-Teilnahme im Fall eines späteren Scheiterns ist, steht damit nach wie vor relativ offen, zumal in Saloniki durchaus Chancen für mehr vorhanden waren. Das haben die Basler einerseits dem Auswärtstreffer zu verdanken und andererseits der starken Leistung von Goalie Jonas Omlin. Der Nachfolger des abgewanderten Tomas Vaclik unterstrich insbesondere in der 56. Minute mit einem blitzschnellen Reflex gegen Dimitrios Limnios, dass sich zumindest im Tor keine weitere Baustelle auftun dürfte.

Hoffen auf Widmers Rückkehr

Dass Raphael Wicky seinen dritten Wechsel in der Nachspielzeit nicht zeitgleich mit seinem Antipoden Razvan Lucescu vollzog, zeigte, dass der FCB-Coach mit dem 1:2 leben konnte. Allerdings muss Wicky darauf hoffen, dass das Pech in den nächsten Tagen nicht anhält und Widmer in einer Woche wieder einsatzfähig ist.

Während die Basler, allen voran Stocker in der 12. Minute vor dem fast leeren Tor und Ajeti in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit alleine vor Salonikis Goalie Alexandros Paschalakis, beste Gelegenheiten ausliessen, zeigte sich der Gegner von überschaubarer Qualität treffsicher. Das 1:0 kam praktisch aus heiterem Himmel.

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(sda/sr)